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Wegen Waffenkauf - 13.500 Euro: Strafbefehl gegen Lorenz Caffier

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Hat er seine Waffen gekauft oder nicht? Die Frage beschäftigt Politik und Justiz. Nun wurde gegen den Ex-Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern Strafbefehl erlassen.

Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Der damalige Innenminister Lorenz Caffier (CDU) stellt bei einer Pressekonferenz den Verfassungsschutzbericht für 2019 vor. Archivbild
Lorenz Caffier (CDU) war von 2006 bis 2020 Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern.
Quelle: dpa

Weil er von einem Waffenhändler eine Waffe ohne Bezahlung erhalten haben soll, hat das Amtsgericht Güstrow gegen den ehemaligen Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), einen Strafbefehl von 13.500 Euro erlassen. Diese Summe entspricht 45 Tagessätzen à 300 Euro, wie der Direktor des Gerichts, Andreas Millat, am Montag sagte.

Caffier werde von der Staatsanwaltschaft Rostock Vorteilsnahme in zwei Fällen vorgeworfen. Er soll im Januar 2018 eine halbautomatische Kurzwaffe im Wert von rund 800 Euro von dem Waffenhändler unentgeltlich erhalten haben.

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Außerdem soll er an einem kostenlosen Schießtraining zur Einweisung teilgenommen haben, auch die Munition dafür sei ihm geschenkt worden.

Caffier äußert sich nicht

Die Einziehung der Waffe sei angeordnet worden, sagte Millat. Der Strafbefehl sei noch nicht rechtskräftig, Caffier habe nun zwei Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen.

Caffier selbst sagte, dass er sich zu dem Vorgang nicht äußern werde. Sein Rechtsanwalt teilte mit, dass bislang weder er noch Caffier den Strafbefehl erhalten hätten.

Dass dennoch entsprechende Meldungen über den Erlass eines solchen Strafbefehls - von wem auch immer - herausgegeben werden, ist befremdlich.
Rechtsanwalt von Lorenz Caffier

Für eine Stellungnahme zum Strafbefehl war er nicht bereit.

Kein Beleg für Kauf vorgelegt

Caffier war als Innenminister im November 2020 zurückgetreten, als der der Vorgang öffentlich geworden war. Er hatte behauptet, die Waffe gekauft zu haben, einen Beleg dafür jedoch nicht geliefert.

Die Ermittlungen gegen den Waffenhändler und Schießplatzbetreiber waren im Oktober dieses Jahres gegen eine Geldauflage von 3.000 Euro eingestellt worden.

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Auf dem Schießplatz des Waffenhändlers trainierten jahrelang Polizisten des Landes Mecklenburg-Vorpommern und anderer Bundesländer.

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