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Bundestagswahl - Chrupalla ist Spitzenkandidat der Sachsen-AfD

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Die AfD in Sachsen hat Tino Chrupalla zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl nominiert.

Tino Chrupalla auf dem Parteitag der AfD Sachsen
Tino Chrupalla auf dem Parteitag der AfD Sachsen
Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens AfD geht mit Bundeschef Tino Chrupalla an der Spitze in die Bundestagswahl. Der 45-Jährige erhielt am Samstag auf einem Parteitag in Dresden 547 von 706 möglichen Stimmen und damit 77,5 Prozent. Chrupalla hatte auf Platz 1 der Landesliste keinen Kontrahenten.

Wir wollen Regierungsverantwortung übernehmen, aber nicht um jeden Preis.

Das rief Chrupalla den gut 700 Mitgliedern zu.

Gauland: "Nicht spalten lassen"

Zu Beginn der Listenaufstellung warnte Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland seine Partei vor einer Spaltung und mahnte zu Geschlossenheit: "Wir müssen zusammenhalten. Wir dürfen uns nicht in zwei oder mehr Lager spalten lassen. Es gibt nur eine AfD", sagte er.

Zur Partei gehörten Nationalkonservative und Liberalkonservative genauso wie Nationalliberale und "Sozialpatrioten". Der Verfassungsschutz wolle die AfD zwingen, sich von "sogenannten Radikalen" zu trennen, sagte Gauland:

Wenn wir die AfD an den Wünschen des Verfassungsschutzes ausrichten, ist das Experiment AfD gescheitert.

"Es ist klug, sich von Torheiten und manch schrillen Tönen zu verabschieden, aber falsch, den Vorgaben dieser Behörde zur Verfassungsmäßigkeit zu folgen."

Kritik an Präsenzparteitag

Der sächsische AfD-Chef Urban begrüßte die Mitglieder in der "Hauptstadt des Widerstandes" - so bezeichnet die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung Dresden. Urban verwies darauf, dass die AfD in Sachsen unterdessen als Verdachtsfall des Verfassungsschutz eingestuft ist. Man habe gewusst, dass die Beobachtung kommen werde: "Dieser äußere Druck darf uns nicht spalten. Er sollte dazu dienen, die Reihen noch enger zu schließen, zusammenzuhalten, sich gegenseitig zu unterstützen."

Archiv: Das Logo der AfD wird beim Bundesparteitag auf einen Vorhang projeziert.

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Im Vorfeld hatte es Kritik an der AfD gegeben, weil sie auf einen "Präsenzparteitag" mit Mitgliedern bestand. Sie musste bei der Stadt ein Hygienekonzept einreichen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten die Vorgaben am Vormittag.

Sie überprüften auch die Atteste Dutzender AfD-Mitglieder, die ohne Maske im hinteren Teil der Halle separiert wurden und Warnwesten tragen mussten.

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