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CDU-Debatte bei "Lanz" - Jürgen Trittin: "Hat Laschet noch Prokura?"

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Jürgen Trittin (Grüne) hinterfragt die Handlungsfähigkeit der CDU und betont die Wichtigkeit einer konservativen Volkspartei. Berlins CDU-Chef Wegner sieht die Union "bereit".

Grünen-Politiker Jürgen Trittin diskutiert mit dem ZDF-Moderator Markus Lanz in dessen Talkshow.
Grünen-Politiker Jürgen Trittin bei Markus Lanz.
Quelle: Markus Hertrich

Aktuell führen SPD, Grüne und FDP Sondierungsgespräche für eine Ampelkoalition. Für diesen Freitag wird eine "Entscheidungsgrundlage" erwartet, wie die Generalsekretäre der drei Parteien am Dienstag bekanntgaben.

Der CDU-Parteivorsitzende Armin Laschet hatte eine Neuaufstellung seiner Partei angekündigt und dennoch Bereitschaft für Jamaika-Sondierungen gezeigt. Grünen-Politiker Jürgen Trittin befand bei Markus Lanz im ZDF, die CDU werde durch "Uneinigkeit in den eigenen Reihen" zerrissen.

"Es gibt im Osten diejenigen, die ihr Problem mit der Konkurrenz durch die AfD haben und eine stärkere konservative Profilierung einfordern. Es gibt die bayerische CSU, die ein Programm fährt, was im Wesentlichen heißt: Bayern zuerst", so Trittin.

Trittin: Deutschland braucht konservative Volkspartei

Und weiter: "Und es gibt andere Teile der Union, die in den Städten sagen: Wir haben einen dringenden Modernisierungsbedarf. Das zerreißt diese Partei". Der Politiker ist der Meinung: "Deutschland braucht eine demokratische, konservative Partei des Zuschnitts, Volkspartei zu sein."

Langfristig ist es im Interesse aller Parteien, dass die Union diese Krise irgendwann überwindet
Jürgen Trittin, Grünen-Politiker

Um einen innerparteilichen Generationenwechsel zu ermöglichen, hatten Annegret Kramp-Karrenbauer und Peter Altmaier angekündigt, auf ihre Bundestagsmandate zu verzichten. Wolfgang Schäuble gab bekannt, keine führende Rolle in der CDU mehr spielen zu wollen.

SPD, Grüne und FDP haben heute ihre Sondierungen über eine Ampel-Koalition fortgesetzt. Was sie zum Stand der Beratungen zu sagen haben.

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15 min
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Wegner: CDU geht es nicht um Machterhalt

Darauf angesprochen sagte Berlins CDU-Chef Kai Wegner bei Markus Lanz, der CDU ginge es nicht um Machterhalt. Denn: "Wir haben gar keine Chance zurzeit. Zurzeit gibt es drei Parteien, die sondieren. Wir müssen uns bereithalten, eine starke Opposition abbilden zu können."

Kai Wegner pflichtete Jürgen Trittin darin bei, dass die Union weiterhin den Anspruch haben müsse, Volkspartei zu sein. Wegner finde den vom Bundesvorstand beschlossenen Weg "gut":

Es gibt eine Kreisvorsitzendenkonferenz, wo über das weitere Verfahren gesprochen wird. Es ist jetzt so notwendig, auch die Basis mal anzuhören.
Kai Wegner, CDU-Chef Berlin

Trittin: "Hat Laschet noch Prokura?"

Als es am Dienstagabend bei Markus Lanz um ein mögliches Scheitern der Ampel-Sondierungen ging, bemerkte Jürgen Trittin mit einem Seitenhieb gegen Markus Söder: "Wir haben zurzeit eine Situation von schwierigen, aber nicht unlösbaren Verhandlungen."

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Jürgen Trittin hinterfragt: "Wen ich bei der Union anrufen sollte, wüsste ich nicht. Hat jemand wie Armin Laschet noch Prokura oder muss ich beim Stellvertreter in München nachfragen?"

Wegner: "Union ist handlungsfähig"

Kai Wegner wandte sich Trittin zu: "Sie könnten aber Armin Laschet anrufen. Er würde das dann im Präsidium und Bundesvorstand besprechen. Die Union wäre handlungsfähig und bereit, Verantwortung zu übernehmen – unabhängig von Personen."

Aber Wegner sagte bei Lanz ebenfalls: "Dass wir auf eine Ampelkoalition im Bund zusteuern", sei jedoch wahrscheinlich.

Auch Schiftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich übte bei Markus Lanz Kritik an der CDU, aber auch an der neuen Sprecherin der Grünen Jugend, Sarah-Lee Heinrich. Ihre Aussagen im Video:

Schriftstellerin Elke Heidenreich kritisiert bei Markus Lanz die Floskeln der CDU. Kai Wegner, CDU-Landesvorsitzender von Berlin, hält dagegen.

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