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Wegen "gesetzeswidriger Inhalte" - China verbietet BBC World News

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BBC World News ist ab sofort in China verboten. Der britische Nachrichtensender soll gegen Chinas Richtlinien der Berichterstattung verstoßen haben.

Archiv: Gebäude der BBC in London am 12.05.2016
Fortan in China nicht mehr auf Sendung: BBC World News
Quelle: picture alliance / empics

Der internationale Dienst der britischen BBC, der Sender BBC World News, ist wegen "gesetzeswidriger Inhalte" in China verboten worden. Der Sender habe gegen die Richtlinien für die Berichterstattung im Land verstoßen, gab die chinesische Rundfunkregulierungsbehörde bekannt.

Die Behörde erlaubt BBC World News demnach nicht mehr, weiterhin auf dem chinesischen Festland zu senden "und akzeptiert den neuen jährlichen Antrag auf Ausstrahlung nicht".

Briten werfen China wegen BBC-Verbot Zensur vor

Die britische Regierung warf Peking Zensur vor. Es handele sich um eine "inakzeptable Beschneidung der Medienfreiheit", schrieb der britische Außenminister Dominic Raab im Online-Dienst Twitter. Weiter hieß es in Raabs Tweet:

China hat einige der strengsten Einschränkungen der Medien- und Internetfreiheit auf der ganzen Welt, und dieser jüngste Schritt wird Chinas Ruf in den Augen der Welt nur schaden.

In einer Erklärung von Chinas Staatlicher Film-, TV- und Radioverwaltung hieß es zur Begründung, die Berichte von BBC World News über China verstießen "in ernster Weise" gegen Übertragungsrichtlinien. Unter anderem sei gegen der Grundsatz verletzt worden, "dass Nachrichten wahrheitsgetreu und fair sein sollten" - und dass sie den "nationalen Interessen" Chinas nicht schaden dürften.

„Reporter ohne Grenzen“ fordern mehr Pressefreiheit in USA.

Blick auf mehrere Länder -
Pressefreiheit - oft in Gefahr
 

Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut der Demokratie. In vielen Ländern jedoch ist die freie Berichterstattung in Gefahr oder unmöglich. Ein Blick in verschiedene Länder.

Briten hatten zuvor chinesischen Sender verboten

Die Regierung in Peking hatte zuvor wiederholt mit Vergeltung für das Vorgehen gegen chinesische Medien im Ausland gedroht. Zuletzt war dem chinesischen Nachrichtensender CGTN die Sendeerlaubnis für das Vereinigte Königreich entzogen worden. Die BBC in China war bereits als mögliches Ziel für Sanktionen von chinesischer Seite genannt worden.

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und China haben sich zunehmend verschlechtert, seit London Peking wegen des umstrittenen Sicherheitsgesetzes in Hongkong sowie wegen des Umgangs mit den Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang scharf kritisiert hat.

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