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Corona-Pandemie - 2G-Regel: Was jetzt in den Bundesländern gilt

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Immer mehr Bundesländer planen die Einführung der sogenannten 2G-Regel. Eine Übersicht, was jetzt in den einzelnen Bundesländern gilt.

Hessen, Frankfurt/Main: Viele freie Tische gibt es vor einem Café in der neuen Frankfurter Altstadt.
Hessen, Frankfurt/Main: Viele freie Tische gibt es vor einem Café in der neuen Frankfurter Altstadt.
Quelle: dpa

2G - geimpft oder genesen. Klingt einfach und das wäre es auch, wenn nicht in jedem Bundesland unterschiedliche Regeln gelten würden. Ein Überblick.

Berlin

Geimpfte und genesene Menschen in Berlin können in der Corona-Pandemie mit weiteren Erleichterungen rechnen. Der Senat beschloss am Dienstag die Einführung eines 2G-Optionsmodells.

In etlichen Bereichen wie der Gastronomie oder bei Veranstaltungen können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlauben. Im Falle von 2G würden bisherige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske wegfallen.

Sachsen

Auch Sachsen will 2G als Optionsmodell einführen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Dies soll für Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5.000 Menschen möglich sein, wenn der Veranstalter es so entscheidet. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte an, dass die 2G-Regel in mehr Bereichen angewendet werden könne - etwa in Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen oder Sport. Möglich ist es etwa schon in Diskotheken.

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will eine sogenannte 2G-Regel im Moment nicht einführen. "Ich denke, dass wir weiter auf 3G setzen müssen", sagte sie im Interview mit Bayern 2.

Brandenburg

In Brandenburg beschloss das Kabinett ebenfalls 2G als Option. Wenn Betreiber entscheiden, nur Geimpfte, Genesene und Kinder bis 18 Jahre einzulassen, kann auch hier auf Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen verzichtet werden. Kinder bis 12 Jahre sind von der Regel ausgenommen. Nicht erlaubt ist die 2G-Option beispielsweise in Kitas, Schulen, Museen, Freizeitparks oder in den Öffis.

Niedersachsen

Auch in Niedersachsen soll die 2G-Regel künftig in mehr Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, der Kultur, bei Veranstaltungen oder dem Sport. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag im Landtag in Hannover an. Auch hier sollen bei Anwendung der 2G-Regel dann die Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen.

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Menschen bis 18 Jahren sollen demnach auch ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Die derzeitige Corona-Landesverordnung gilt noch bis zum 22. September. Die Ausweitung der 2G-Regel wird somit voraussichtlich in der kommenden Woche umgesetzt.

Thüringen

In Thüringen prüft das Gesundheitsministerium die Einführung einer 2G-Regelung für bestimmte Bereiche.

Sachsen

Auch Sachsen will 2G als Optionsmodell einführen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Dies soll für Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5.000 Menschen möglich sein, wenn der Veranstalter es so entscheidet. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte an, dass die 2G-Regel in mehr Bereichen angewendet werden könne - etwa in Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen oder Sport. Möglich ist es etwa schon in Diskotheken.

Hessen

Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) möchte eine ähnliche Vorgehensweise in seinem Bundesland durchsetzen. Er will das Corona-2G-Modell für Gastronomen und Veranstalter zulassen. Die neue Corona-Verordnung des Landes werde voraussichtlich privaten Anbietern die Möglichkeit geben, nur Geimpften und Genesenen (2G) den Zutritt zu ihren Räumen zu erlauben, sagte Bouffier am Montag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Veranstalter, Wirte und Friseure sollen dann selbst entscheiden können, ob sie nur geimpfte und genesene Menschen einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit seien, sagte ein Regierungssprecher. In der öffentlichen Daseinsvorsorge etwa beim Besuch von Behörden und im ÖPNV bleibe es aber beim 3G-Modell in Hessen.

Bayern

Die bayerische Landesregierung hingegen will das 2G-Modell nicht vorantreiben. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) machte Anfang des Monats in München nach einer Sitzung seines Kabinetts klar, dass beim Zutritt zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen oder Fitnessstudios Getestete den Geimpften und Genesenen gleichgestellt blieben.

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2G sei auch in Bayern "theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen", sagte Söder zu diesem Optionsmodell. Das "Herzstück" der Verordnung in Bayern heiße 3G. Wie bereits in Baden-Württemberg blieben getestete Menschen mit geimpften und genesenen gleichgestellt beim Zugang zu den Angeboten.

Nordrhein-Westfalen

Bereits im vergangenen Monat betonte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, die 2G-Regel für mehr Rechte nur für Geimpfte und Genesene komme für Nordrhein-Westfalen nicht infrage.

Hamburg

Als allererstes Bundesland führte Hamburg bereits am 28. August ein 2G-Optionsmodell ein. Damit ermöglichte der rot-grüne Senat Veranstaltungen fast ohne Corona-Auflagen - sofern nur Geimpfte und Genesene sie besuchen.

Veranstalter und Wirte können damit entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte die Entscheidung des Senats damit begründet, dass Geimpfte und Genesene im Vergleich zu den Ungeimpften keinen wesentlichen Anteil am Infektionsgeschehen hätten.

In Hamburg können sich Bars und Clubs zwischen 3G und 2G entscheiden. Zwischen einem Bar-Betreiber und seinem Mitarbeiter sorgt das für Diskussionen.

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Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein

In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sollen 2G-Regeln nur bei drohender Überlastung der Kliniken mit Corona-Patienten gelten.

Würden in Baden-Württemberg künftige Grenzwerte überschritten, solle die harte 2G-Regel gelten, wie der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der dpa sagte. Dann hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen und müssten soziale Kontakte daheim auf ein Minimum reduzieren. Diese neue Verordnung gilt seit Montag.

In Baden-Württemberg ist ein neuer Dreistufenplan bei den Corona-Maßnahmen in Kraft getreten.

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Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, stellte klar, sollte sich die Situation in den Krankenhäusern wieder zuspitzen, würden die Regeln verschärft. Dann werde 2G mit der Wahlmöglichkeit für 3G eingeführt.

Und auch Rheinland-Pfalz hat angekündigt, die 2G-Regeln bei steigender Belegung der Intensivstationen einzuführen. Die Landesregierung sehe keinen weiteren Lockdown als Schutzmaßnahme vor, heißt es in einem offiziellen Papier. "Stattdessen wird der Zutritt von nicht immunisierten Menschen bei steigender Inzidenz reduziert", so die Landesregierung.

Bremen, Saarland

Beide Länder gehören zu den Bundesländern mit der höchsten Impfquote in Deutschland. Zu möglichen 2G-Regeln gibt es aber noch keine Entscheidung.

Sachsen-Anhalt

Am Dienstag hat auch die Landesregierung in Sachsen-Anhalt ein 2G-Optionsmodell beschlossen. Mit der in Magdeburg vorgestellten überarbeiteten Rechtsverordnung können Unternehmen und Veranstalter entscheiden, nur Geimpfte und Genesene einzulassen. Es handle sich ausdrücklich um ein Angebot und nicht um eine Verpflichtung, erklärte die Landesregierung. Im Vorfeld muss das Modell dem Gesundheitsamt gemeldet und per Aushang oder Hinweis am betreffenden Ort öffentlich gemacht werden.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erklärte: "Mit dem 2G-Zugangsmodell wollen wir wieder volle Räume in der Gastronomie, in der Kultur und weiteren Bereichen ermöglichen." .

Auf der Illustratioin ist eine Person zu sehen, die ein Schutzschild hält. Das Schutzschild ist zum Teil gerisssen, Coronaviren dringen durch das Schild.

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