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Kampf um Direktmandate - Maaßen scheitert, Scholz schlägt Baerbock

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Baerbock, Klöckner, Amthor, Altmaier: Viele prominente Politiker verlieren ihre Direktmandate. Wer schafft es dennoch in den Bundestag? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer?

Hans-Georg Maaßen polarisiert auch in der Union. Archivbild
Hans-Georg Maaßen. Archivbild
Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Bundestagswahl war in vielen Wahlkreisen auch ein Kampf prominenter Kandidaten um Direktmandate. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? ZDFheute mit einem Überblick.

CDU-Landeschefin Klöckner scheitert in Bad Kreuznach

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ist bei der Bundestagswahl als Direktkandidatin in Rheinland-Pfalz gescheitert: Sie  erreichte im Wahlkreis Kreuznach laut Landeswahlleiter nur 29,1 Prozent - und verlor damit gegen den Konkurrenten von der SPD. Klöckner ist jedoch über die Landesliste der CDU abgesichert, auf der sie auf Platz eins steht. Die beiden ersten Plätze dürfen diesmal in den Bundestag einziehen.

Keine Direktmadate für Kramp-Karrrenbauer und Braun

Mit Kanzleramtschef Helge Braun und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verpassten zwei weitere Kabinettsmitglieder der CDU die Direktmandate. Braun bekam in seinem hessischen Wahlkreis Gießen 29,6 Prozent der Erststimmen. Im Wahlkreis Saarbrücken verlor Kramp-Karrenbauer mit 25,1 Prozent der Stimmen. Kramp-Karrenbauer hatte das Direktmandat im Wahlkreis Saarbrücken für die CDU zurückerobern wollen, nachdem dieses 2017 an die SPD gegangen war.

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Scholz schlägt Baerbock im Wahlkreis Potsdam Baerbock

Olaf Scholz hat den Wahlkreis Potsdam als Direktkandidat mit deutlichem Vorsprung für sich entschieden. Scholz kam bei der Bundestagswahl am Sonntag auf 34,0 Prozent, wie der Landeswahlleiter Brandenburg mitteilte. Auf dem zweiten Platz in dem Promi-Wahlkreis lag Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit 18,8 Prozent. Das Ergebnis im Wahlkreis 61 (Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II) wurde bundesweit mit Spannung verfolgt, da gleich zwei Kanzlerkandidaten um ein Mandat rangen.

Die Grünen erreichen ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl - wie geht es nun weiter? Die stellvertretende Bundesvorsitzende Ricarda Lang im Gespräch.

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Ehemaliger Merkel-Wahlkreis geht an SPD

Nach mehr als 30 Jahren hat die CDU bei einer Bundestagswahl nicht das Direktmandat in Angela Merkels bisherigem Wahlkreis geholt. Für den Wahlkreis 15 zieht nun die 27-jährige Anna Kassautzki von der SPD mit 24,3 Prozent der Erststimmen in den Bundestag ein, wie auf der Homepage der Landeswahlleiterin veröffentlicht wurde.

Auf Platz zwei landete im Wahlkreis Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I Merkels Nachfolger als CDU-Direktkandidat, der 33-jährige Georg Günther. Für ihn stimmten 20,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Er lag damit nur knapp vor Leif-Erik Holm von der AfD (19,9 Prozent).
Die scheidende Bundeskanzlerin holte seit 1990 acht Mal in Serie das Bundestagsdirektmandat in Vorpommern. Dieses Jahr war sie nicht mehr zur Wahl angetreten.

Am Tag nach der Bundestagswahl thematisiert das "ZDF spezial: Deutschland hat gewählt" die wichtigsten Fragen. Was bedeutet das Ergebnis für die Regierungsbildung?

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Schlappe für Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen

Ex-Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (CDU) ist mit seiner Kandidatur für ein Direktmandat im Bundestag deutlich gescheitert. Der umstrittene CDU-Politiker kam nach Auszählung aller Stimmen im südthüringer Wahlkreis 196 auf 22,3 Prozent der Erststimmen. Sein SPD-Kontrahent, der Olympiasieger und Ex-Biathlon-Bundestrainer, Frank Ullrich, holte das Direktmandat mit 33,6 Prozent der Erststimmen.

Über die thüringische CDU-Landesliste ist Maaßen nicht abgesichert. Er schneidet aber besser ab als seine Partei, die mit 16,5 Prozent der Zweitstimmen hinter AfD und SPD landet.

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Maas entscheidet Minister-Duell gegen Altmaier für sich

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat das Duell gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um das Direktmandat im Wahlkreis Saarlouis gewonnen. Maas kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 36,7 Prozent der Stimmen, Altmaier auf 28,0, wie die Landeswahlleiterin am Sonntagabend mitteilte.

Es war das bundesweit einzige Duell zweier Bundesminister um ein Direktmandat für den Bundestag. Bei der Bundestagswahl 2017 war es noch andersherum: Damals war Altmaier als Sieger vom Platz gegangen. Maas (55) war damals über die SPD-Landesliste in den Bundestag gerückt. Sowohl Maas als auch Altmaier kommen gebürtig aus dem Kreis. Altmaier kandidiert auch auf Platz zwei der saarländischen CDU-Landesliste.

Eine Wählerin wirft ihren Stimmzettel in einem Wahllokal in die Wahlurne in Nordrhein-Westfalen.

Wahlanalyse zur Bundestagswahl - SPD-Erfolg und CDU/CSU-Debakel  

Die SPD könnte der schwächste Wahlsieger aller Zeiten werden, für die Union ist das Ergebnis ein Debakel. Die Grünen legen zu und bleiben doch hinter den Erwartungen. Die Analyse.

Özdemir und Habeck gewinnen Direktmandate

Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir hat das Direktmandat für die Grünen in Stuttgart geholt. Bis zu dieser Bundestagswahl hatten ausschließlich CDU und SPD Direktmandate in Baden-Württemberg erobert. Auch der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck gewann erstmals in Schleswig-Holstein für seine Partei ein Direktmandat.

Lindner in Wahlkreis nur Vierter

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat bei der Bundestagswahl erneut ein Direktmandat deutlich verfehlt. Der 42-Jährige kam im Rheinisch-Bergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) auf 16,8 Prozent - und landete damit auf dem vierten Platz. Als Spitzenkandidat seiner Partei zieht er über die Landesliste dennoch in den Bundestag ein. Das Direktmandat in dem Wahlkreis nahe Köln gewann erneut der CDU-Politiker Hermann-Josef Tebroke mit 30,0 Prozent. 

Direktmandate sichern Linken Einzug ins Parlament

Für die Linke gewannen Gregor Gysi (Berlin), Gesine Lötzsch (Berlin) und Sören Pellmann (Leipzig) Direktmandate - und sicherten ihrer Partei über eine Sonderregel immerhin 39 Sitze im Bundestag. Ohne die Wahlkreissiege wäre die Partei aus dem Parlament geflogen, weil sie bundesweit nur auf 4,9 Prozent kam.

Der Spitzenkandidat der Linken, Dietmar Bartsch, hat im Wahlkreis 14 Rostock - Landkreis Rostock II dagegen das Direktmandat verpasst. Der bisherige Fraktionschef seiner Partei im Bundestag erhielt 18,2 Prozent der Erststimmen. Seine SPD-Konkurrentin Katrin Zschau kam auf 27,0 Prozent und löste damit das Ticket für Berlin.

AfD erfolgreich im Osten

Sechzehn Direktmandate gewann auch die AfD - nach nur drei bei der Wahl 2017. Parteichef Tino Chrupalla verteidigte seinen Wahlkreis im sächsischen Görlitz, die übrigen AfD-Wahlkreise liegen ebenfalls in Sachsen sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Für Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel reichte es im Wahlkreis Bodensee mit 9,2 Prozent der Stimmen nicht. Auch sie kommt über die Landesliste in den Bundestag.

Deutscher Bundestag mit Wahlkreiskarte und Balkendiagrammen
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Live-Grafiken zur Bundestagswahl - Alle Ergebnisse aus Bund und Wahlkreisen 

Live-Ergebnisse zur Bundestagswahl: Welche Kandidierenden haben welchen Wahlkreis gewonnen? Welche Partei schneidet bundesweit und bei Ihnen vor Ort am besten ab?

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