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Bundestagswahlkampf - Merkel: "Gewaltiger Unterschied" zu Scholz

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Knapp vier Wochen vor der Bundestagswahl schaltet sich die Kanzlerin ein und geht SPD-Kandidat Scholz an, weil er eine Koalition mit der Linken nicht kategorisch ausschließt.

Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt vor einem gemeinsamen Gespräch mit dem österreichischen Bundeskanzler Kurz im Bundeskanzleramt ein Statement ab.
Kanzlerin Merkel distanziert sich deutlich vom Versuch des SPD-Kanzlerkandidaten Scholz, sich im Wahlkampf als legitimen Nachfolger im Amt zu präsentieren.
Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wegen dessen Haltung zur Linkspartei kritisiert. Es würde mit ihr nie eine Koalition geben, an der die Linkspartei beteiligt wäre, sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

Mit mir als Bundeskanzlerin würde es nie eine Koalition geben, in der die Linke beteiligt ist. Und ob dies von Olaf Scholz so geteilt wird oder nicht, das bleibt offen.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Das antwortete Merkel auf eine Reporterfrage bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Scholz ist Vizekanzler und Finanzminister in Merkels Regierung.

In dem Zusammenhang ist es einfach so, dass da ein gewaltiger Unterschied für die Zukunft Deutschlands zwischen mir und ihm besteht.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Merkel: Es bedarf klarer Aussagen

Sie wolle deutlich sagen, "dass es für die Zukunft und gerade in diesen Zeiten auch sehr klarer Aussagen über die Fortführung von Regierungsarbeiten egal in welcher Konstellation bedarf. Und dass, wenn man sozusagen sich auf mich beruft, es einen Unterschied gibt", sagte Merkel weiter.

Das System Scholz: beharrlich sein, Ausdauer zeigen, Tiefschläge bis zur Selbstverleugnung wegstecken.

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Zugleich betonte die Kanzlerin, sie freue sich, dass Scholz anerkenne, was man in der Großen Koalition geleistet habe. Man habe da eine Menge miteinander bewegt. "Dass darüber seitens der SPD positiv gesprochen wird, das war nicht immer so in der Vergangenheit. Aber das ist gut, dass das so ist", sagte Merkel.

Vorwurf der "Erbschleicherei"

CSU-Chef Markus Söder und auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hatten gegen Scholz den Vorwurf der "Erbschleicherei" erhoben. Bouffier hatte am Vortag gesagt, Finanzminister Scholz sei Mitglied der Regierung und versuche, "sowas Ähnliches wie Angela Merkel" zu machen.

"Aber das ist eine Art politische Erbschleicherei. Das werden wir deutlich machen." Scholz hatte sich für das "SZ Magazin" kürzlich mit zur Raute gefalteten Händen fotografieren lassen - dem Markenzeichen von Merkel.

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von Robert Meyer
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