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Hospitalisierungsrate : Corona-Daten sind nach wie vor unzuverlässig

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Wie viele Patienten werden wegen Corona ins Krankenhaus eingeliefert? Diese Zahlen sollen die Krankenhäuser melden - digital. Doch dabei gibt es immer noch große Probleme.

Die Corona-Sommerwelle ist zusehends auch in Krankenhäusern zu spüren - unter den Beschäftigten und bei belegten Betten.

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Auch im dritten Jahr der Pandemie sind zentrale Corona-Daten nach wie vor unzuverlässig. Die sogenannte Hospitalisierungsrate bildet nach ZDF-Informationen die reale Lage in den Krankenhäusern nicht in Echtzeit ab. Wie viele Patienten mit oder wegen Corona stationär behandelt werden, wird nicht einheitlich und digital gemeldet.

Das ist das Ergebnis einer schriftlichen Anfrage der Linken-Abgeordneten Anke Domscheit-Berg an das Bundesgesundheitsministerium. Domscheit-Berg wollte wissen, wie viele Krankenhäuser in Deutschland Hospitalisierungen elektronisch ans Robert Koch-Institut melden. Dazu können sie seit Mitte Juni eine Schnittstelle zu einem zentralen Meldesystem nutzen.

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Bundesregierung fehlt der Überblick

Der Fortschritt bei den elektronischen Meldungen ist laut Edgar Franke, Parlamentarischer Staatssekretär im BMG, "heterogen". Im Klartext: Einige Krankenhäuser dürften ihre Fälle seit Mitte Juni bereits digital melden, andere nicht. Genau wisse man das aber nicht. Franke schreibt in seiner Antwort, die ZDFheute vorliegt:

Dem Bundesministerium für Gesundheit ist nicht bekannt, wie viele Krankenhäuser die Schnittstelle zu Krankenhaus-Informationssystemen bereits nutzen.
Edgar Franke, Bundesgesundheitsministerum

Damit die Hospitalisierungen digital und zentral gemeldet werden können, müssen die Krankenhäuser ihre Software aktualisieren. Das ist aber noch nicht flächendeckend passiert. Franke schreibt: "Einige Hersteller von Krankenhausinformationssystemen haben angekündigt, die angepasste Software zum üblichen Wartungsfenster Ende des Jahres zur Verfügung zu stellen."

Deutschland fehlen auch im dritten Jahr der Pandemie zentrale Corona-Zahlen - und doch verlässt sich die Politik auf die Daten.

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Linke warnt vor Herbst im Blindflug

Die digitalpolitische Sprecherin der Linken, Anke Domscheit-Berg, kritisiert, dass das Gesundheitsministerium nach über 30 Monaten Pandemie keine flächendeckende elektronische Meldekette für den Hospitalisierungsindex sichergestellt habe. "Dafür fehlt mir jedes Verständnis", sagt sie ZDFheute.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hätte es den Krankenhäusern nicht freiwillig überlassen dürfen, ihre Melde-Software zu aktualisieren, nicht erst bis Ende des Jahres. Über das Infektionsschutzgesetz hätte Lauterbach die Krankenhäuser schon vorher dazu verpflichten müssen.

Nun aber sei das wegen der parlamentarischen Sommerpause nicht mehr rechtzeitig möglich. Domscheit-Berg kritisiert:

Sowohl die unerwartet hohe Sommerwelle als auch die zu erwartende noch höhere Herbstwelle werden wir also  weiterhin ohne aktuelle Daten zum Hospitalisierungsindex bewältigen müssen. 
Anke Domscheit-Berg, digitalpolitische Sprecherin der Linken

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