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Müller fordert Nachhaltigkeit - Faire Dienstkleidung für Staatsdiener geplant

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Bis 2030 sollen Bund, Länder und Kommunen beim Besorgen von Gütern 100 Prozent Nachhaltigkeit erreichen. Der Entwicklungsminister hat einen Leitfaden vorgelegt.

Logo der sächsischen Polizei. Archivbild
Sollen bis 2030 Fair Trade sein: Polizeiuniformen
Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Hilfe eines neuen Leitfadens sollen deutsche Behörden künftig beim Kauf von Textilien auf fair produzierte Ware setzen. Das teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit.

Beschaffung von Arztkitteln, Polizeiuniformen, Matratzen

Der neu veröffentlichte "Leitfaden für eine nachhaltige Textilbeschaffung der Bundesverwaltung" definiert demnach "erstmals klare soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien entlang der gesamten Textil-Lieferkette".

Damit soll sichergestellt werden, dass die einzelnen Produktionsschritte ohne ausbeuterische Arbeit oder den Einsatz von stark umweltschädlichen Substanzen erfolgten. Konkret gilt der Leitfaden für die Beschaffung von Bekleidung wie Arztkittel oder Polizeiuniformen, von Bettwäsche und Matratzen.

Nicht darunter fallen wiederum Sondertextilien wie Schutzkleidung oder Zelte, Rucksäcke sowie der Textilanteil von Möbeln oder Fahrzeugen.

Bequem vom Sofa aus im Internet shoppen - Onlinehandel macht's möglich. Die Folge: Unmengen von Verpackungsmüll, Lieferfahrzeuge verstopfen die Straßen, und in den Städten gehen Läden pleite.

Beitragslänge:
30 min
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100 Prozent der Textilien sollen fair produziert sein

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bezifferte das Beschaffungsvolumen von Bund, Ländern und Kommunen insgesamt auf jährlich 500 Milliarden Euro. Er forderte, dass bei den Textilien bis 2030 eine 100 Prozent nachhaltige Beschaffungsquote erreicht wird.

Ein jährlicher Fortschrittbericht und ein Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Bund, Länder und Kommunen sollte die Umsetzung begleiten.
Gerd Müller, Entwicklungsminister (CSU)

Müller hob hervor, dass Deutschland mit rund neun Prozent der globalen Bekleidungsimporte zu den wichtigsten Nachfragemärkten der Welt gehöre. Dabei würden 90 Prozent der Textilien in Asien oder Afrika hergestellt, wo vielerorts ausbeuterische Arbeitsbedingungen herrschten und der Einsatz giftiger Chemikalien noch immer Praxis sei.

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