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Bundesrat billigt Gesetz - Kindergelderhöhung und Steuerentlastungen

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Mehr Kindergeld und höhere Steuerfreibeträge ab kommendem Jahr - der Bundesrat hat Gesetzen zugestimmt, die Familien und Menschen mit Behinderungen entlasten sollen.

Vom kommenden Jahr an gibt es 15 Euro mehr Kindergeld. Der Bundesrat billigte außerdem eine Erhöhung der Steuerfreibeträge für Familien und eine Verdoppelung der Pauschbeträge für behinderte Menschen.

Der Bundestag hatte die Gesetze Ende Oktober beschlossen.

Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag

Am 1. Januar 2021 an steigt das Kindergeld auf 219 Euro pro Monat für das erste und zweite Kind. Für das dritte Kind soll es ab dann 225 Euro pro Monat geben, für jedes weitere 250 Euro.

Parallel dazu werden der sogenannte Kinderfreibetrag und die Freibeträge für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von Kindern erhöht. Sie steigen zusammen um mehr als 500 auf 8.388 Euro. Auf diese Summe vom Einkommen müssen Eltern keine Steuern zahlen.

Eltern profitieren entweder vom Kindergeld oder den Kinderfreibeträgen. Die Freibeträge lohnen sich vor allem für Besserverdiener. Bei der Steuerberechnung wird vom Finanzamt automatisch entschieden, welche Variante vorteilhafter für die Eltern ist.

Ausgleich für kalte Progression

Zudem gibt es Erleichterungen im Steuertarif zum Ausgleich für die sogenannte kalte Progression. Diese beschreibt den Effekt, dass Einkommenssteigerungen in Verbindung mit der Inflation durch den progressiven Steuertarif teilweise aufgezehrt werden.

Die Familien werden dem Gesetz zufolge um insgesamt rund zwölf Milliarden Euro jährlich entlastet.

Anhebung des Grundfreibetrages

Bei Familien muss ein Einkommen in Höhe des Existenzminimums inklusive eines Grundbedarfs für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung der Kinder steuerfrei bleiben.

Ein Stempel mit der Aufschrift «Hartz IV». Symbolbild

Bundesrat stimmt zu - Hartz-IV-Regelsatz steigt 

Hartz-IV-Empfänger bekommen im nächsten Jahr mehr Geld. Der Bundesrat billigte die neuen Regelsätze und passt sie damit der Entwicklung von Preisen und Löhnen an.

Der Grundfreibetrag, der das Existenzminimum eines Erwachsenen steuerfrei stellt, wird 2021 auf 9.744 Euro angehoben und steigt 2022 weiter auf 9.984 Euro. Derzeit beträgt er 9.408 Euro.

Steuerentlastungen für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderungen werden ebenfalls steuerlich bessergestellt. Die 1975 eingeführten und seit 45 Jahren nicht erhöhten Pauschbeträge für Mehrausgaben durch eine Behinderung werden verdoppelt. Sie fallen umso höher aus, je schwerer die anerkannte Behinderung ist.

Außerdem werden jährliche Pauschbeträge für Fahrtkosten eingeführt. Die Erstattungen werden dadurch vereinfacht.

Erhöht werden mit dem Gesetz auch die Pauschbeträge für Angehörige, die einen Pflegebedürftigen versorgen.

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