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Weniger Impfdosen für EU - Astrazeneca-Verzögerung gefährdet Impfplan

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Karl Lauterbach warnt, dass der "Impfplan bis Sommer in Deutschland nicht zu halten" sein könnte. Grund ist eine Lieferverzögerung bei Astrazeneca. Die EU übt scharfe Kritik.

Bianca Bartel, impfberechtigte Mitarbeiterin der Johanniter-Unfall-Hilfe, bereitet den Impfstoff von AstraZeneca für eine Impfung der Mitarbeiter in der Mira-Lobe-Förder- und -Oberschule vor.
Noch weniger Impfstoff als erwartet: Astrazeneca soll bis Ende März nur 30 Millionen Dosen an die EU liefern können.
Quelle: dpa

Der britisch-schwedische Impfstoffanbieter Astrazeneca soll seine Lieferungen an die Europäische Union weiter kürzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters und die "Süddeutsche Zeitung" berichten, sollen bis Ende März 30 Millionen Dosen zur Impfung gegen das Coronavirus ausgeliefert werden. Das wären zehn Millionen weniger als im Februar angekündigt und lediglich ein Drittel der ursprünglichen Zusage.

Zwei Wochen lang will Dänemark nicht mit Astrazeneca impfen. Der Grund: Es gibt Berichte über schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung.

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"Impfplan bis Sommer in Deutschland nicht zu halten"

Insidern zufolge gibt es Schwierigkeiten bei den internationalen Lieferketten. Damit könnten neue Rückschläge auf die Impfkampagne in Europa zukommen. Davor warnt etwa SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

"Wenn sich bestätigt, dass AstraZeneca EU im 2. Quartal nur 70 Mio Impfdosen und J@J erst Ende April liefert, ist der Impfplan bis Sommer in Deutschland nicht zu halten", schrieb er auf Twitter.

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Die Lieferkürzung bei Astrazeneca stieß in Brüssel auf scharfe Kritik: "Es ist an der Zeit, dass der Vorstand von
Astrazeneca seine treuhänderische Verantwortung wahrnimmt und jetzt alles Notwendige tut, um die Verpflichtungen von AZ zu erfüllen", schrieb Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Industrie, in der Nacht zum Freitag auf Twitter.

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Impfstoff-Ausfuhrverbot in den USA

Hintergrund der gekürzten Pläne soll ein Ausfuhrverbot in den USA sein: Die US-Regierung habe erklärt, die EU solle zunächst nicht damit rechnen, in den USA hergestellte Impfdosen zu erhalten, sagten zwei hochrangige EU-Mitarbeiter Reuters.

Astrazeneca hatte vergangenen Monat angekündigt, nur rund die Hälfte der 180 Millionen Impfeinheiten im zweiten Jahresquartal in die EU liefern zu können. Später hatte der Konzern erklärt, die Lücke mit Lieferungen des Impfstoffs aus außereuropäischen Standorten - darunter die USA - zu verkleinern.

Joe Biden hat die USA dazu aufgerufen, gemeinsam gegen die Corona-Pandemie zu kämpfen. Bis zum 1. Mai wolle er die Corona-Impfstoffe für alle Erwachsenen freigeben lassen.

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Seibert kritisiert Ausfuhrpraxis der USA: "Bilateraler Gespräche"

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert signalisierte, dass die fehlenden Lieferungen Thema bilateraler Gespräche seien. Er verwies am Freitag in Berlin darauf, dass die Ausfuhrpraxis der EU und der USA in dieser Frage sehr unterschiedlich sei. Während die EU mehr als 30 Länder - darunter die USA - mit Impfstoffdosen versorge, sei dies bei den Vereinigten Staaten und Großbritannien nicht oder kaum der Fall.

Die EU sei zuständig, über solche Fragen zu reden und stehe in engen Austausch mit der Bundesregierung. "Aber natürlich und dennoch ist dies auch ein Thema, das die Bundesregierung auch in bilateralen Gesprächen anspricht", fügte Seibert hinzu.

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