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Besetzte Gebiete in der Ukraine : Russland will Rubel in Cherson einführen

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Russland will offenbar den Rubel in besetzten ukrainischen Regionen wie Cherson einführen. Ein erster Schritt in die Eingliederung Russlands?

Rubel-Geldscheine
In Cherson soll man bald nur noch in Rubel zahlen können. Der russische Machthaber vor Ort kündigte an, eine Rückkehr der Region in die Ukraine sei "unmöglich".
Quelle: dpa

Die von Russland eingesetzten Machthaber wollen im südukrainischen Gebiet Cherson den russischen Rubel als Zahlungsmittel einführen. Kirill Stremoussow von der moskautreuen Verwaltung in der Region kündigte an, dass die ukrainische Währung Hrywna nur noch in einer viermonatigen Übergangsphase angenommen werde.

Dann werden wir komplett auf den Zahlungsverkehr in Rubel umsteigen.
Kirill Stremoussow, Chef der russischen Zivil- und Militärverwaltung Cherson

Die Einführung werde am 1.Mai erfolgen. Durch den Rubel werde Cherson wirtschaftlich aufblühen, sagte er gegenüber der russischen Staatsagentur Ria Nowosti. Die Ankündigung wurde von ranghohen russischen Regierungsvertretern zunächst nicht bestätigt.

Cherson ist abgeriegelt durch die russische Armee. In der Stadt befindet sich auch ein Waisenhaus mit 130 Waisenkindern. Die Kinder haben Angst und sind zum Teil schwer traumatisiert. Engagierte versuchen nun, die Kinder in Sicherheit zu bekommen.

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Machthaber: Cherson nicht mehr Teil der Ukraine

Wie es scheint, wollen die von Russland eingesetzten Machthaber das Gebiet dauerhaft aus der Ukraine herauslösen.

Die Frage einer Rückkehr des Gebiets Cherson in die nazistische Ukraine ist ausgeschlossen.
Kirill Stremoussow, Chef der russischen Zivil- und Militärverwaltung Cherson

Russland behauptet, dass die ukrainische Führung von "Nazis" dominiert werde.

Die Bürger*innen von Melitopol gehen auf die Straße und protestieren. Ihre Stadt ist von der russischen Armee besetzt.

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Kein Referendum über Status von Cherson geplant

Stremoussow führte aus, dass es keine Volksabstimmung über den Status der südukrainischen Region geben werde. Die Regierung in Kiew hatte gewarnt, Russland plane im Gebiet Cherson ein Referendum über eine Unabhängigkeit nach dem Vorbild der ostukrainischen Separatistengebiete Donezk und Luhansk.

Russland hatte vor wenigen Tagen erklärt, die Kontrolle über die gesamte Region Cherson im Süden der Ukraine übernommen zu haben. Die nahe der annektierten Halbinsel Krim gelegene gleichnamige Regional-Hauptstadt war bereits kurz nach Beginn der Invasion am 24. Februar an die russische Armee gefallen.

Für Gaslieferungen müssten ausländische Kunden Rubel-Konten bei der Gazprom-Bank eröffnen, erklärt Wladimir Putin. Obwohl er gestern Bundeskanzler Scholz zusicherte, Zahlungen könnten weiterhin in Euro erfolgen. Unklar, wie sich Putins Erlass auswirkt.

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Russland spricht von "Frieden", Bewohner protestieren

Das russische Verteidigungsministerium hatte erklärt, den "Frieden" in Cherson wiederhergestellt zu haben. Ukrainische Medien und Nutzer in den Online-Netzwerken berichten aber über andauernde Proteste gegen die russische Verwaltung.

Erst am Mittwoch hatten die russischen Truppen nach ukrainischen Angaben eine Demonstration in Cherson gewaltsam aufgelöst. Der ukrainischen Armee zufolge setzten die Besatzer Tränengas-Granaten gegen ukrainische Demonstranten ein. Ausländische Journalisten haben derzeit keinen Zugang zu Cherson.

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