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Corona-Lage in Deutschland - Spahn: "Juli werden 50 Prozent geimpft sein"

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Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler freuen sich über sinkende Infektions-Zahlen und sehen gute Fortschritte für den Sommer, aber mahnen zu weiterer Vorsicht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Erfolge bei der Corona-Bekämpfung und beim Impfen - aber er appelliert: Alle sollten vorsichtig bleiben und warnt vor einem Rückfall.

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"10,9 Millionen sind heute morgen zweitgeschützt. Es sind 32,6 Millionen, das sind 39,2 Prozent, die eine Imfpung erhalten haben", hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Bundespressekonferenz erklärt. Etwa zwei Drittel aller Impfwillgen und Impfbaren hätten eine Impfung bekommen. Das mache deutlich, man sei auf einem guten Weg.

Mit Blick auf die Sommersaison sagte Spahn:

Zum Start im Juli werden aus unserer Sicht heute mindestens 50 Prozent geimpft worden sein.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Man könnte nach jetzigem Stand etwa zwei Drittel aller Impfwilligen ein Angebot auf eine Impfung machen. "Es geht jetzt um Wochen, nicht um Monate." Man müsse jetzt pragmatisch und geduldig sein.

Je niedriger wir die Inzidenzen noch kriegen, desto besser kann dieser Sommer werden.
Jens Spahn, Bundesundheitsminister

Daher warb er dafür, inbesondere in den Innenräumen noch vorsichtig zu sein und die Gasträume innen so spät wie möglich zu öffnen. Bei der Urlaubsplanung warb er dafür, sichere Gebiete zu besuchen. "Also ich mache Urlaub in Deutschland".

Die stark sinkenden Inzidenzen führte er auf eine Menge von Impfungen, auf das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger und auf einheitliche Regelungen zurück. Wieler ergänzte, dass die Vielzahl der Maßnahmen entscheidend sei und eine Wirkung zeigten. Man dürfe "nicht eins gegen das andere" ausspielen. Das heiße aber auch, wenn eine der Maßnahmen nachlasse, könne der Erfolg auch wieder zurückgehen. Das gelte insbesondere auch für die Masken.

Spahn mahnt zu Vorsicht an Pfingsten

"Wir wollen Impfen so einfach machen, wie es geht. Gelegenheit macht Impfung", sei das Motto für die nächsten Wochen, sagte Spahn. Aber man müsse auch geduldig sein. Spahn mahnte dazu, nicht alle die Ärztinnen und Ärzte in den Praxen zu bedrängen.

"Die Dritte Welle ist gebrochen", sagte Spahn. Sein Appell:

Genießen Sie die Feiertage, aber bleiben wir dabei vorsichtig.

RKI-Chef Wieler bestätigte eine guten Verlauf in der Pandemie, wies aber gleichzeitig darauf hin, weiterhin die Maßnahmen einzuhalten. Der Basisschutz müsse bleiben, auch wenn man lockere:

 

Die AHA-Regel sollte von allen Menschen möglichst beibehalten werden.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Spahn mahnte die Bundesländer nicht zu schnell zu sein. Man habe vereinbart, wenn man Lockerungsschritte geht, "dann erstmal zwei, drei Wochen zu warten, welche Folgen das für das Infektionsgeschehen hat und dann den nächsten Schritt zu gehen". Auch Wieler mahnte zur Vorsicht.

Unsere Ungeduld darf am Ende nicht zu Übermut führen.
Lothar Wieler

Die Pandemie habe die Welt immer noch im Griff, auch wenn sie in Deutschland zurückgehe, und in den Bundesländern die Inzidenz Großteils in den Landkreisen bei unter 100 liege.

Impfpass aus Papier weiterhin gültig

Spahn begrüßte eine einheitliche Impfpass-Regelung der EU. Wenn es gelänge, dass es für alle EU-Staaten gelte, dann sei das in dieser grenzüberschreitenden Form weltweit einmalig. Spahn betonte jedoch, dass auch der Papierausweis weiterhin gelte: "Auch mit dem Papierausweis ist ein internationales Reisen möglich." Er sei international anerkannt. Es müsse nicht jeder den digitalen Impfpass nutzen. Wer Papier behalten wolle, könne das auch weiterhin.

Die EU-Staaten und das Europaparlament haben sich auf einen europäischen Corona-Impfnachweis geeinigt. Wie funktioniert er und was ist damit bald erlaubt? ZDFheute live ordnet ein.

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Zur Regelung für Genesene ergänzte Spahn, dass jemand als voll geimpft gilt, "wenn er als Genesener eine weitere Impfung erhalten hat". Er sei selbst genesen und seit letzter Woche geimpft und führe immer seinen Impfausweis und seinen PCR-Testnachweis mit sich.

Kinder weiterhin belastet - auch durch Infektion

RKI-Chef-Wieler wies mit Blick auf die Diskussion um psychische Belastungen für Kinder darauf hin, dass Kinder zwar von den Maßnahmen belastet seien. Aber sie seien auch durch die Infektion belastet. Studien zeigten, dass sie noch bis zu 60 Tagen Symptome haben und durch Long-Covid belastet sein könnten. Auch wenn sie in deutlich geringerer Prozentzahl belastet seien, sei es wichtig, sie zu impfen und sie zu schützen.

In Deutschland seien 1.522 Kinder im Krankenhaus behandelt worden, fünf Prozent davon intensivmedizinisch. 21 Kinder seien gestorben. Es gebe über Long Covid in Deutschland für Kinder jedoch noch keine belastbaren Daten.

Spahn ergänzte, dass die Angebote der Psychotherapie für Kinder auch erhöht worden seien. Aber auch die Steuerung, dass die Hilfe bei den wirklich Bedürftigen ankomme, sei notwendig.

Hilfe in Brennpunkten erfolgreich

Zu den praktischen Erfahrungen in vulnerablen Stadtgebieten berichtete Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln, von Erfolgen. Man hätte sich früh angeschaut, wie die Entwicklung in einzelnen Stadttteilen sei und darauf reagiert. "Wohnsituation auf engem Raum ist ein Haupttreiber für Infektion", sagte sie. Dies sei auch oft unabhängig von einer persönlichen Situation. In Absprache mit dem Land habe man einen Einmal-Impfstoff verwendet.

Wir haben mit dem mobilen Impfangebot Menschen erreicht, für die ein Angebot im Impfzentrum oder beim Hausarzt seine hohe Hürde darstellt.
Henriette Reker, Oberbürgermeisterin Köln

Dies gelinge durch persönliche, auch durch muttersprachliche Ansprache oder auch mit Hilfe von Streetworkern und anderen. Jetzt sei weiteres Engagement auch des Landes notwendig.

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