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CDU-Vorsitz: Keiner der Kandidaten perfekt

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Unionsfraktionschef Brinkhaus - CDU-Vorsitz: Keiner der Kandidaten perfekt

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Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sieht bei allen möglichen Bewerbern um den CDU-Vorsitz gewisse Makel. Er wünscht sich einen Teamplayer und warnt vor Flügelkämpfen.

Zu sehen ist der Unions-Franktionschef Ralph Brinkaus beim Verlassen einer dunklen Limousine. Brinkhaus trägt ein krawattenloses Hemd unterm Sakko, hält in der rechten Hand ein zusammengerolltes Schriftstück und trägt einen grauen Schal auf die Schultern gelegt.
Ralph Brinkhaus, Unions-Franktionschef, schließt eine Kampfkandidatur um den Vorsitz der CDU nicht aus
Quelle: EPA

Bei der Frage nach der Nachfolge für die scheídende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hätte der Unionsfraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus keine Bauchschmerzen, wenn die Kandidaten in eine Kampfabstimmung gehen. Er glaubt zudem, keiner der bislang vier möglichen Anwärter sei ohne Makel.

Alle vier haben ihre Qualitäten. Aber keiner ist perfekt.
Ralph Brinkhaus, CDU-Unionsfraktionschef

Ergänzend sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post": "Das spricht dafür, dass man auch langfristig zusammenarbeitet und nicht ein Alpha-Tier alles bestimmt." Mit Blick auf die künftige Führungsphilosophie an der Parteispitze wünscht sich Brinkhaus einen "Teamplayer, der auch anderen die Sonne gönnt".

Sehr wahrscheinlich: ein Mann! Aber wer sind Armin Laschet, Friedrich Merz, Jens Spahn und Norbert Röttgen? Heute+ hat die wichtigsten Infos zu den Kandidaten zusammengefasst.

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Im Idealfall werde in einem fairen Verfahren geklärt, wer die Nachfolge von Kramp-Karrenbauer antritt. "Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es zu Kampfkandidaturen kommen wird", sagte Brinkhaus.

Bisher hat nur Norbert Röttgen seine Kandidatur offiziell angekündigt. Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn gelten als aussichtsreiche Mitbewerber, haben aber noch nicht öffentlich erklärt, ob sie kandidieren.

Der Fraktionsvorsitzende formulierte auch einen klaren Appell an seine Parteifreunde:

Wenn wir nicht lernen, mit unserer Führungsperson loyal umzugehen - auch wenn sie uns nicht gefällt -, dann haben wir keine Chance.
Ralph Brinkhaus, CDU-Unionsfraktionschef

Brinkhaus weiter: Es dürfe "nicht passieren, dass die Zeit zwischen Wahl des Parteichefs und Entscheidung über die Kanzlerkandidatur wieder dafür genutzt wird, den Parteivorsitzenden mürbe zu machen". Flügelkämpfe und verletzende Auseinandersetzungen gelte es zu vermeiden. "Politiker scheitern letztlich auch immer an den eigenen Truppen", mahnte Brinkhaus.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Ferner legt er seiner Partei ans Herz, mehr wichtige Positionen mit Frauen zu besetzen. "Mit einem reinen Männerbund können wir nicht erfolgreich sein", sagte Brinkhaus. Außerdem fehle es besonders in der ersten Reihe der CDU an jungen Leuten und Politikern mit Migrationshintergrund.

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