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Bundeswehr nimmt Ausbildung von Kurden auf

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Entspannung in Erbil - Bundeswehr nimmt Ausbildung von Kurden auf

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Nach dem Schlagabtausch USA-Iran hatte die Bundeswehr die Ausbildung irakischer Kurden ausgesetzt. Jetzt geht es weiter. Wie es im Zentralirak weitergeht, wird noch sondiert.

Die Bundeswehr hat ihre Ausbildungsmission im nordirakischen Erbil wieder aufgenommen. Nach der Tötung des iranischen Generals Soleimani waren die Soldaten verlegt worden.

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Die Bundeswehr bildet wieder kurdische Sicherheitskräfte im Nordirak aus. Sie hatte die Ausbildung vor gut drei Wochen unterbrochen, wegen des eskalierenden Irankonflikts. Die Wiederaufnahme sei nach einer Entscheidung des Hauptquartiers der Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und zusammen mit multinationalen Partnern erfolgt, teilte die Bundeswehr mit. Der Ausbildungsbetrieb werde seit Sonntag, 6 Uhr deutscher Zeit, fortgesetzt.

In Erbil sind nach Angaben des Einsatzführungskommandos etwa 100 deutsche Soldaten im Einsatz. Sie sind Teil der internationalen Koalition gegen den IS.

Maas: Bagdad will Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes

Im Zentralirak bleibt die Ausbildung aber ausgesetzt. Von dort waren die deutschen Soldaten und Einheiten anderer Staaten abgezogen worden, nachdem die USA in der Nacht zum 3. Januar den iranischen General Ghassem Soleimani mit einem Luftangriff im Irak gezielt getötet hatten. Als Reaktion feuerte der Iran Raketen auf von US-Truppen genutzte Stützpunkte im Irak. Im nordirakischen Erbil sind rund 90 deutsche Soldaten stationiert. Auch diese Region war angegriffen worden. Das Parlament in Bagdad hatte nach dem US-Drohnenangriff auf den General für den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land votiert.

Irak: Der zerrissene Staat

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Die Regierung in Bagdad wünscht sich Außenminister Heiko Maas (SPD) zufolge aber eine Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes. Dies habe Regierungschef Adel Abdel Mahdi Vertretern der Bundesregierung bestätigt, hatte Maas im Bundestag erklärt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte in Iraks Hauptstadt Möglichkeiten für die Fortsetzung des Anti-IS-Einsatzes sondiert. Vorher hatte sie gesagt: "Wir wollen diese Mission fortführen, aber für uns ist auch klar, wir werden dies nur tun können, wenn es dazu auch das Einverständnis der irakischen Regierung gibt. Und die irakische Regierung befindet sich zurzeit in der Beratung, wie sie mit dem Votum des irakischen Parlamentes umgeht."

Ihre Aufklärungsflüge im Rahmen des internationalen Einsatzes gegen den IS hatte die Bundeswehr bereits wieder aufgenommen. Von der jordanischen Luftwaffenbasis Al-Asrak aus sind noch bis Ende März Tornado-Jets im Einsatz. Sie sollen Verstecke des IS in Syrien und im Irak aufspüren.

Wer übernimmt künftig Luftaufklärung über Irak und Syrien?

Deutschland bemüht sich zusammen mit Verbündeten um eine Fortsetzung des Einsatzes im Irak - auch um ein befürchtetes erneutes Erstarken des IS zu verhindern. Ein wichtiges Forum für die Debatte könnte die 56. Münchner Sicherheitskonferenz bieten. Deutschland wird dort nach Berichten zusammen mit den USA Gastgeber einer 2,5-stündigen Konferenz der Anti-IS-Koalition. Ziel ist es, eine gemeinsame Linie für den weiteren Kampf gegen den IS abzustimmen.

Geklärt werden muss auch, wer nach dem 31. März die Luftaufklärung über dem Irak und Syrien übernimmt, nachdem die Luftwaffe abzieht. Die SPD hatte sich mit der Forderung danach durchgesetzt. Es soll intensive Gespräche mit Italien geben, das womöglich die Luftaufklärung in der Region von der Luftwaffe übernehmen könnte. Allerdings wäre eine Bedingung, dass Deutschland die Flugzeuge zur Luftbetankung im Einsatz belässt. Letzte Entscheidungen hat die Regierung Rom aber noch nicht getroffen.

Proteste im Irak - Dutzende Menschen verletzt

Der Einsatz im Irak fällt in eine Zeit wieder zunehmender Unruhen in dem arabischen Staat. In der südirakischen Stadt Al-Nasirija kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Mehr als 70 Menschen wurden dort verletzt, als Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten eröffneten, wie es aus medizinischen Kreisen hieß. Die vom Parlament gewählte Menschenrechtskommission erklärte, dass bei der jüngsten Gewalt zwölf Demonstranten getötet worden seien.

Bei den Protesten gegen die irakische Regierung kamen seit Mitte Oktober laut Menschenrechtlern mindestens 500 Menschen ums Leben. Am Samstag lösten in Bagdad Spezialkräfte Protestlager auf, um Plätze, Straßen und Brücken wieder für den Verkehr zu öffnen. Augenzeugen berichteten von Dutzenden Verletzten durch Tränengas.

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