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Als erstes Land in Europa - Dänemark stellt Impfungen mit Astrazeneca ein

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Dänemark stellt die Corona-Impfungen mit Astrazeneca ein. Es bestehe ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel.

Der Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca am 24.03.2021 in Madrid
Dänemark will gar nicht mehr mit Astrazeneca impfen
Quelle: picture alliance / AA

Dänemark will nach den Berichten über seltene Hirnvenenthromobosen ganz auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca verzichten.

Dänisches Impfprogramm ohne Astrazeneca

Es bestehe ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von Astrazenca und sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel, Blutungen und niedriger Blutplättchenzahlen, teilte der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit.

Dies und die Tatsache, dass die Corona-Pandemie in Dänemark derzeit unter Kontrolle sei und andere Impfstoffe gegen Covid-19 zur Verfügung stünden, seien maßgeblich bei der Entscheidung gewesen, dass das Impfprogramm ohne Astrazeneca weitergehe.

Die bereits im März ausgesetzten Impfungen mit dem Vakzin würden nicht wieder aufgenommen, sagte der Leiter der dänischen Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm, auf einer Pressekonferenz.

Unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen für ihre Zweitimpfung andere Präparate erhalten. "Ein Risiko durch die Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff ist nicht anzunehmen", so Stiko-Chef Thomas Mertens.

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Dänische Gesundheitsbehörde: Impfkampagne wird fortgesetzt

Die Impfkampagne werde deshalb für alle Altersgruppen "ohne diesen Impfstoff fortgesetzt" und werde ohne Astrazeneca nun einige Wochen länger dauern als geplant.

Die Behörde ergänzte jedoch, dass nicht ausgeschlossen werde, dass das Mittel von Astrazeneca zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingesetzt werden könne, wenn sich die Lage verändere.

Hintergrund sind seltene Hirnvenenthromobosen

Hintergrund ist eine Häufung der seltenen Thrombosen vor allem bei jüngeren Frauen in zeitlicher Näher zur Impfung mit Astrazeneca.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte am Impfstoff von Astrazeneca festgehalten und erklärt, die Vorteile seien größer als die Risiken.

Mehrere EU-Staaten nutzen den Impfstoff in der Regel nur noch für ältere Menschen. In Deutschland wird der Astrazeneca-Impfstoff wegen der selten auftretenden Blutgerinnsel grundsätzlich nur noch an Menschen ab 60 Jahren verabreicht.

Dänemarks Impfkampagne

Dänemark stellt nun als erstes Land in Europa die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca dauerhaft ein.

Insgesamt haben in Dänemark mit seinen rund 5,8 Millionen Einwohnern knapp eine Million Menschen ihre Corona-Erstimpfung erhalten, fast die Hälfte davon auch schon ihre zweite. Der Großteil davon wurde mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer geimpft.

Grafik eines Blutgerinnsels

Astrazeneca-Impfstopp - Was wir über Sinusvenenthrombosen wissen 

Es sind nur wenige Fälle und noch ist nicht klar, ob sie mit den Impfungen zu tun haben: Was bisher zu den Sinusvenenthrombosen im Zusammenhang mit Astrazeneca bekannt ist.

von Jan Schneider und Alexandra Hawlin

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