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Erinnerung an Terroropfer : 11. März wird Gedenktag für Terroropfer

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Am 11. März soll künftig auch in Deutschland an die Opfer von Terroranschlägen erinnert werden. Das hat das Kabinett beschlossen. Angelehnt ist er an den europäischen Gedenktag.

Blumen und Kerzen liegen in Gedenken von Opfern eines Anschlags (Archivbild: 21.10.2020)
Blumen und Kerzen liegen im Gedenken an Opfer eines Anschlags (Archivbild)
Quelle: dpa

Die Bundesregierung führt den 11. März als nationaler Gedenktag für Opfer terroristischer Gewalt ein. Das Bundeskabinett hat heute eine entsprechende Vorlage beschlossen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte, dass der Nationale Gedenktag ab diesem Jahr begangen werde.

Dieser Tag wird ein Tag der Erinnerung, des Mitgefühls, aber auch der Mahnung sein, mit aller Entschlossenheit gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser

An dem Gedenktag soll in Zukunft überall in Deutschland eine Trauerbeflaggung an den Dienstgebäuden des Bundes angeordnet werden.

Gedenktag im Koalitionsvertrag vereinbart

Die Schaffung eines Gedenktags am 11. März ist im Koalitionsvertrag vereinbart. Das Datum knüpft an den europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus an. Dieser wiederum erinnert an die verheerenden Anschläge in Zügen in Madrid im Jahr 2004. Damals starben 191 Menschen, 1.800 wurden verletzt.

Seitdem ist der 11. März der europäische Gedenktag für die Opfer des Terrorismus weltweit. Er wurde erstmals 2005 begangen.

Faeser: Opfer dürfen "nie vergessen werden"

Auch in den vergangenen Jahren hätten "furchtbare terroristische Taten" wie das islamistische Attentat am Berliner Breitscheidplatz und die rechtsterroristischen Anschläge in Halle und Hanau Deutschland erschüttert. "Islamistische, rechtsextremistische und linksextremistische Anschläge haben in der Nachkriegsgeschichte großes Leid verursacht." Faeser fügte hinzu: "Wir wollen, dass die Opfer nie vergessen werden."

2016 hat die Bundesrepublik kurz vor Weihnachten den schlimmsten islamistischen Terroranschlag erlebt. 13 Menschen wurden getötet, über 60 verletzt. Auch fünf Jahre später sind noch längst nicht alle Wunden verheilt.

Beitragslänge:
3 min
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Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP heißt es, der Umgang mit Opfern und Hinterbliebenen von Anschlägen solle "empathischer und würdiger" gestaltet werden. Zudem verspricht die Koalition darin, Lücken bei der Opferhilfe und im Opferentschädigungsrecht zu schließen.

Zentraler Ansprechpartner für die Opfer terroristischer Gewalt ist der Beauftragte der Bundesregierung, Pascal Kober. Seine Geschäftsstelle hält Kontakt zu den Betroffenen des islamistischen Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016, des antisemitisch motivierten Anschlags in Halle 2019, der rassistischen Morde in Hanau im Februar 2020 sowie des Messerangriffs auf ein schwules Paar in Dresden im Oktober 2020.

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