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Bundeswehr bereitet sich auf Marathon-Aufgabe vor

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Kramp-Karrenbauer zu Corona - Bundeswehr bereitet sich auf Marathon-Aufgabe vor

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Im Kampf gegen das Coronavirus will Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer auch die Bundeswehr in die Pflicht nehmen. Die Eindämmung des Virus werde ein "Marathon".

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer bereitet die Bundeswehr auf einen Kriseneinsatz zur Bekämpfung des Coronavirus vor. Die Truppe wird schon jetzt mit vielen Anfragen zur Unterstützung überhäuft.

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz zur Bekämpfung des Coronavirus ein. "Uns allen muss bewusst sein, dass dieser Kampf gegen das Virus ein Marathon ist", sagte die CDU-Chefin am Donnerstag in Berlin. "Diese Aufgabe wird uns noch lange fordern."

Man werde "alles tun, was in unserer Macht steht", um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Gleichzeitig warnte die Ministerin vor zu großen Erwartungen. Sie wies unter anderem darauf hin, dass die Bundeswehr und ihre Krankenhäuser mit rund 3.000 Ärzten nur ein kleiner Teil des Gesundheitssystems sind.

Die Bundeswehr unterstützt bereits jetzt die Krisenbewältigung, vor allem mit der Beschaffung von medizinischem Material. Es gebe derzeit 50 Anfragen zur Amtshilfe, von denen bereits 13 erfüllt würden. "In der aktuellen Situation sind schnelle Entscheidungen wichtig", sagte Kramp-Karrenbauer. "Wir werden so lange unterstützen, wie wir gebraucht werden."

Reservisten könnten im Kampf gegen Corona-Krise unterstützen

Bisher hätten sich beim Verteidigungsministerium 2.336 Reservisten gemeldet, die notfalls im Kampf gegen die Corona-Krise zusätzlich helfen könnten. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, machte deutlich, dass diese bisher nur auf freiweilliger Basis zur Bundeswehr stießen. Das bedeute, dass sich der Reservist oder die Reservistin das Einverständnis des Arbeitgebers einholen müssten, so Zorn.

Insgesamt gebe es 75.000 Reservisten, über deren Erreichbarkeiten man verfüge, erklärte Kramp-Karrenbauer. Die Bundeswehr hat mehr als 180.000 Soldaten, der Reservistenverband hat 115.000 Mitglieder. "Beordert" seien 28.000 Reservisten - diese Männer und Frauen machten regelmäßig Übungen und seien in die Bundeswehr eingebunden.

Kramp-Karrenbauer wendet sich in Schreiben direkt an Bundeswehr

Die Verteidigungsministerin richtete ein Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, direkt an die Truppe. Die CDU-Politikerin erwähnte darin auch mögliche Einsätze zur "Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung".

"Nun wollen wir, auch mit Hilfe der Landeskommandos, über die Sanität hinaus Strukturen schaffen, die es für die Reserve ermöglichen, nützliche Beiträge leisten zu können", so Kramp-Karrenbauer. "Darauf wird es ankommen, insbesondere wenn die Krise länger andauert." Es müssten zusätzliche Kräfte organisiert werden.

Wir helfen bei der Gesundheitsversorgung und wenn nötig auch bei der Gewährleistung von Infrastruktur und Versorgung sowie der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung.
Annegret Kramp-Karrenbauer

Dafür würde sich die Bundeswehr mit hohem Engagement einbringen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten umfassend unterstützen. Das habe sie "den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer in Telefongesprächen persönlich versichert".

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