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Corona-Impfstoff - WHO und EMA empfehlen Astrazeneca weiterhin

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WHO und EMA sehen derzeit kein altersspezifisches Risiko beim Astrazeneca-Impfstoff. Beide Organisationen empfehlen den Einsatz von Astrazeneca weiter.

Ein Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Archivbild
Ein Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Archivbild
Quelle: Soeren Stache/dpa

Der strategische Impfrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält an dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca fest. Er sieht auch nach der deutschen Entscheidung gegen den Einsatz des Mittels bei Menschen unter 60 Jahren keinen Anlass für eine Anpassung seiner Empfehlungen, wie die Direktorin der WHO-Abteilung Impfungen, Kate O'Brien, am Mittwoch in Genf sagte.

Auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) erklärt, dass sie derzeit keine altersspezifischen Risiken bei dem Corona-Vakzin sehe. Eine Prüfung habe keine spezifischen Risikofaktoren wie etwa Alter oder Geschlecht ergeben, die Prüfungen würden aber fortgesetzt, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit.

Bund und Länder hatten am Dienstag nach weiteren Berichten über Thrombose-Fälle den Einsatz des Astrazeneca-Vakzins auf Menschen ab 60 Jahren beschränkt.

Dass das Astrazeneca-Vakzin nur noch bei Menschen über 60 eingesetzt werden soll, sorgt erneut für Verunsicherung. Wie die dritte Corona-Welle gebrochen werden soll, bleibt unklar.

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2 min
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Astrazeneca erhielt WHO-Notfallzulassung

Der Astrazeneca-Impfstoff hat eine WHO-Notfallzulassung. Das ist die Voraussetzung für den Einkauf durch UN-Organisationen. Für viele Länder mit begrenzten eigenen Regulierungskapazitäten ist dies auch die Grundlage für die eigene Zulassung. Die solidarische Impfinitiative Covax hat bis Mai 237 Millionen Impfdosen von Astrazeneca zur Auslieferung an mehr als 140 Länder vorgesehen.

Die ersten Lieferungen laufen seit Anfang März. Zu der deutschen Astrazeneca-Entscheidung sagte O'Brien, jedes Land müsse den Einsatz der Impfstoffe seinen spezifischen Bedürfnissen anpassen: "Jedes Land geht seinen eigenen Weg." Eine Rolle spiele dabei etwa, welche anderen Impfstoffe das Land zur Verfügung habe.

O'Brien: "Dies ist ein sicherer Impfstoff."

Wenn einzelne Länder ihr Portfolio optimieren wollten, sollten sie dies tun. Sie betonte aber: 

Wir sind sehr klar in unserer Nutzen-und-Risiko-Einschätzung: dies ist ein sicherer Impfstoff.
Kate O'Brien, WHO-Abteilung Impfungen

Die WHO ist besorgt über insbesondere drei Varianten des Erregers Sars-CoV-2. Mehrere weitere Varianten würden zur Zeit beobachtet, sagte O'Brien. Man wisse noch zu wenig über die Wirksamkeit der vorhandenen Impfstoffe gegen die drei Varianten (B.1.1.7, B.1.351 und B.1.1.28.1 alias P.1). Sie wurden erstmals in Großbritannien, Südafrika und Brasilien entdeckt.

Die Impfstoffe seien nach ersten Einschätzungen bei Zirkulation dieser Varianten etwas weniger effektiv, böten aber soweit weiter Schutz, vor allem vor besonders schweren Covid-19-Erkrankungen. Der Impfrat hofft, dass er bis Ende April auch Empfehlungen für den Einsatz der beiden chinesischen Impfstoffe geben kann.

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