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Zum 65. Gründungstag - AKK würdigt Truppe für Rolle in Gesellschaft

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Die Bundeswehr wird 65: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer würdigte ihre Rolle für die Gesellschaft. Bundespräsident Steinmeier lobte ihren Einsatz den in der Pandemie.

Annegret Kramp-Karrenbauer am 12.11.2020 in Berlin
Annegret Kramp-Karrenbauer beim feierlichen Gelöbnis vor dem Schloss Bellevue in Berlin.
Quelle: Reuters

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat zum 65. Gründungstag der Bundeswehr die eigenständige, an den Grundwerten der Demokratie orientierte Tradition der Truppe betont.

Vorbildliches militärischen Handeln sei immer diesen Werten verbunden, sagte die CDU-Vorsitzende bei einem feierlichen Gelöbnis vor dem Schloss Bellevue in Berlin. "Treue, Tapferkeit, Gehorsam und Pflichterfüllung bleiben nur dann zeitlose soldatische Tugenden, wenn ihr Zweck in der Verteidigung von Freiheit und Demokratie liegt. Und wenn über ihren Einsatz im offenen, demokratischen Diskurs entschieden wird."

Vor 65 Jahren wurde die Deutsche Bundeswehr gegründet. Die Geschichte rund um die stärkste westeuopäische Streitkraft in den 1980er Jahren ist auch mit Pannen bestückt.

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AKK: Deutschland hat "gefestigte Demokratie"

Kramp-Karrenbauer betonte, sie sage dies "mit Blick auf jene Wenige, die versuchen, für das Traditionsverständnis der Bundeswehr aus anderen, vergifteten Quellen zu schöpfen". Die Idee des Soldatentums habe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland "zu unserem großen Glück einen sehr fundamentalen Wandel erfahren".

Die Verteidigungsministerin sagte, Deutschland, seine Menschen und seine Institutionen hätten in den vergangenen Jahrzehnten auch harte Proben bestanden und eine gefestigte Demokratie geschaffen. Daher könne man auch mit Freude und Stolz auf 65 Jahre Bundeswehr zurückblicken. Kramp-Karrenbauer bezeichnete das Gelöbnis mit dem Bundespräsidenten als ein "Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung der besonderen Rolle der Bundeswehr in unserem Gemeinwesen".

Zuvor hatte die Ministerin im ARD-"Morgenmagazin" eine Modernisierung der Bundeswehr gefordert. "Die Welt um uns herum, die Herausforderungen verändern sich, und wir müssen uns mit verändern, damit wir für Schutz auch weiterhin stehen können."

Coronabedingt legten nur neun junge Soldatinnen und Soldaten das Gelöbnis ab - stellvertretend für alle Rekruten im Land. Alle anderen Gelöbnisse hatte die Bundeswehr wegen der Pandemie abgesagt. Die Bundeswehr war nur zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1955 gegründet worden. Am 12. November 1955 erhielten die ersten 101 freiwilligen Soldaten ihre Ernennungsurkunden.

Steinmeier lobt Bundeswehr auch für Pandemie-Einsatz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnte bei dem Gelöbnis vor einer Entfremdung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.

Armee und Gesellschaft dürfen sich in einer Demokratie niemals fremd werden.

Seit der Aussetzung der Wehrpflicht gebe es in unserer Gesellschaft "weniger Wissen über die Bundeswehr von heute", sagte Steinmeier. Die Bundeswehr übernehme heute mehr Verantwortung als je zuvor, "ist aber im Bewusstsein, im Alltag der allermeisten Deutschen fast unsichtbar geworden".

Steinmeier lobte den Einsatz der Bundeswehr, bei Auslandseinsätzen, aber aktuell auch in der Corona-Pandemie. Er forderte zugleich die Soldaten zu entschiedenem Eintreten gegen Extremismus in der Truppe auf.

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