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Corona-Schutzmaßnahmen - Elternvertreter für Impfpflicht bei Lehrern

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Die Zahl der Neuinfektionen steigt - nun fordern Elternvertreter strengere Corona-Maßnahmen an Schulen. Von einer Impfpflicht für Lehrer ist die Rede, doch das ist umstritten.

Archiv: Lehrerin mit Mundschutz unterrichtet eine Grundschulklasse am 31.08.2020
Eine Lehrerin mit Mundschutz unterrichtet eine Grundschulklasse (Archivfoto). Elternverter fordern nun eine Impfpflicht für Lehrkräfte.
Quelle: dpa

Der Bundeselternrat hat eine Impfpflicht für  Lehrkräfte gefordert. Diese müsste von der Bundesregierung "bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden", sagte Vorstandsmitglied Ines Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Quarantäne ganzer Klassenverbände oder gar Schulschließungen müssten unbedingt verhindert werden.

Verbände und Bundesregierung lehnen ab

Der Verband Bildung und Erziehung hatte Forderungen nach einer Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer schon vor Monaten zurückgewiesen. Gewerkschaftschef Udo Beckmann verwies im Juli darauf, dass die Berufsgruppe mit überwältigender Mehrheit geimpft sei, die Impfquote liege teils bei 90 Prozent.

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Auch die Bundesregierung lehnt Impfpflichten ab. Eine solche Pflicht ist in Deutschland zwar möglich, aber selten. So ist seit März 2020 der Nachweis einer Immunisierung gegen Masern für Kinder bei der Aufnahme in Kitas und Schulen vorgeschrieben. Für Lehr- und Erziehungskräfte gilt dies ebenfalls.

Laut Infektionsschutzgesetz kann das Bundesgesundheitsministerium anordnen, "dass bedrohte Teile der Bevölkerung" an Schutzimpfungen teilzunehmen haben.

Ärzteverband fordert Abschaffung der Tests an Schulen

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, forderte indes die Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen. "Wir brauchen die anlasslosen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr", sagte er der "Bild". Denn Kinder erkrankten selten schwer an Covid-19. Der riesige logistische Aufwand der Schnell-Tests lohne sich nicht und führe nicht selten zu falschen Ergebnissen.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wiederum verlangte zum Start des Wintersemesters an den Hochschulen, Studierenden und Beschäftigten kostenlose Corona-Tests und medizinische Schutzmasken anzubieten. Hygieneregeln, die das 3G-Prinzip einschlössen - also Zugang nur für Geimpfte, Getestete oder Genesene - seien weiterhin erforderlich, sagte er stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Keller der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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