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Interview

Kritik an Olympia und IOC : Bütikofer sieht EU im "de-facto-Boykott"

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Reinhard Bütikofer, Vorsitzender der EU-Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China sieht die EU im "de-facto- Boykott" gegen Olympia und kritisiert die Haltung des IOC.

Reinhard Bütikofer ist Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China im EU-Parlament. Er betrachtet die Olympischen Winterspiele in Peking kritisch.

Beitragslänge:
3 min
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Der Grüne EU-Abgeordnete Bütikofer protestiert gegen die aktuellen Olympischen Spiele und sieht Unterschiede zu Olympia 2008 in Peking. Im ZDF-Interview erläutert er unter anderem...

... warum er gegen die Olympischen Spiele in Peking protestiert

Bei den Spielen 2008 China habe es noch die Hoffnung gegeben, dass diese Öffnung die Situation für die Menschen in China verbessern werde. "Aber in den Jahren seither muss man feststellen, es hat in allen Bereichen, wo es um politische Freiheiten geht, wo es um Menschenrechte geht und wo es um die Rechte der nationalen Minderheiten geht [...], nur Rückschritte gegeben, mehr Diktatur und mehr Unterdrückung." Dazu zählten etwa auch die Uiguren.

Man wolle nicht zulassen, dass das übertüncht werde "mit einer Veranstaltung, die Propagandacharakter für das Regime in Peking hat".

…warum die EU keine einheitliche Meinung dazu hat

"Es gibt keinen offiziellen Boykott. Aber es gibt einen de-facto-Boykott." Aus Europa führen nur eine Handvoll Landesvertreter, etwa der Fürst von Monaco und Polens Präsident, dorthin.

Es wäre natürlich schöner gewesen, man hätte sich - wie die Briten oder Kanadier oder die USA - klar zu dem diplomatischen Boykott bekannt.

"Aber das hat nicht geklappt, weil man nicht früh genug gemeinsam darüber geredet hat."

…welche Lehren die Verantwortlichen aus diesem Olympia ziehen sollten

"Erstens: Das Internationale Olympische Komitee muss wenigstens für die eigene Charta eintreten."

Es ist eine Schande dass der eigene Präsident Bach dagegen nicht protestiert hat.

"Zweitens: Man kann Olympische Spiele nicht bei Diktatoren abhalten, die hinterher auch noch die Bedingungen, unter denen sie die Spiele gekriegt haben, nicht mehr einhalten."

Das Interview führte ZDF-Moderatorin Linda Kierstan bei heute in europa.

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