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Neuaufstellung der CDU - Fraktionsvize Frei: Basis mehr einbeziehen

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Bei der Neuaufstellung der CDU müssten die Parteimitglieder mehr Mitsprache bekommen, fordert Unionsfraktionsvize Frei. Denn wichtig sei, dass die neue Führung Rückhalt hat.

Thorsten Frei (CDU/CSU), Unions-Fraktionsvize, spricht in der Plenarsitzung des Deutschen Bundestages.
Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei im Bundestag.
Quelle: Gregor Bauernfeind/dpa (Archiv)

Wenn die Spitzengremien der CDU als Folge der Wahlniederlage über eine neue Parteiführung beraten, plädiert Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) für eine stärkere Mitsprache der Parteibasis. "Konferenzen mit der Basis reichen nicht aus", sagte er den Funke-Zeitungen.

Frei sprach sich vor den Beratungen der Parteispitze für Besonnenheit aus. Wichtig sei: "Eine Hängepartei über eine Entscheidung an der Parteiführung darf es nicht geben."

Frei: CDU muss handlungsfähig werden

"Bei der Neuaufstellung der CDU-Führung müssen wir ernsthaft darüber diskutieren, wie die Mitglieder der Partei mehr Mitsprache erhalten", sagte Frei.

Ein Mitgliedervotum über den Parteivorsitz hat Potenzial, birgt aber auch Risiken.
Thorsten Frei, Unionsfraktionsvize

Beim "Neuanfang" helfe "weder ein Scherbengericht noch ein kompletter Austausch der Parteiführung von heute auf morgen", sagte er. "Klar ist, dass die CDU schnell handlungsfähig werden muss mit einem Team an der Spitze, das auch an der Parteibasis Rückhalt hat."

Althusmann: Sonderparteitag im Dezember

Der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann forderte in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) einen Sonderparteitag "möglichst im Dezember, spätestens im Januar". Auch er zeigte sich für eine Mitsprache der Parteibasis offen:

"Ich gehe davon aus, dass das Präsidium einen klaren Zeitplan beschließen wird, der den Weg bis zu einem Sonderparteitag aufzeigt", sagte Althusmann der Deutschen Presse-Agentur.

Nach der Wahlniederlage rumort es gewaltig in der Union. Friedrich Merz nennt die CSU "rüpelhaft". CDU-Politiker Roderich Kiesewetter warnt sogar vor einer "Spaltung der Union".

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Laschet: Neuanfang mit neuen Persönlichkeiten

Noch-Parteichef Armin Laschet will Präsidium und Vorstand einen Plan für einen Sonderparteitag unterbreiten, bei dem die Parteispitze neu besetzt werden könnte. Als Ziel hatte Laschet ausgegeben, "dass wir mit neuen Persönlichkeiten einen Neuanfang machen".

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther winkt als möglicher Nachfolger Laschets bereits ab. Der Unionspolitiker sagte der "Welt":

Ich bin gerne bereit, bei der Neuaufstellung im Bund zu helfen, aber nicht in vorderster Front.
Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Günther wurde zuletzt neben Wirtschaftsexperte Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn, Außenexperte Norbert Röttgen und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus für den CDU-Vorsitz gehandelt.

Heveling: Union braucht keine "Treuhänder"

Der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling sprach sich den Funke-Zeitungen zufolge gegen eine ebenfalls diskutierte Interimslösung an der Spitze der Partei aus: Die Union brauche keinen "Treuhänder", sie brauche "eine Parteiführung, die rasch das inhaltliche Profil als christdemokratische Volkspartei gewährleistet".

Auch der CDU-Innenstaatssekretär und bisherige NRW-Landesgruppenchef Günter Krings sprach sich gegen einen Übergangs-Parteichef aus. Die CDU sollte "niemanden wählen, dem wir dieses Amt nicht zutrauen", sagte Krings dem RND:

Ein CDU-Vorsitzender muss immer kanzlertauglich sein. So viel Selbstbewusstsein sollten wir auch aktuell noch haben.
Günter Krings, NRW-Landesgruppenchef
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