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Exportverbot möglich - Von der Leyen droht Astrazeneca

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EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen droht Astrazeneca mit einem Exportverbot. Das Unternehmen habe nur einen Bruchteil der vereinbarten Menge Corona-Impfstoff geliefert.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen während einer Rede in Brüssel.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Quelle: ap

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verschärft die Tonlage gegenüber dem Pharmaunternehmen Astrazeneca wegen der Kürzung der vereinbarten Lieferungen des Corona-Impfstoffs.

"Wir haben die Möglichkeit, einen geplanten Export zu verbieten. Das ist die Botschaft an Astrazeneca: Du erfüllst erst deinen Vertrag gegenüber Europa, bevor du beginnst, in andere Länder zu liefern", sagte von der Leyen den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Die Impfkampagne mit Astrazeneca soll "ab morgen" fortgesetzt werden, kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn an. Zuvor hatte die EMA grünes Licht gegeben. ZDFheute live berichtet.

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Astrazeneca: Zu wenig Vakzin geliefert

Sie warf dem Unternehmen vor, im ersten Quartal nur 30 Prozent der vereinbarten Menge geliefert zu haben. Dass die EU-Kommission neue Exportauflagen für knappen Corona-Impfstoff erwägt, hatte von der Leyen zuletzt erklärt.

Die Kommissionspräsidentin hatte mitgeteilt, dass ein förmliches Schreiben an Astrazeneca wegen Lieferschwierigkeiten beim Corona-Impfstoff geschickt wurde.

Die EU-Kommission hat sich für einen europaweit gültigen Impfausweis ausgesprochen. Zudem soll es Exportbeschränkungen bei Impfstoffen geben.

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Von der Leyen: Strukturiertes Vorgehen

"Wir wollen ein strukturiertes Vorgehen zur Lösung der Kontroversen in Gang setzen", sagte von der Leyen im Interview der italienischen Zeitung "La Repubblica". Es gebe einige offene Punkte bei den Verträgen und der beste Weg, sie zu klären, sei dieser.

Von der Leyen dämpfte zugleich die Erwartungen an Urlaubsreisen im Sommer. "Es ist jetzt zu früh, schon über den Sommer zu diskutieren", sagte sie den Funke-Zeitungen. "Wir sind noch in einer sehr schwierigen Situation mit der schnellen Verbreitung aggressiverer Virusvarianten, in manchen Mitgliedsländern beginnt die dritte Welle."

Ein EU-weit einheitlicher Impfnachweis könnte bald das Reisen in Europa trotz Corona-Pandemie ermöglichen. Stark vom Tourismus abhängige Mitgliedstaaten wie Griechenland oder Spanien sehen darin eine Chance, es gibt aber auch Vorbehalte.

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Kommt der Impfpass im Sommer?

Zunächst gehe es darum, die Verbreitung des Virus einzudämmen und die Zahl der Impfungen zu steigern. "Parallel bereiten wir das Impfzertifikat für den Sommer vor. Dann können wir sehen."

Die Europäer sollen nach dem Willen der EU-Kommission im Sommer wieder reisen können - mit einem "Grünen Zertifikat" als Nachweis von Impfungen, Tests oder einer überstandenen Covid-Erkrankung. Das Konzept hatte von der Leyen präsentiert.

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