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Nach EU-Gipfel - Bricht Johnson die Brexit-Gespräche ab?

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Die EU fordert Entgegenkommen von Großbritannien, London zeigt sich enttäuscht. Nun will ‎sich der britische Premier zu den Beschlüssen des Brüsseler EU-Gipfels äußern. ‎

Boris Johnson steht wegen steigender Corona-Zahlen unter Druck.
Wie geht es weiter mit dem Brexit? Der britische Premier Boris Johnson will sich dazu äußern.
Quelle: House Of Commons/PA Wire/dpa

Stunde der Wahrheit im Brexit-Streit: Der britische Premier Boris Johnson will am Freitag erklären, ob und wie Großbritannien weiter mit der Europäischen Union über einen Handelspakt verhandelt.

Nach Beschlüssen des EU-Gipfels vom Donnerstag hatte sich Großbritanniens Chef-Unterhändler David Frost enttäuscht gezeigt. Die EU will die Verhandlungen hingegen in den kommenden Wochen deutlich intensivieren.

Eine Annäherung im Brexit-Streit ist momentan nicht in Sicht. ZDF-Korrespondentin Anne Gellinek berichtet aus Brüssel.

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Merkel zeigt sich kompromissbereit

Kanzlerin Angela Merkel signalisierte in der Nacht zum Freitag Kompromissbereitschaft.

Zum Stand der Gespräche über den Handelspakt sagte die CDU-Politikerin nach dem ersten Gipfeltag, es gebe Licht und Schatten. "An einigen Stellen haben sich die Dinge gut bewegt. An anderen Stellen ist noch viel Arbeit zu leisten."

Insgesamt sei ein Abkommen für beide Seiten sinnvoll. "Notfalls müssen wir auch ohne das Abkommen leben, aber ich glaube, besser wäre es, wir hätten ein solches Abkommen", sagte Merkel. Ihr belgischer Kollege Alexander De Croo sagte:

Es wäre wahnsinnig, keinen Deal zu haben. Aber es wäre noch wahnsinniger, einen schlechten Deal zu haben.
Alexander De Croo, Premierminister von Belgien

Von Einigung bei Brexit-Deal weit entfernt

Die EU und Großbritannien arbeiten seit Monaten an einem Handelspakt, der nach dem Brexit und der wirtschaftlichen Trennung zum Jahresende Zölle und Handelshemmnisse verhindern soll.

Doch ist man in entscheidenden Punkten von einer Lösung weit entfernt - obwohl Johnson der EU eine Frist zur Einigung bis 15. Oktober gesetzt hatte.

Merkel: "Jede Seite hat rote Linien"

Der EU-Gipfel forderte London nun auf, "die nötigen Schritte zu tun, um ein Abkommen möglich zu machen". Kanzlerin Merkel betonte später: "Das schließt natürlich ein, dass auch wir Kompromisse machen müssen. Jede Seite hat ihre roten Linien."

London hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch schon auf den Gipfel-Beschluss reagiert: Unterhändler Frost zeigte sich enttäuscht und kündigte Johnsons Erklärung für Freitag an.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben Großbritannien zu mehr Kompromissbereitschaft in den Brexit-Verhandlungen aufgefordert. Beim EU-Gipfel bekräftigten sie den Wunsch nach einer engen Bindung, ein Abkommen um jeden Preis gebe es jedoch nicht.

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Themen des EU-Gipfels am Freitag

Zum Abschluss des EU-Gipfels wollen die Staats- und Regierungschefs am Freitag über die Beziehungen zum Nachbarkontinent Afrika beraten.

Zudem werden erneut die eskalierenden Spannungen zwischen der Türkei und den EU-Staaten Griechenland und Zypern Thema sein.

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