Sie sind hier:

Einigung von Bund und Ländern - Das sind die bisherigen Corona-Regeln

Datum:

Strengere Kontaktbeschränkungen, Lockerungen zu den Feiertagen. Bund und Länder hatten sich auf einen Corona-Fahrplan bis ins neue Jahr geeinigt. Doch es gibt Sonderregelungen.

Dieser Beitrag gibt die Corona-Beschlüsse von Anfang Dezember wieder. Eine Übersicht über die Regeln im harten Shutdown, der ab 16. Dezember gilt, finden Sie hier.

Kanzlerin Merkel hat Ende November die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vorgestellt. Welche Maßnahmen wurden verschärft? Was gilt an den Feiertagen? ZDFheute live ordnet ein.

Beitragslänge:
58 min
Datum:

Nach der Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis zum 20. Dezember mit verschärften Auflagen für den Einzelhandel, aber auch Lockerungen über die Feiertage, folgte die nächste Verlängerung bis 10. Januar.

Bund und Länder haben die Corona-Maßnahmen für den Dezember beschlossen. Der Teil-Shutdown wurde bis zum 20.12. verlängert, die Kontaktbeschränkungen verschärft. Die Maskenpflicht soll künftig auch vor Geschäften und auf belebten Plätzen gelten.
Das sind die aktuellen Corona-Maßnahmen
Quelle: ZDF

Die wichtigsten Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels im Überblick. Dabei ist zu beachten: Bei einer sehr niedrigen Inzidenz kann es zu regionalen Abweichungen kommen.

Kontaktbeschränkungen

Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Seit 1. Dezember sind "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten" auf den eigenen Haushalt sowie einen weiteren zu beschränken - jedoch auf maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Schleswig-Holstein geht einen Sonderweg: Das Bundesland hält an seinen bisherigen Regelungen fest.

Für die Feiertage beschließen Bund und Länder in dem Abschlusspapier eine Sonderregelung.

Lockerungen an Weihnachten und Silvester

Vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar - und damit über Weihnachten und Silvester - sind Treffen bis maximal zehn Personen erlaubt. Auch hier werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt. Allerdings gelten in einigen Ländern je nach Infektionslage noch eigene Regeln.

Mit den vorübergehenden Lockerungen, wollen Bund und Länder "Feste im Kreise von Familie und Freunden, wenn auch im kleineren Rahmen" ermöglichen. "Denn diese Tage sind für den familiären und gesellschaftlichen Zusammenhalt besonders wichtig", heißt es weiter.

Ebenfalls wird dazu aufgerufen, im Vorfeld der Feiertage "die Kontakte auf wirklich notwendigste zu reduzieren. Dazu gehört der weitgehende Verzicht auf private Treffen, Reisen und nicht erforderliche Begegnungen im öffentlichen Raum". Helfen könnte ein vorgezogener Weihnachtsurlaub oder Homeoffice.

"An Weihnachten war Jesus mit Maria und Josef auch allein", sagt Bruder Paulus. Er und auch die evangelische Theologin Margot Käßmann bräuchten keine Lockerungen des Lockdowns.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

In Nordrhein-Westfalen dürfen Bundesbürger über Weihnachten bei Familien-Besuchen Ministerpräsident Armin Laschet zufolge doch in Hotels übernachten. Touristische Reisen seien zwar untersagt, doch dürften Menschen, die Familien an den Feiertagen besuchten und dort keinen Schlafplatz haben, Hotels nutzen, sagt Laschet. Bei einem solchen Familienbesuch "ist es möglich, dass man auch in einem Hotel übernachtet".

Schulen, Kitas, Unis und Weihnachtsferien

Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen bleiben grundsätzlich geöffnet. Die Weihnachtsferien starten in den allermeisten Bundesländern schon ab dem 19. Dezember. Bremen und Thüringen behalten sich eigene Regelungen vor.

In NRW sollen die Leitungen der Kitas die Möglichkeit erhalten, die Betreuungszeiten zu kürzen. Bis zu sechs Stunden pro Woche solle dies möglich sein, sagt Familienminister Stamp (FDP).

Wichtig: Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sollen zusätzliche Maßnahmen "schulspezifisch" umgesetzt werden. Eine Möglichkeit: Ein Wechselunterricht ab der 8. Klasse (außer Abschlussklassen). Das heißt: Eine Klassenhälfte ist vor Ort in der Schule, die andere wird per Videokonferenz hinzugeschaltet.

Bei einem Inzidenzwert von deutlich mehr als 50, soll dort, wo kein Abstand eingehalten werden kann, eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse greifen.

Die Corona-Info-Portale der Bundesländer

Wird ein Schüler oder eine Schülerin positiv getestet, sollen diese gemeinsam mit ihren Mitschülern - in der Regel die Schulklasse - in eine fünftägige Quarantäne geschickt werden. Die Tage am Wochenende zählen mit. Danach entscheidet ein Schnelltest.

Hochschulen und Universitäten sollen ab Dezember grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen - mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen Ausbildungsabschnitten und Prüfungen.

Sachsen will ab 14.12. Schulen, Kitas, Horte schließen. Das Bundesland bekommt die Ausbreitung des Virus derzeit nicht in den Griff.

Einzelhandel

Der Groß- und Einzelhandel bleibt auch in der Adventszeit weiter geöffnet. Doch: Es gelten künftig neue Auflagen:

  • bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche: Nur eine Kundin oder ein Kunde pro 10 Quadratmetern
  • ab 801 Quadratmetern Verkaufsfläche: Nur eine Kundin oder ein Kunde pro 20 Quadratmetern
  • Vor Geschäften und auf Parkplätzen gilt künftig eine Maskenpflicht

Zudem rufen Bund und Länder dazu auf, die Weihnachtseinkäufe "möglichst auch unter der Woche" zu erledigen.

In Sachsen müssen ab 14.12. viele Geschäfte schließen. Offen bleiben sollen Lebensmittelgeschäfte und Geschäfte für den Grundbedarf.

Maskenpflicht

Hier gilt seit 1. Dezember eine Maskenpflicht:

  • "in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind"
  • "Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten, so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten." Die genauen Orte und Zeiten sollen die örtlichen Behörden festlegen.
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • am Arbeitsplatz, außer am Platz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird

Erweiterte Hotspot-Strategie: Verschärfte Regeln bei sehr hoher Inzidenz

Eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen soll weiterhin in Kraft treten, wenn die 7-Tage-Inzidenz sich auf einem zu hohen Niveau befindet. Bund und Länder legen jetzt einen zusätzlichen Grenzwert bei "über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche und diffusem Infektionsgeschehen" fest.

Dann sollen neue Regeln ergriffen werden, um eine rasche Absenkung zu erreichen.

In Bayern sind unter anderem künftig nächtliche Ausgangssperren in Hotspots vorgesehen, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen je 100.000 Einwohner haben.

In Hessen gibt es in Corona-Hotspots künftig ebenfalls eine nächtliche Ausgangssperre. In Regionen, in denen die Inzidenz über 200 dauerhaft überschritten wird, gilt ab 11.12. eine Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Dies gilt zunächst bis zum 10. Januar. Außerdem wird der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ganztags untersagt.

Auch in Rheinland-Pfalz gibt es die Hotspot-Strategie ab einem Inzidenzwert von mehr als 200. Sie beinhaltet in bestimmten Regionen begrenzte Kontakte, andere Öffnungszeiten, Alkoholverbote, nächtliche Ausgangsbegrenzungen, mehr Maske im Alltag, sowie Wechselunterricht an Schulen.

Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Hotellerie und Ski-Urlaub

Es bleibt dabei: Die Gastronomie bleibt zu. Genau wie Freizeit- und Kultureinrichtungen - mindestens bis zum 10. Januar. Gleichzeitig werden die November-Hilfen aber verlängert.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will den Alkoholausschank unter freiem Himmel verbieten. Das wolle man in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Lucha (Grüne) an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen.

Bund und Länder pochen zudem darauf, auf den Ski-Urlaub in diesem Jahr zu verzichten. Es gilt der Appell: "Alle nicht zwingend erforderlichen beruflichen und privaten Reisen, insbesondere touristische Reisen auch ins Ausland, unter anderem in Hinblick auf die Skisaison" zu unterlassen.

Darüber hinaus soll der Bund sich dafür einsetzen, dass bis zum 10. Januar kein Skitourismus in Europa stattfindet.

Zudem heißt es: "Übernachtungsangebote im Inland werden weiter nur für notwendige und ausdrücklich nicht für touristische Zwecke zur Verfügung gestellt."

Bahnfahrten

Die bisherigen Maskenkontrollen sollen laut Beschlusspapier weiter ausgebaut werden. Des Weiteren kündigen Bund und Länder eine Erhöhung der Sitzplatzkapazität sowie eine Einschränkung der Sitzplatzreservierungen an.

Feuerwerk

Ein generelles Feuerwerks- beziehungsweise Böllerverbot gibt es nicht. Stattdessen: Eine Empfehlung an alle Bürger und Bürgerinnen, darauf zu verzichten.

Einzig auf belebten Straßen und Plätzen ist Pyrotechnik strikt untersagt. Die betroffenen Orte werden von den örtlichen Behörden bestimmt. Das Ziel: größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Auch öffentliche Feuerwerke dürfen nicht stattfinden.

Rheinland-Pfalz plant jedoch anders. Es werde ein Böllerverbot im öffentlichen Raum geben, gab Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gestern bekannt.

Alkoholverbote

Mecklenburg-Vorpommern verbietet den Ausschank von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit.

Auch hatte der Hamburger Senat mitgeteilt, dass in bestimmten Stadtgebieten der Verkauf von Glühwein und anderen alkoholischen Heißgetränken bis Anfang Januar eingeschränkt werde.

Das Saarland beschloss ein Alkoholverbot auf belebten Plätzen und Straßen an Heiligabend und über Silvester.

Auch in Rheinland-Pfalz möchte Ministerpräsidentin Dreyer ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen umsetzen.

Homeoffice

Arbeitgeber sind angehalten, ihren Beschäftigen Homeoffice zu ermöglichen - und zwar unbürokratisch. Das Ziel ist es auch hier: Kontakte zu vermeiden.

Auch Betriebsferien sollen vom 23. Dezember bis 1. Januar überprüft werden, damit Betriebe geschlossen werden können. Der Grundsatz: "Wir bleiben zuhause."

Dr. Corinna Pietsch bewertet die neuen Maßnahmen und erklärt, warum strenge Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen Corona weiter wichtig sind.

Beitragslänge:
14 min
Datum:

Krankenhäuser, Betreuung und Pflege

Wie bereits angekündigt, will der Bund für besonders gefährdete Gruppen im Dezember 2020 gegen eine geringe Eigenbeteiligung 15 FFP2-Masken (rechnerisch eine je Winterwoche) pro Person zur Verfügung stellen.

Zudem sind ab dem 1. Dezember je Pflegebedürftigen 30 Schnelltests pro Monat vorgesehen. Und: Zum Weihnachtsfest sollen Besuchsmöglichkeiten geschaffen werden.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Ein Ärztin verabreicht einer Patientin eine Impfung gegen das Coronavirus.

Nachrichten | heute - Steigende Corona-Neuinfektionen  

Immer lauter wird der Ruf nach mehr Drittimpfungen. Anspruch auf eine dieser sogenannten Booster-Impfungen haben ältere Menschen und Risikogruppen.

26.10.2021
von Heike Slansky
Videolänge
1 min
Impfstoff von Biontech/Pfizer (Symbolbild)

Vektor, mRNA oder Ganzvirus - Was ist eigentlich ein Totimpfstoff? 

Joshua Kimmich hat die Debatte um Impfstoffarten neu angeregt. Was unterscheidet mRNA- von Vektorimpfstoffen? Und was ist ein Totimpfstoff, auf den manche warten? Ein Überblick.

von Jan Schneider
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.