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Auftrag für Rüstungskonzern KMW : Regierung genehmigt Ukraine Haubitzen-Kauf

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Die Bundesregierung hat die Ausfuhr von 18 Haubitzen aus deutscher Produktion an die Ukraine genehmigt. Die Waffen sind jedoch frühestens nach 30 Monaten zur Auslieferung bereit.

Sachsen-Anhalt, Klietz: Die Panzerhaubitze RCH 155 des Herstellers Krauss-Maffei Wegmann fährt bei einer Vorführung zur Schießbahn auf dem Truppenübungsplatz bei Stendal.
Sachsen-Anhalt, Klietz: Die Panzerhaubitze RCH 155 des Herstellers Krauss-Maffei Wegmann fährt bei einer Vorführung zur Schießbahn auf dem Truppenübungsplatz bei Stendal.
Quelle: dpa

Trotz immer lauter werdender Forderungen auch aus der eigenen Koalition wollen Bundeskanzler Olaf Scholz und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht der Ukraine weiter keine Kampfpanzer westlicher Bauart überlassen. "Wir werden bei allem, was wir tun, keine Alleingänge machen", sagte Scholz im Deutschlandfunk.

Der SPD-Politiker hob dabei die bereits geleistete Unterstützung hervor. Gerade die Waffen, die Deutschland zur Verfügung gestellt habe, hätten "den Unterschied gemacht und die Erfolge, die jetzigen Erfolge, die die Ukraine verzeichnet, auch ermöglicht", sagte Scholz. Deshalb mache es "Sinn, dass wir dort weitermachen".

Lambrecht: "Machen alles möglich, was wir können"

Auch Lambrecht bekräftigte die deutsche Unterstützung für die Ukraine. "Wir machen alles möglich, was wir können: Wir liefern Waffen aus den Beständen der Bundeswehr, aus der Industrie und über den Ringtausch", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Deutschland werde unter anderem zwei zusätzliche Mehrfachraketenwerfer und 50 gepanzerte Fahrzeuge liefern. Die Ukraine wünscht sich seit langem vom Westen moderne Kampfpanzer.

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Zu den Forderungen der Ukraine, auch Kampfpanzer westlicher Bauart wie den Leopard 2 zu liefern, sagte Lambrecht: "Wir wollen keinen deutschen Alleingang und wir werden solche Entscheidungen immer in Abstimmung mit unseren Partnern treffen." Bisher habe auch noch kein anderes Land Schützen- oder Kampfpanzer westlicher Bauart geliefert.

Es sei wichtig, dass die ukrainischen Truppen mit dem gelieferten Gerät "schnell und ohne lange Ausbildung kämpfen" könnten.

Deswegen machen wir den Ringtausch mit Tschechien, der Slowakei und jetzt auch mit Griechenland.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht

Bundesregierung genehmigt Kiew Kauf von Haubitzen

Unterdessen wurde bekannt, dass die Bundesregierung der Ukraine den Kauf von Haubitzen aus deutscher Produktion genehmigte. Ein Regierungssprecher sagte auf Anfrage: "Wir können bestätigen, dass eine Genehmigung zur Ausfuhr von 18 Haubitzen vom Typ RCH-155 erteilt wurde."

[Ex-US-General Hodges im ZDF-Interview: "Russen haben nicht den Kampfwillen"]

Die "Welt am Sonntag" hatte zuvor unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente darüber berichtet. Demnach geht es um einen geplanten Auftrag Kiews beim Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) im Wert von 216 Millionen Euro. Die Haubitzen könnten allerdings frühestens in zweieinhalb Jahren ausgeliefert werden.

Melnyk begrüßt Entscheidung

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk begrüßte die Entscheidung der Ampel-Koalition. "Damit wird ein großer Beitrag geleistet, um die Schlagkraft der Armee zu stärken", schrieb Melnyk auf Twitter.

Er fügte hinzu, er "hoffe, dass weitere Zusagen folgen". Die Bundesregierung hat bereits zehn Panzerhaubitzen 2000 an die Ukraine geliefert.

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