Sie sind hier:

Ukraine-Krieg : So verlief Tag acht nach dem Einmarsch

Datum:

Einigung auf humanitäre Korridore, Selenskyj will persönliches Treffen mit Putin, Bundeskanzler Scholz hofft weiterhin auf eine Waffenruhe. Das war Tag acht nach dem Einmarsch.

Die Ereignisse des Tages im Video zusammengefasst.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Ukraine-Krieg - So verlief Tag neun nach dem Einmarsch 

Facebook und Twitter sind in Russland nicht mehr abrufbar, die G7-Staaten kündigen weitere Sanktionen an, der UN-Sicherheitsrat trifft sich. Das war Tag neun nach dem Einmarsch.

Videolänge

Was im Krieg in der Ukraine an Tag acht passiert ist

  • Eine Woche nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine haben sich Kiew und Moskau nach ukrainischen Angaben offenbar auf die Schaffung humanitärer Korridore verständigt, um Zivilisten aus Kriegsgebieten herausholen zu können. Dies sei das einzige Ergebnis einer zweiten Gesprächsrunde mit Russland, erklärte der ukrainische Unterhändler Mychailo Podoljak nach Abschluss der Gespräche an der belarussisch-polnischen Grenze am Donnerstag auf Twitter.

Putin hat sich in einer Fernsehansprache zu Wort gemeldet. Wieder mit Vorwürfen gegen die Ukraine, aber auch mit Versprechungen für die Angehörigen der russischen Soldaten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
  • Der russische Militäreinsatz in der Ukraine verläuft Präsident Wladimir Putin zufolge nach Plan. Dort kämpften die russischen Soldaten für Russland und gegen Bedrohungen etwa durch Atomwaffen, erklärt Putin am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Russen und Ukrainer seien ein Volk. Man werde das "Anti-Russland" zerstören, das vom Westen geschaffen worden sei. Zudem würden ukrainische Nationalisten humanitäre Korridor blockieren. Belege für seine Vorwürfe legt Putin nicht vor.

Russlands Präsident Putin hat sich in einer Fernsehansprache mit Vorwürfen Richtung Ukraine und Durchhalteparolen geäußert. ZDF-Korrespondent Christian Semm ordnet die Botschaft aus Moskau ein.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
  • Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Putin zu einem persönlichen Treffen aufgefordert. "Wenn Du nicht (mit Deinen Truppen aus der Ukraine) abhauen willst, setz Dich zu mir an den Verhandlungstisch, ich habe Zeit", sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten. "Aber nicht auf 30 Meter Abstand wie mit Macron, Scholz - ich bin doch ein Nachbar", sagte Selenskyj. "Ich beiße nicht. Ich bin ein ganz normaler Typ. Setz Dich zu mir, sag mir, wovor Du Angst hast", sagte der 44-Jährige.
Karte, Ukraine:  Städte
Die Karte zeigt neben größeren Städten auch Cherson, das an die russische Armee gefallen ist.
Quelle: ZDF
  • Bundeskanzler Olaf Scholz hat von Russland eine Waffenruhe in der Ukraine gefordert und zugleich betont, dass es keine Konfrontation der Nato mit Russland geben dürfe. Scholz äußerte sich in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" entsetzt über das russische Vorgehen im Nachbarland. Das Verbot deutscher Waffenlieferungen sei vor dem russischen Angriff richtig gewesen. Jetzt könne man Unschuldige nicht alleine lassen, sagte er. Gleichzeitig betonte Scholz aber auch die Grenzen des Engagements: "Es geht auch darum, dass es keine direkte Konfrontation der Nato mit Russland geben darf", sagte er. Eine direkte Konfrontation würde eine "dramatische Eskalation der Lage" mit sich bringen.

Sehen Sie das Interview hier in voller Länge:

Krieg in der Ukraine - kann man Putin stoppen? Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich den Fragen von Maybrit Illner.

Beitragslänge:
63 min
Datum:

So war die Lage in den ukrainischen Städten

  • Russische Soldaten bewegen sich dem Bürgermeister einer nahe gelegenen Stadt zufolge auf das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja zu. "In der Stadt sind laute Schüsse zu hören", schreibt Dmytro Orlow im Internet aus Energodar im Südosten des Landes. Saporischschja ist das größte Kernkraftwerk Europas.

Nukleare Einrichtungen brauchen eine funktionierende Infrastruktur - dazu gehören Wasserversorgung und Strom. Das Atomkraftwerk Sapo-Richija mit sechs Reaktoren liegt in umkämpftem Gebiet, bei der internationalen Atomenergiebehörde ist man besorgt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
  • Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ist die Lage in der ukrainischen Hauptstadt "schwierig, aber unter Kontrolle". In der Nacht habe es keine Opfer gegeben, sagt er. Bei den nächtlichen Explosionen habe es sich um den Abschuss herannahender russischer Raketen durch die ukrainische Luftabwehr gehandelt.
  • Eine Woche nach der Invasion in die Ukraine haben die russischen Truppen die erste größere Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Das Gebäude der Regionalverwaltung in Cherson im Süden des Landes sei in der Hand der Russen, bestätigte der Gouverneur der Region, Gennadij Lahuta.
  • Die südukrainische Hafenstadt Mariupol mit rund 440.000 Einwohnern ist nach Angaben örtlicher Behörden nach Luftangriffen ohne Wasser, Heizung und Strom. Nach russischen Angaben ist Mariupol inzwischen eingeschlossen. Dem Stadtrat von Mariupol zufolge halte Russland die Hafenstadt unter kontinuierlichem Beschuss und beschädige seit sieben Tagen vorsätzlich die zivile Infrastruktur. Kaputte Brücken und Gleise machten Evakuierungen und Lieferungen von Versorgungsgütern unmöglich.

Bürgermeister Kusmenko Pawlo Petrowitsch berichtet aus Ochtyrka im Osten der Ukraine: Seine Stadt stehe unter schwerem Beschuss der russischen Armee. Erst Raketen, dann hätten Bomben auch die Heizversorgung beschädigt. Medizinische Reserven würden knapp.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Wie die Welt reagiert

  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts des Ukraine-Kriegs erneut mit Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. In dem Telefonat drohte Putin weitere russische Forderungen an die Ukraine an. Nach Macrons Einschätzung steht im russischen Krieg gegen die Ukraine das Schlimmste noch bevor, verlautete es aus dem Élyséepalast nach dem Telefonat. Wie es in Paris weiter hieß, ist es Putins klares Ziel, die gesamte Ukraine unter seine Kontrolle zu bringen.

In einem Telefonat mit Frankreichs Präsidenten Macron drohte der russische Präsident Putin, weitere Forderungen an die Ukraine zu stellen. ZDF-Korrespondent Thomas Walde mit Einzelheiten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
  • Saudi-Arabiens mächtiger Kronprinz Mohammed bin Salman hat sich als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. Riad sei bereit, "Bemühungen zu unternehmen, um zwischen allen Parteien zu vermitteln", sagte der Kronprinz laut der amtlichen Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag in einem Telefonat mit Kreml-Chef Wladimir Putin. Im Ukraine-Krieg müsse es eine "politische Lösung" geben. Anders als die westliche Staatengemeinschaft haben Saudi-Arabien und andere Golfstaaten bisher deutliche Kritik am russischen Angriffskrieg auf die Ukraine vermieden. In der UN-Vollversammlung hatte aber auch Saudi-Arabien am Mittwoch für eine Resolution gestimmt, in der Russland dazu aufgefordert wird, seine Truppen sofort aus der Ukraine abzuziehen.
  • Die USA und Großbritannien verhängen wegen des Ukraine-Kriegs Sanktionen gegen weitere russische Oligarchen. Das Weiße Haus gab am Donnerstag Finanzsanktionen gegen sieben Oligarchen, darunter den Multimilliardär Alischer Usmanow, sowie gegen Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bekannt. Zugleich verhängt die US-Regierung Einreiseverbote gegen 19 Oligarchen und insgesamt 47 Familienmitglieder oder Vertraute.
  • Bei einem Besuch in Litauen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Nato-Ländern in Osteuropa den uneingeschränkten Beistand Deutschlands zugesichert. "Die Bündnissolidarität gilt ohne Wenn und Aber", sagte Steinmeier am Donnerstag im multinationalen Nato-Stützpunkt im litauischen Rukla. "Meine Reise ist Ausdruck der Solidarität und des Beistands."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem eintägigen Besuch in Litauen eingetroffen. "Es geht darum Litauen zu zeigen, dass Deutschland das Land unterstützt", so ZDF-Korrespondentin Patricia Wiedemeyer.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
  • Deutschland plant offenbar, weitere Waffen an die Ukraine zu liefern. Das Wirtschaftsministerium genehmigte die Abgabe von 2.700 Stück Flugabwehrraketen vom Typ "Strela", wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Ministeriums erfuhr. Dabei handle es sich um Waffen sowjetischer Produktion aus ehemaligen Beständen der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR.

Deutschland will der Ukraine zur Verteidigung weitere Waffen liefern, aus ehemaligen DDR-Beständen: Russische Flugabwehrraketen der Nationalen Volksarmee vom Typ Strela, die verschrottet werden sollten. Der Bundessicherheitsrat muss noch entscheiden.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
  • Die EU-Staaten haben sich darauf geeinigt, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine schnell und unkompliziert aufzunehmen. Dies teilte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Donnerstag auf Twitter mit. Sie sprach von einer historischen Entscheidung. Bundesinnenministerin Nancy Faeser rechnet damit, dass die neuen EU-Regeln zum schnellen Schutz der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in wenigen Tagen gelten.

Was zuvor im Krieg in der Ukraine passiert ist

Russland hatte am vergangenen Donnerstagmorgen mit einem Großangriff auf die Ukraine begonnen. Innerhalb weniger Stunden waren die russischen Bodentruppen bis in den Großraum Kiew vorgedrungen. Die Hauptstadt steht im Fokus der Angriffe im Ukraine-Krieg.

So verlief Tag sechs der Invasion - zusammengefasst hier im Video:

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Wie konnte es zu diesem Konflikt überhaupt kommen? Ein Blick zurück in die Historie:

Die Montage zeigt in der linken Bildhälfte Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor russischer Flagge. In der rechten Bildhälfte sind mehrere Menschen zu sehen, die vor einer zerstörten Häuserfassade stehen. Die rechte Hälfte ist in die Farben der ukrainischen Flagge getaucht.

Nachrichten | Politik - Chronik: Wie konnte die Lage so eskalieren? 

Nato-Osterweiterung, Maidan-Proteste, Krim-Annexion: Entdecken Sie im Zeitstrahl die Hintergründe des Russland-Ukraine-Konflikts.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Kinder spielen an einer Statue von Stepan Bandera in der Ukraine, Lemberg, 19.03.2022.

Nachrichten | heute journal - Auf Spurensuche: Wer war Stepan Bandera? 

Ukraine-Botschafter Melnyk war mit Äußerungen zum ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera massiv in die Kritik geraten. Er wehrt sich gegen die Vorwürfe der Verharmlosung des Holocausts. Aber wer …

05.07.2022
von Dara Hassanzadeh
Videolänge
Beschädigte Wohngebäude in Lyssytschansk in der Region Luhansk.

Russischer Vormarsch im Donbass - Kämpfe verlagern sich nach Donezk 

Nach dem Fall von Lyssytschansk ist die gesamte Region Luhansk unter russischer Kontrolle. Moskaus Truppen greifen jetzt verstärkt die Städte Slowjansk und Kramatorsk an.

05.07.2022
Videolänge
Dara Hassanzadeh

Luhansk unter russischer Kontrolle - "Kein zweites Mariupol ertragen" 

Obwohl sich ihre Armee zurückzieht, sind viele Ukrainer froh, dass ein zweites Mariupol und damit eine Einkesselung verhindert wurde, berichtet ZDF-Reporter Dara Hassanzadeh.

05.07.2022
Videolänge
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.