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Machtkampf in der Union : Die CDU spricht von "Sabotage" und "Spaltung"

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Nach der Wahlniederlage rumort es gewaltig in der Union. Friedrich Merz nennt die CSU "rüpelhaft". CDU-Politiker Roderich Kiesewetter warnt sogar vor einer "Spaltung der Union".

Nach der Rückzugsankündigung von Parteichef Armin Laschet wird der Ton in der CDU rauer. CDU-Politiker Roderich Kiesewetter kritisiert insbesondere die CSU und Markus Söder - auch wenn er ihn nicht direkt beim Namen nennt. Kiesewetter sagt der ZDF-Sendung "Berlin direkt":

Zuerst müssen wir alles tun, dass diejenigen, die die Geschlossenheit zerstört haben, die die Demontage und Sabotage betrieben haben, in sich gehen.

Kiesewetter sagt, er wolle zwar nicht davon sprechen, dass die kritischen Stimmen "zur Rechenschaft gezogen werden" sollten. Wohl aber hätten sie "einen Scherbenhaufen hinterlassen". Sollte die Union das nicht schaffen, "droht die Spaltung", so Kiesewetter.

CDU-Politiker Roderich Kiesewetter kritisiert den Zustand der Union. Einige hätten "Demontage" und "Sabotage" betrieben. Der Union droht eine Spaltung, sagt er im ZDF.

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Merz kritisiert CSU als "rüpelhaft"

Am Wochenende hatte CSU-Chef Markus Söder auf einer Versammlung der Jungen Union (JU) geredet. Den anwesenden JU-Vorsitzenden Tilman Kuban hatte er dabei als den "quasi CDU-Vorsitzenden" angesprochen, wollte dies aber nicht als Stichelei verstanden wissen. Söder sagte allerdings auch, am Ende hätten die Deutschen "einen anderen Kanzlerkandidaten" gewollt.

Äußerungen wie diese nennt CDU-Politiker Friedrich Merz "stillos, respektlos und streckenhaft rüpelhaft". In seinem Newsletter kritisiert er das Verhalten der Schwesterpartei CSU im Wahlkampf: "Das Jahr 2021 markiert einen Tiefpunkt unserer Zusammenarbeit und unseres Umgangs miteinander." Merz gilt als einer der Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz. Auch Norbert Röttgen und Jens Spahn werden genannt.

Schäuble gegen Basisbefragung, Amthor dafür

Am Montag kommt in Berlin das CDU-Präsidium zusammen. Dort will Armin Laschet seine Pläne zur personellen Neuaufstellung der Partei präsentieren. Laschet hatte dazu am Donnerstag auch einen Parteitag angekündigt. Er wolle diesen Prozess moderieren - allerdings gilt es als fraglich, ob Laschet das noch gelingt.

Anders als Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble fordern jüngere CDU-Mitglieder mehr Einfluss der Basis. "Die 400.000 Mitglieder, die die CDU hat, müssen Ausgangspunkt der personellen Erneuerung sein", sagt CDU-Politiker Philipp Amthor im ZDF. Amthor spricht sich für einen Generationenwechsel aus. Ob es am Ende wirklich den einen Konsenskandidaten geben werde, wie von Armin Laschet vorgeschlagen, müsse man sehen.

All zu geordnet dürfte die Suche nach einem neuen CDU-Chef also nicht ablaufen.

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