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Journalist spricht von Schlägen : BBC-Reporter in China festgenommen

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Ein Reporter der britischen BBC ist bei Protesten in China von der Polizei festgenommen und nach eigenen Angaben misshandelt worden. Der Sender zeigte sich "äußerst besorgt".

Eine solche Protestwelle habe das Land "seit Jahrzehnten" nicht erlebt, so ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer.

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Ein über regierungskritische Demonstrationen berichtender BBC-Reporter ist in Shanghai festgenommen und nach eigenen Angaben von der chinesischen Polizei misshandelt worden.

Die BBC ist extrem besorgt über die Behandlung unseres Journalisten Ed Lawrence, der festgenommen und in Handschellen gelegt wurde, während er über die Proteste in Shanghai berichtete.
Sprecher des Senders BBC

Lawrence sei bei der Festnahme von Polizisten geschlagen und getreten worden, obwohl er als Journalist akkreditiert gewesen sei. Erst Stunden später sei er wieder freigelassen worden.

In China haben Menschen gegen die strikte Corona-Politik demonstriert und Staatschef Xi Jinping kritisiert. ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer mit weiteren Informationen.

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Außenministerium: Reporter zeigte Ausweis nicht

Ein Sprecher des Pekinger Außenministerium begründete die Festnahme am Montag damit, dass der Reporter sich nicht als Journalist zu erkennen gegeben und seinen Presseausweis nicht freiwillig vorgezeigt habe.

Laut BBC habe die Polizei bei der Freilassung behauptet, dass Lawrence bloß in Gewahrsam genommen worden sei, um ihn vor einer Corona-Infektion in der Menschenmenge zu schützen. Dies sei jedoch "keine glaubwürdige Erklärung".

Im Internet waren Videos zu sehen, auf denen ein von der Polizei abgeführter Mann ruft, jemand möge sofort das Konsulat anrufen. Auf seinem Twitter-Account hatte Lawrence kurz zuvor noch Eindrücke von den in China extrem ungewöhnlichen Protesten geschildert, an denen sich nach seiner Schätzung mehrere hundert Menschen beteiligten.

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Der Club der Auslandskorrespondenten in China (FCCC) kritisiert die chinesische Polizei wegen ihres hartes Vorgehens gegen die Journalisten bei den Protesten.

Journalisten mehrerer Medien wurden von der Polizei körperlich bedrängt, während sie über die Unruhen berichteten.
Club der Auslandskorrespondenten in China (FCCC)

Mindestens zwei Journalisten seien vorübergehend festgenommen worden, teilte der FCCC am Montag mit.

Größte Proteste seit Jahrzehnten

In der Volksrepublik hat die strenge Corona-Politik am Wochenende zu den größten Protesten seit Jahrzehnten geführt. Nicht nur in Shanghai, auch in der Hauptstadt Peking und anderen Millionenstädten gingen Demonstranten zu Hunderten auf die Straßen.

Auf Videos aus Shanghai, die sich trotz staatlicher Zensur im Internet verbreiteten, waren Rufe wie "Nieder mit der Kommunistischen Partei! Nieder mit Xi Jinping!" zu hören. Unter dem jetzigen Staats- und Parteichef verfolgt die Volksrepublik eine strikte Null-Covid-Strategie, die jedes lokale Aufflammen des Virus mit rigiden Abschottungsmethoden einzudämmen versucht.

Proteste gegen Null-Covid-Kurs - Wut in China wächst: "Nieder mit Xi Jinping" 

In China wächst der Zorn über die Null-Covid-Politik der Regierung. Hunderte Menschen forderten in Shanghai den Rücktritt von Präsident Xi, in Peking gab es Proteste an Elite-Unis.

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