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Zwölf Euro Mindestlohn - CDU-Wirtschaftsrat warnt vor Kostenschock

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Der CDU-Wirtschaftsrat warnt vor einer Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro. Vielen Unternehmen drohe dann ein Lohnkosten-Schock, was zu Jobverlusten führen könne.

Ein Bautrupp der Bahn arbeitet an Gleisen auf der Zugstrecke zwischen Essen und Duisburg.
Gleisarbeiter auf der Zugstrecke zwischen Essen und Duisburg.
Quelle: dpa

Der Unternehmerverband Wirtschaftsrat der CDU warnt eindringlich vor einer Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro. Dies wäre "ein eklatanter Verstoß gegen die Tarifautonomie", sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Vielen Unternehmen drohe dadurch ein "Lohnkosten-Schock", der zu Jobverlusten führen würde. Gerade für viele kleine und mittelständische Unternehmen, die von der Shutdown-Politik schwer getroffen wurden, wäre ein politisch verordneter Lohnkosten-Schock fatal.

Da geht man täglich zur Arbeit, aber am Monatsende bleibt vom Lohn kaum was übrig. Und schon rutscht man in die Miesen. Immer mehr Menschen fühlen sich trotz Vollzeitjob von Armut bedroht.

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Weiteres Anheizen der Inflation?

"Entweder werden diese Unternehmen dann Personal entlassen, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben. Oder sie müssten die Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben, was die ohnehin schon stark steigende Inflation weiter anheizen würde."

Der 2015 eingeführte gesetzliche Mindestlohn wird von einer politisch unabhängigen Kommission festgelegt. Er lag eingangs bei 8,50 pro Stunde und wurde mittlerweile auf 9,60 Euro erhöht. Bisher war eine weitere Anhebung auf 10,45 Euro bis Juli 2022 geplant. In ihren Sondierungsgesprächen visieren SPD, Grüne und FDP nun eine Erhöhung auf zwölf Euro "im ersten Jahr" einer gemeinsamen Regierung an.

Mindestlohn, keine Steuererhöhungen, kein Tempolimit: Die Ampel-Sondierer haben sich auf ein Papier geeinigt. Hier sind die wichtigsten Punkte im Überblick.

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Verbrauchern drohen auch Nachteile

Dies dürfe "unter keinen Umständen Eingang in den Koalitionsvertrag finden", warnte Steiger. Denn wenn nun "die Löhne zum Spielball der Politik werden", würden darunter auch Beschäftigte und Arbeitslose leiden, weil Stellen verloren gingen. Auch für Verbraucher würden sich Nachteile durch noch stärker steigende Preise ergeben.

Der Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde ist eine zentrale Forderung der SPD. Auch die Grünen sind für eine Erhöhung. Die FDP ist dem Schritt nicht mehr grundsätzlich abgeneigt. Parteichef Christian Lindner sprach von einer "einmaligen Ausnahme" vom Prinzip der unpolitischen Festlegung des Mindestlohns.

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