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China will "Wiedervereinigung" - Präsidentin: Taiwan wird sich nicht beugen

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Peking will Taiwan mit der Volksrepublik vereinen. Doch Präsidentin Tsai Ing-wen weist die Forderungen entschieden zurück.

Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan.
Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan.
Quelle: Chiang Ying-Ying/AP/dpa

Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen hat die Forderung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zur "Wiedervereinigung" zurückgewiesen. "Es sollte absolut keinerlei Illusionen geben, dass sich das taiwanische Volk Druck beugen wird", sagte sie zum Nationalfeiertag.

Die Inselrepublik werde ihre Verteidigung ausbauen, um sicherzustellen, dass niemand Taiwan zwingen könne, den Weg zu nehmen, den Peking vorzeichne. Dieser biete "weder ein freies und demokratisches Leben, noch Souveränität" für die 23 Millionen Taiwaner.

Peking droht mit Gewalt

Die Präsidentin reagierte auf den Aufruf von Chinas Staats- und Parteichef vom Vortag, sich der kommunistischen Volksrepublik anzuschließen. Peking droht mit einer gewaltsamen Eroberung Taiwans, das als "untrennbarer Teil" der Volksrepublik angesehen wird. "Die vollständige Wiedervereinigung unseres Landes wird und kann verwirklicht werden", bekräftigte Xi Jinping. Eine Vereinigung mit "friedlichen Mitteln" diene am besten der Nation. Er warnte aber, dass eine Abspaltung Taiwans "ein böses Ende" nehmen werde.

vKarte: China, Taiwan und Japan
Karte: Taiwan , China und Hongkong
Quelle: ZDF

Taiwans Präsidentin beschrieb die Beziehungen zu China als so kompliziert wie nie zuvor in den vergangenen sieben Jahrzehnten. Damals waren die nationalchinesischen Kuomintang-Truppen nach der Niederlage im Bürgerkrieg gegen die Kommunisten auf die Insel geflüchtet. Die bei der Revolution 1911 nach dem Sturz der Qing-Dynastie gegründete Republik China besteht seither weiter auf Taiwan, das sich offiziell auch so nennt.

Taiwan will Staus quo beibehalten

Beide Seiten begingen an diesem Wochenende den 110. Jahrestag der Revolution von 1911. Taiwan hoffe auf eine Entspannung in den Beziehungen zu China und werde nicht unbesonnen handeln, versicherte Präsidentin Tsai Ing-wen. "Wir rufen dazu auf, den Status quo zu bewahren, und wir werden alles tun, um zu verhindern, dass der Status quo einseitig verändert wird."

Nachdem in den vergangenen Wochen verstärkt chinesische Militärflieger in Taiwans Identifikationszone zur Luftverteidigung (ADIZ) eingedrungen waren, meldeten lokale Medien, dass Sonntagmorgen auch wieder eine Militärmaschine gesichtet und verwarnt worden sei.

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