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CDU-Wahlergebnis - Günther: Situation in der CDU ist dramatisch

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Die CDU hat "Reformbedarf", sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther angesichts des schlechten Wahlergebnisses. Eine Personaldebatte fordert er jedoch nicht.

Daniel Günther am 28.09.2021 in Hamburg
Daniel Günther (CDU) fordert, man müsse "das schlechte Wahlergebnis aufarbeiten".
Quelle: dpa

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht die CDU in einer sehr ernsten Lage. "Die Situation ist aus meiner Sicht dramatisch. Eine CDU, die weniger als 25 Prozent holt, hat selbstverständlich Reformbedarf", sagte er im Interview der "Kieler Nachrichten".

Unions-Fraktionschef Brinkhaus wurde am gestrigen Abend bis Ende April wiedergewählt. Und auch Armin Laschet soll offenbar vorerst Parteichef bleiben. Mathis Feldhoff hat Details.

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Wenn die Union dauerhaft Volkspartei bleiben wolle, dann heiße das definitiv Erneuerung, also "wichtige Themen zu besetzen und als Union wieder erkennbarer zu werden. Es muss jedem klar sein, dass dieser Prozess jetzt eine extrem wichtige Bedeutung hat." Die Union müsse aber in der Mitte verortet bleiben, sagte Günther.

Dann gewinnen wir wieder die Herzen der Menschen. Genau mit diesem Weg wird man auch die AfD wieder kleinbekommen.
Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Günther: Aufarbeitung statt Personaldebatte

Eine Personaldebatte fordere er nicht, aber natürlich müsse man das schlechte Wahlergebnis aufarbeiten, so Günther. "Die Leute sind nicht scharenweise zu uns gekommen und haben gesagt, wegen Armin Laschet wähle ich CDU. Das muss man sicherlich bei der Aufarbeitung des Wahlergebnisses besprechen."

Jetzt gehe es dennoch erst einmal um Deutschland. "Das heißt, es muss eine Regierung gebildet werden, und dafür müssen wir als Union handlungsfähig sein und mit unserem Spitzenkandidaten Armin Laschet für solche Gespräche zur Verfügung stehen."

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet steht an einem Rednerpult und hat gestikulierend die Hände erhoben.

Reaktionen auf CDU-Niederlage - Kritik an Laschet aus den eigenen Reihen 

"Ziemliches Desaster": Unter anderem der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) findet klare Worte über den Wahlausgang und den Kanzlerkandidaten der Union.

Günther stellt sich hinter Laschet

Das Wahlergebnis sei schlecht, daher leiteten sich daraus überhaupt keine Ansprüche ab, sondern es gehe darum, für eine Regierungsbildung gesprächsbereit zu sein. Günther sagte, er sei kein Laschet-Kritiker, sondern habe ihn immer zu allen Zeitpunkten unterstützt.

Es sei wichtig, dass eine Partei geschlossen in Wahlkämpfe ziehe. Hierin liege auch eine Ursache für das "nicht so tolle" Ergebnis, so der Ministerpräsident.

Wir werden nicht immer als Partei wahrgenommen, in der alle an einem Strang ziehen.
Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Stefan Leifert, Leiter des ZDF-Landesstudio Bayerns, charakterisiert das Verhalten von Markus Söder als maximales Abrücken. Söder wolle Laschet als "stillosen Verlierer" darstellen und sich als starker Mann in der künftigen Union etablieren, so Leifert.

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ZDFheute Update

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