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Astrazeneca-Impfstopp - So reagieren die Bundesländer

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Deutschland hat die Impfungen mit Astrazeneca am Montag vorerst ausgesetzt. Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln. So reagieren die Bundesländer auf die Anweisung.

Die Aussetzung der Atrazeneca-Impfungen hat eine kontroverse Debatte über die Impfstrategie der Regierung ausgelöst. Gesundheitsminister Spahn wird für sein Vorgehen massiv kritisiert.

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Baden-Württemberg

  • Über 80-Jährige sollen anderen Impfstoff erhalten

Alle Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca sind auch in Baden-Württemberg unverzüglich gestoppt worden. Die Impfungen würden zunächst bis einschließlich kommenden Montag ausgesetzt und die Termine abgesagt. "Das betrifft aktuell rund 15.000 Impfungen pro Tag", erklärte das Gesundheitsministerium.

Die Impfzentren sollen zumindest die über 80-Jährigen mit anderen Impfstoffen versorgen. Alle anderen Termine fallen ersatzlos aus. Das aktuelle Modellprojekt "Impfen in Praxen" ist von der aktuellen Entwicklung nicht betroffen, da dabei ausschließlich Biontech verwendet wird.

Bayern

  • Das bayerische Gesundheitsministerium äußerte sich zunächst nicht zum weiteren Vorgehen bei den Impfungen.

Nach Angaben der Stadt Erlangen ist es noch unklar, wann die bereits geimpften Menschen wieder einen Termin bekommen, die spätestens nach zwölf Wochen eine zweite Impfung mit Astrazeneca brauchen.

Auch Deutschland und Frankreich setzen vorerst alle Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff aus. Gesundheitsminister Spahn bezeichnete dies als Vorsichtsmaßnahme.

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Berlin

  • In Berlin kommt der Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht mehr zum Einsatz.

Nach dem Start von Corona-Impfungen für Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen in Berlin wurden diese am Montag wieder ausgesetzt. Grund sei der bundesweite Stopp der Impfungen mit Astrazeneca, teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin mit. Erst am Montag hatten die Impfungen für Menschen mit Behinderungen in Berlin begonnen.

Geplant war laut Verband, dass in den kommenden Tagen mehr als 23.000 Menschen mit Behinderung geimpft werden - sowohl solche in stationären Einrichtungen als auch solche, die ambulant betreut werden. Auch die mehr als 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Menschen mit Behinderungen betreuen, sollten einen Impfschutz erhalten.

Brandenburg

  • Brandenburg sagt vorerst alle Astrazeca-Impfungen ab.

In den elf Impfzentren im Land waren in dieser Woche insgesamt rund 22.500 Impftermine mit Astrazeneca gebucht. Betroffene Personen, die bei der Terminbuchung eine E-Mail-Adresse hinterlegt haben, werden per E-Mail über die Terminabsage informiert.

Das neue Impfzentrum in Perleberg (Prignitz) kann dennoch am Dienstag in Betrieb gehen, da dort nur Biontech/Pfizer verimpft wird.

Bremen

Im kleinsten Bundesland werde man versuchen in den kommenden Tagen einzelne abgesagte Impftermine mit anderen Impfstoffen abzufangen. Das sagte der Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts gegenüber Radio Bremen.

Hamburg

Hamburg sagt bis auf Weiteres alle Impftermine mit dem Vakzin von Astrazeneca ab. Bereits am Sonntag hatte die Behörde wegen Lieferengpässen bei Astrazeneca die Vergabe von Impfterminen für unter 80-Jährige eingestellt.

Aussetzung von Astrazeneca - Spahn: Impfstopp, "um Vertrauen zu erhalten" 

Die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff Astrazeneca sind vorerst ausgesetzt. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet das als "fachliche Entscheidung".

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von Tim-Julian Schneider

Hessen

Alle 28 hessischen Impfzentren seien angewiesen worden, die Impfungen mit dem Vakzin Astrazeneca umgehend einzustellen. Alle Impftermine mit Astrazeneca im Land werden nach Angaben des Ministeriums storniert. Personen, die bereits eine Terminzusage zur Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff erhalten haben, würden sofort vom Land darüber informiert.

Mecklenburg-Vorpommern

  • Das Land bittet die Bevölkerung, Impftermine nicht wahrzunehmen

Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern müssen vorerst auf ihre Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca verzichten. Aufgrund der Empfehlungen des Bundes werden die Impfungen mit Astrazeneca mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin mitteilte.

Es werden ebenfalls keine Termine mehr vergeben. Die Impfungen mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna sollen hingegen fortgesetzt werden.Etwa 800 Impftermine mit dem Astrazeneca-Impfstoff waren laut Ministerium landesweit am Dienstag geplant. "An den anderen Tagen sieht es in dieser Woche ähnlich aus. Deshalb die Bitte, diese Termine in den Impfzentren nicht wahrzunehmen", betonte Glawe.

Niedersachsen

  • Hausarzt-Impfungen ab April fraglich
  • Terminabsagen noch unklar

Das vorübergehende Aussetzen von Corona-Schutzimpfungen mit dem Präparat von Astrazeneca bremst die Impfkampagne in Niedersachsen aus. "Der Impfstopp wird sich leider auf das Vorankommen der Schutzimpfungen in Niedersachsen auswirken", teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Montag mit.

Welche konkreten Folgen dies für die Terminvergabe oder den Umgang mit Lagerbeständen hat, werde nun analysiert und bewertet. Inwiefern auch bereits gebuchte Termine möglicherweise abgesagt werden müssen, konnte das Ministerium noch nicht sagen. So könne man auch nicht mehr garantieren, dass die Hausärzte Mitte April in die Verabreichung der Impfdosen integriert würden.

Die Bundesregierung hat auf Anraten des Paul-Ehrlich-Institutes einen Impfstopp für Astrazeneca veranlasst. Virologin Ulrike Protzer hält eine neue Prüfung des Vakzins für richtig.

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Nordrhein-Westfalen

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums in Düsseldorf von Montag können bereits vereinbarte Termine mit diesem Impfstoff vorerst nicht stattfinden und würden von den zuständigen Stellen abgesagt, heißt es in einer Mitteilung.

Kurzfristig versuchten einzelne Impfzentren - unter anderem in Köln und Bonn - am Montag Impflinge mit Terminen auf Biontech/Pfizer umzubuchen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz stoppt sofort alle Corona-Schutzimpfungen mit dem Präparat Astrazeneca. Bereits vergebene Termine werden bis zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) vorsorglich ausgesetzt, zunächst bis zum 21. März, teilte das Gesundheitsministerium in Mainz am Montag mit.

Saarland

  • Statt Astrazeneca wird vorerst anderes Vakzin verimpft

Das Saarland stoppt die Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca. Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Abend, die für diese Woche in den vier Impfzentren im Saarland geplanten Impftermine fänden planmäßig statt. Statt Astrazeneca komme dabei ein anderer Impfstoff zum Einsatz.

Sachsen

  • Sämtliche Termine für Erstimpfungen in kommenden Tagen gestrichen

Sachsen stoppt ab sofort alle Termine für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca. Ein am Montagmorgen gestartetes Modellprojekt für Hausarztimpfungen wurde wieder auf Eis gelegt. Laut Deutschem Roten Kreuz (DRK), das die Impfzentren in Sachsen für den Freistaat organisiert, sind durch den verhängten Stopp sämtliche Ersttermine für Impfungen für die nächsten Tage gestrichen.

Auch Deutschland stoppt ab sofort die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca. Gesundheitsminister Jens Spahn nahm nun Stellung zu dieser Entscheidung.

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Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verwendet bis auf Weiteres nicht mehr den Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Das teilte das Gesundheitsministerium in Magdeburg am Montag mit. Sämtliche Termine für Impfungen mit Astrazeneca werden bis auf Weiteres gestoppt.

Schleswig-Holstein

  • Impftermine bis Freitag storniert

Auch in Schleswig-Holstein werden Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca bis auf Weiteres ausgesetzt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Kiel am Montag mit. Zunächst seien die gebuchten Impftermine bis Freitag storniert worden. Die Betroffenen werden per E-Mail informiert. Gebuchte Termine mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna seien nicht betroffen.

Thüringen

Thüringen stoppt vorsorglich die Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca. Betroffen von der Entscheidung seien die beiden großen Impfzentren in Erfurt und Gera, wo Astrazeneca eingesetzt werde. Dagegen werde in kleineren Impfzentren in den Städten und Landkreisen, wo andere Impfstoffe genutzt werden, weiter geimpft. Vor allem Menschen der Altersgruppe über 80 Jahre würden dort immunisiert.

Nach neuen Thrombose-Fällen - Darum hat Deutschland Astrazeneca ausgesetzt 

Deutschland setzt Impfungen mit Astrazeneca vorübergehend aus, weil einzelne Geimpfte gesundheitliche Probleme bekamen. Ob ein Zusammenhang besteht, ist nach wie vor fraglich.

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von Oliver Klein und Jan Schneider

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

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