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Armin Laschet im ZDF : "In Deutschland achten wir mehr auf Risiken"

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NRW-Ministerpräsident Laschet verteidigt das vorsichtige Handeln beim Astrazeneca-Impfstoff. In Deutschland achte man verstärkt auf Risiken, sagte er im ZDF.

Der Astrazeneca-Impfstoff bleibt umstritten - und die in Deutschland beschlossene Altersbeschränkung macht die Sache nicht besser. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist gerade 60 geworden, das heißt er könnte sich ab Samstag in Nordrhein-Westfalen impfen lassen. Im ZDF heute journal macht der CDU-Vorsitzende klar, dass...

... er selbst noch keinen Impftermin mit Astrazeneca hat:

"Ich will mich da nicht vordrängeln, sobald ich dran bin werde ich es machen. Es gibt ein paar Menschen, die es dringender brauchen, die drauf warten, die chronisch Kranken und da sollte sich die Politik nicht vordrängeln. Wir haben jetzt grade eine Sonderaktion über Ostern gestartet, am Samstag trifft die Astrazeneca-Lieferung ein. Dann werden 460.000 Dosen an die Impfzentren weitergegeben, und alle über 60-Jährigen können dann sehr zeitnah einen Termin an den Ostertagen bekommen."

Wir brauchen die Offensive und dafür kämpfen wir jetzt.
Armin Laschet, CDU-Vorsitzender

... eine Impfung mit Astrazeneca am Ende kein Feldversuch auf eigenes Risiko ist:

"Alle über 80-Jährigen in den Alten- und Pflegeheimen konnten wir schützen, dass wir einen Schutzwall errichtet haben, weil alle das Gleiche gemacht haben, und wenn wir die Inzidenzzahlen des RKI anschauen, ist diese Gruppe heute, die, die am geringsten in der Gefahr steckt, angesteckt zu werden."

"Man sollte so schnell wie möglich den Hausärzten die Impfungen übertragen. Die haben schon im Kopf, wer ihrer Patienten den größten Bedarf hat und wer den größten Schutz braucht."

... Deutschland sehr stark im Ländervergleich auf Risiken achte:

"Es ist am Ende immer die Politik, die am Ende das Ganze beschließt und wir haben auch eine andere Mentalität. Wenn sie zum Beispiel Großbritannien sehen mit dem Astrazeneca-Impfstoff, da erwägt man nicht einmal ihn nicht einzusetzen. Da gibt es ähnliche Fälle, aber man sagt, wir wollen das Risiko in Kauf nehmen."

Wir in Deutschland achten mehr auf die Risiken. Politik und Verwaltung sind dann oft in der Gefahr, all die Risiken in Vorschriften zu regeln.
Armin Laschet, CDU-Vorsitzender

... Kontaktbeschränkungen aktuell sehr wichtig sind:

"Wir müssen gemeinsam über die Osterfeiertage nachdenken, was ist eine Ersatzmöglichkeit, wo können wir weitere Schutzmechanismen einführen, wo können wir das Leben weiter herunterfahren. Darüber muss gesprochen werden. Es gibt nur noch nicht die Lösung. Ab Ostersonntag gilt: Kontaktbeschränkung und die Läden sind zu."

"Wir müssen überlegen, was ist wirkungsvoll, was erreicht es, dass wir diese dritte Welle brechen und da sind alle im Moment dabei, alle Möglichkeiten zu prüfen."

... jedes Bundesland am besten wisse, was dort getan werden müsse:

"Es gibt einen Brief von Markus Söder und Winfried Kretschmann, der sagt an die anderen Kollegen gerichtet, was wir jetzt tun sollen. Der Kollege Daniel Günther, Ministerpräsident in Schleswig-Holstein, hat entgegnet: Wir in Schleswig-Holstein handeln und in Bayern und Baden-Württemberg schreibt man Briefe."

"Ich will da keine Partei ergreifen. Ich finde, das ist meine Meinung dazu, jeder soll in seinem Bundesland alles tun, um die Zahlen herunterzubringen. Wir sollten nicht anderen Kollegen zum Teil mit geringeren Inzidenz-Werten Empfehlungen geben, was sie machen sollen."

... über Ostern möglichst keine Reisen und Familienbesuche stattfinden sollen:

"Das Gefühl im Land ist nicht so, dass jedem der Ernst der Lage bewusst ist. Deswegen müssen wir nochmals diese zwei, drei Wochen, die vor uns liegen, bevor wir die Impfzahlen erreicht haben, dazu nutzen, Kontakte herunterzufahren, über Ostern möglichst keine Reisen, keine Familienbesuche, so wie das schon zu Weihnachten die Praxis war."

"Und wenn uns das gelingt, und wenn wir endlich beim Impfen Tempo machen, wofür wir von Karfreitag bis Ostermontag sorgen müssen, dann hab ich die Hoffnung, dass wir gut aus dieser Pandemie rauskommen. Und daran arbeiten alle parteiübergreifend, 16 Kolleginnen und Kollegen im deutschen Land."

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24.05.2022
von Sibylle Bassler
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