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ZDF-Sommerinterview - Laschet lehnt Impfpflicht ab

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Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, spricht sich im ZDF gegen eine Bevorzugung Geimpfter und gegen eine Impfpflicht aus. Stattdessen fordert er kreative Impfangebote.

Mehr Freiheiten für Geimpfte lehnt Unionskanzlerkandidat Laschet im ZDF-Sommerinterview ab. Er spricht sich gegen eine Impfpflicht und gegen einen vorgezogenen Kohleausstieg aus.

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Den jüngsten Vorschlag von Kanzleramtsminister Helge Braun, dass selbst getestete Ungeimpfte nicht dieselben Freiheiten haben sollen wie Geimpfte, lehnt CDU-Chef Armin Laschet im ZDF-Sommerinterview klar ab. "Freiheitsrechte müssen für alle gelten, wenn man keine Impfpflicht will", betont Laschet.

Ich halte nichts von einer Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollen
Armin Laschet, CDU-Chef

Die Menschen zum Impfen ermutigen

Das übergeordnete Ziel sei jetzt die Bekämpfung der Pandemie, sodass "alle Freiheits- und Grundrechte wieder in Kraft gesetzt werden". Dafür sei es aber wichtig, dass eine hohe Impfquote erreicht werde, so der CDU-Kanzlerkandidat. Es müsse alles dafür getan werden, die Menschen zu überzeugen, dass sich mehr impfen lassen.

Laschet wirbt dafür, zum Impfen zu ermutigen, "freiwillig und mit Anreizen, aber nicht mit Zwang". Das könne etwa bedeuten, unbürokratische Impfangebote im Rahmen von Sport- und Kulturveranstaltungen zu machen. Mehr Kreativität beim Impfen würde die Chance auf eine Herdenimmunität deutlich erhöhen.

Die ZDF-Sommerinterviews 2021

Doch nicht nur die Pandemie, auch der Klimawandel ist ein drängendes Problem. Seine Auswirkungen waren nicht zuletzt beim Hochwasser deutlich zu spüren. Im Sommerinterview räumt Laschet Versäumnisse in der Klimapolitik der letzten 16 Jahre ein, diese seien aber nicht allein der Union anzulasten, da diese nie allein in der Verantwortung stand. Aber die Politik hätte etwa den Kohleausstieg seiner Auffassung nach schon viel früher beschließen können. "Wir haben in der Prioritätensetzung alle zusammen auf die Kernenergie gesetzt, was im Zweifel die falsche Reihenfolge war", sagt er.

Kohleausstieg nicht vorziehen

Trotzdem lehnt der Kanzlerkandidat der Union einen früheren Kohleausstieg, wie von CSU-Chef Markus Söder gefordert, im Sommerinterview ab. Die Kohlekommission, der renommierte Wissenschaftler und Umweltschutzverbände angehörten, haben das Jahr 2038 vorgeschlagen, "weil sie die ökologischen, aber auch die sozialen Fragen insbesondere in der Lausitz, im Osten Deutschlands, im Blick haben".

Laschet plädiert dafür, beim Kohleausstieg im Zeitplan zu bleiben. "Ich finde, Politik muss verlässlich sein", betont er. Gleichzeitig hält er sich noch ein Hintertürchen offen: "Persönlich glaube ich, der Ausstieg geht schneller, als wir alle glauben, durch den CO2-Preis."

Union will "stabile Staatsfinanzen"

Auch was Steuersenkungen nach der Wahl anbelangt, bleibt der Kanzlerkandidat der Union im Sommerinterview vage. Die Union wolle "stabile Staatsfinanzen und keine unseriösen Versprechen" und flächendeckende Steuererleichterungen zu versprechen wäre "nicht seriös", so Laschet. Gleichzeitig betont er, "wenn sie finanzierbar sind, sind wir dafür, dass dann kleine und mittlere Einkommen entlastet werden". Denn, "die Bürger entlasten ist immer richtig", sagt er.

Zwar hat Laschet sich bei der Kanzlerkandidatur der Union gegen Söder durchsetzen können, doch der interne Machtkampf wurde dadurch nicht beendet.

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Zwei Monate vor der Bundestagswahl geben Laschets persönliche Umfragewerte wenig Anlass zu Euphorie. Für Irritationen und Unverständnis sorgte der Kanzlerkandidat der Union in der vergangenen Woche, als er im Hochwassergebiet, während einer Rede des Bundespräsidenten, bei der dieser seine Betroffenheit ausdrückte, im Hintergrund lachte. Dafür wurde Laschet heftig kritisiert, obwohl er sich sofort danach entschuldigt hatte.

Lachen im Hochwassergebiet "war blöde"

Im ZDF-Sommerinterview erklärt er dazu, "das war eine ärgerliche Sache". Er habe den Bundespräsidenten in dem Moment nicht verstanden, aber "es war blöde und es sollte nicht sein, und ich bedauere das", sagt Laschet.

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