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Kanzleramtschef Braun im ZDF - "Hätten lieber früher gehandelt"

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Die Regierung wollte strengere Corona-Maßnahmen - und ist damit vorerst gescheitert. Warum das Treffen trotzdem nicht ergebnislos war, erklärt Kanzleramtschef Braun im ZDF.

Vorerst gibt es keine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) appelliert dennoch, „persönliche Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren".

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Das Kanzleramt wollte schärfere Kontaktbeschränkungen und eine Maskenpflicht in Schulen - doch die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben dies beim Corona-Gipfel am Montag abgeblockt. Stattdessen: nur Appelle.

Ein Misserfolg für die Kanzlerin? Kanzleramtsminister Helge Braun hat den Gipfel im ZDF-Interview verteidigt. "Das Treffen war nicht ergebnislos", sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Es habe die Bevölkerung erneut für die Notwendigkeit von Kontaktbeschränkungen sensibilisiert.

Regierung hätte lieber früher gehandelt

Dennoch räumte der CDU-Politiker ein, dass nicht alle Ziele vonseiten des Kanzleramts erreicht worden seien. Dies betreffe insbesondere die beiden Aspekte Kontaktbeschränkungen und Infektionsschutz in Schulen. "Wir wollten den Novembermonat nutzen", so Braun.

Die beiden Themen seien nicht gänzlich abgelehnt worden, sondern nur auf nächste Woche vertagt worden. Doch: Die Regierung mache "keinen Hehl daraus", dass sie lieber früher gehandelt hätte.

Beschränkungen sind immer Maßnahmen, die keinem leicht fallen.
Helge Braun, Kanzleramtsminister (CDU)

Wie geht es weiter in den Schulen?

"Niemandem geht es darum Schulen zu schließen", betonte Helge Braun. Ziel sei es, den Unterricht "infektionsssicher" zu gestalten. Nun sollen die Länder bis nächste Woche Vorschläge liefern, wie man die Ansteckungsrisiken im Schulbereich reduzieren könne, sagte der Kanzleramtsminister.

"Sowohl das Robert-Koch-Institut als auch unsere nationale Wissenschaftsakademie die Leopoldina haben Vorschläge gemacht, wie man den Schulunterricht sicher gestalten kann", sagte Braun. "Die hätten wir gerne gestern schon beschlossen," betonte der CDU-Politiker.

Teststrategie: Erst auskurieren, dann testen

Helge Braun erklärte im ZDF-Morgenmagazin erneut, wie im Falle von Erkältung vorzugehen sei:

  • deutliche Erkältungsymptome: zu Hause bleiben
  • sich telefonisch beim Arzt melden
  • Themen Quarantäne und Krankschreibung besprechen
  • auf Grundlage der Symptome über einen Test entscheiden

"Das ist eine aus meiner Sicht eine völlig unstrittige Vorgehensweise", betonte Braun abschließend. Sie basiere auf den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und sei weiterhin Bestandteil der Beschlussvorlage.

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