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Tag 82 im Ukraine-Krieg : Ukraine: Russische Angriffe im Osten gestoppt

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Ukraine meldet Vernichtung russischer Depots und stoppt laut eigenen Angaben Angriffe. Im Stahlwerk in Mariupol sollen Moskau zufolge Verletzte evakuiert werden.

Ukraine, Charkiw: Ukrainische Soldaten gehen in der Nähe eines kürzlich zurückeroberten Dorfes nördlich von Charkiw in der Ostukraine durch den Wald.
Ukrainische Truppen haben laut eigenen Angaben Russland im Gebiet Charkiw zurückgedrängt.
Quelle: dpa

Wir fassen für Sie im Folgenden die wichtigsten Entwicklungen zu Russlands Krieg gegen die Ukraine zusammen. Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

Das war die Lage an Tag 82:

  • Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben russische Angriffsversuche im Osten des Landes weitgehend gestoppt und mehrere Munitionslager zerstört. Das teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Abend mit.
  • Den Angaben der Kiewer Militärs zufolge wurden russische Angriffe in der ostukrainischen Donbass-Region überall abgewehrt. So seien Vorstöße Richtung Sjewjerodonezk, Lyman, Bachmut, Kurachowe und Awdijiwka zurückgeschlagen worden.
  • Russland öffnet nach eigener Darstellung einen Korridor am Stahlwerk Asowstal in der ukrainischen Stadt Mariupol. Der Korridor solle dazu genutzt werden, um verletzte ukrainische Soldaten in medizinische Einrichtungen in der von Russland kontrollierten Stadt Nowoasowsk zu bringen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Mariupol wird laut Bericht des ukrainischen Generalstabs weiter schwer von Artillerie und Luftwaffe beschossen. Zu der Evakuierung äußerte sich die Ukraine nicht.

Die russische Armee scheint "keine wirklich schlagkräftige, disziplinierte Truppe am Boden zu sein", so ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf aus Charkiw.

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3 min
Datum:
  • Ukrainische Truppen melden einen symbolträchtigen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive im östlichen Gebiet Charkiw: Sie seien zumindest an einer Stelle bis zur Grenze zu Russland vorgestoßen. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte in der Nacht zu Montag ein Video mit einem Dutzend Soldaten neben einem Grenzpfahl in den Nationalfarben Blau und Gelb.

Die Situation in den ukrainischen Städten:

  • In den umkämpften ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk sind nach Behördenangaben mindestens 19 Zivilisten getötet worden. "Infolge des Beschusses von Sjewjerodonezk gab es mindestens zehn Tote", teilte der Militärgouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, im Nachrichtendienst mit. Es sei aufgrund der Angriffe jedoch äußerst schwer, die Örtlichkeit zu überprüfen.
  • Im benachbarten Donezker Gebiet wurden nach Angaben des örtlichen Militärgouverneurs Pawlo Kyrylenko weitere neun Zivilisten getötet. Sechs weitere Menschen wurden verletzt.

ZDF-Reporter an der Front in der Region Mykolajiw.

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Datum:
  • Ukrainische Grenzsoldaten haben nach eigenen Angaben heute einen Versuch der russischen Streitkräfte abgewehrt, Truppen in die Region Sumy im Norden des Landes zu entsenden. Der Grenzschutz teilte mit, die Angreifer hätten Granatwerfer und Maschinengewehre eingesetzt, um eine "Sabotage- und Aufklärungsgruppe" zu decken, die von Russland aus die Grenze überquerte. Die ukrainischen Soldaten hätten das Feuer erwidert und die russische Truppe zum Rückzug über die Grenze nach Russland gezwungen, erklärte der Grenzschutz.
  • Durch einen russischen Raketenangriff in der Nähe der Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine ist ukrainischen Militärangaben zufolge eine touristische Unterkunft zerstört worden. Das Kommando Süd der ukrainischen Streitkräfte berichtete von mindestens drei verletzten Zivilisten. Zudem sei Feuer ausgebrochen. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Reaktionen und Folgen des russischen Angriffs:

  • Bundeskanzler Olaf Scholz will seine Vermittlungsversuche im Ukraine-Krieg mit Russlands Präsident Wladimir Putin fortsetzen. Das Kriegsgeschehen drohe sich hin zu einem Stellungskrieg zu verändern, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit.
  • In dieser Phase sei es wichtig, "dass man jetzt versucht, wieder in Gespräche zu kommen, wie man das Töten, das Schießen beenden kann". Scholz hatte vergangene Woche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Putin telefoniert.
Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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  • Schweden will einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Nato stellen. "Wir verlassen eine Ära und treten in eine neue ein", sagte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. Geplant sei, den Antrag in den kommenden Tagen gemeinsam mit Finnland einzureichen.
  • Russlands Präsident Wladimir Putin hat angesichts des Strebens von Finnland und Schweden in die Nato vor einer Zunahme der internationalen Spannungen gewarnt. "Das verschärft die ohnehin nicht einfache internationale Lage auf dem Gebiet der Sicherheit", sagte er. Wenn die Allianz ihre militärische Infrastruktur an die Grenzen Russland verlege, dann werde darauf entsprechend reagiert, sagte er. 

Die Türkei müsse "einen sehr hohen politischen Preis zahlen", sollte sie die Nato-Norderweiterung blockieren, so ZDF-Korrespondent Gunnar Krüger zum Treffen der EU-Außenminister.

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Datum:
  • Die Außenminister der EU-Staaten haben weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte bewilligt. Das kündigte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach einem Treffen mit den Ministern in Brüssel an. Auch über ein Öl-Embargo wurde beraten, aber bislang noch ohne Ergebnis.

Auf der Tagesordnung steht das weitere Vorgehen gegen Russland. Diskutiert wird sowohl das Thema Öl-Embargo als auch die EU-Beitrittsperspektiven der Balkanländer.

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Das passierte an Tag 81:

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Tag 81 im Ukraine-Krieg - Stoltenberg: "Ukraine kann Krieg gewinnen" 

Nato-Generalsekretär Stoltenberg hält einen Sieg der Ukraine für möglich. Im Osten wird erbittert gekämpft. Die Lage an Tag 81.

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Tschetschenien, Georgien, Syrien, Ukraine: Russland hat unter Putin schon in mehreren Ländern gekämpft. Zwischen den Kriegen gibt es Parallelen – hier die Hintergründe verstehen.

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