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Vor Bund-Länder-Beratungen - Noch keine deutlichen Lockerungen in Sicht

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Am Mittwoch wollen Bund und Länder über mögliche Lockerungen der Corona-Auflagen beraten. Die Diskussion darüber, was machbar wäre, hat bereits Fahrt aufgenommen.

Blick in die menschenleere Mädlerpassage in Leipzig am 30.01.2021
Läden müssen vorerst bis zum 14.2. geschlossen bleiben.
Quelle: dpa

Eine baldige Lockerung der Corona-Regeln ist nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nicht in Sicht. "Wir werden über den 14. Februar hinaus noch deutliche Einschränkungen haben", sagte er in einem Interview des Nachrichtenportals "t-online". "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu relevanten Öffnungsschritten kommen wird."

Mit Blick auf das Treffen der Ministerpräsidenten und -präsidentinnen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch fordert Weil einen bundeseinheitlichen Stufenplan.

Archiv: Schulkinder der Notbetreuung werden in einem Klassenraum einer Grundschule unterrichtet.

Corona-Shutdown -
Grundschule im Ausnahmezustand
 

In der Pandemie gibt es an Grundschulen nur noch Notbetreuung oder die freiwillige Anwesenheit. Drei Lehrende erzählen vom Spagat zwischen digitalem Fernunterricht und Klassenraum.

von Lucia Weiß

Lauterbach: Kitas und Grundschulen öffnen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich trotz der wachsenden Infektionsgefahr durch mutierte Coronaviren dafür aus, Grundschulen und Kitas ab Mitte Februar unter strengen Schutzvorkehrungen wieder schrittweise zu öffnen. Kita- und Grundschulkindern seien bestimmte Beschränkungen längerfristig kaum zuzumuten, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengrupe.

"Daher sollte man erwägen, in der Grundschule zum Wechselunterricht überzugehen". Zum Schutz von Lehrern, Kindern und Eltern schlägt er Corona-Antigentests in den Schulklassen vor sowie, "die Grundschullehrer bevorzugt zu impfen".

Die Lage sei noch lange nicht unter Kontrolle – das Coronavirus gefährlicher geworden, warnt RKI-Chef Wieler. Grund sei auch die britische Corona-Mutante.

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Lauterbach spricht sich allerdings gegen sonstige weitreichende Öffnungen im Alltag aus. Eine deutliche Lockerung sei "schlicht viel zu gefährlich", sagte der studierte Epidemiologe. "Wir dürfen nicht wenige Monate vor dem Impfschutz der Bevölkerung noch die Kontrolle verlieren. Wir riskieren sonst auch die Ausbreitung von Varianten, gegen die die Impfungen wenig wirken", mahnte Lauterbach.

Müller: Erfolge nicht verspielen

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), meinte: "Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit wir unseren hart erkämpften Erfolg nicht wieder verspielen. Eine dritte Welle durch Leichtsinnigkeit und zu frühes Lockern müssen wir unbedingt vermeiden und wäre dramatisch."

Er fügte hinzu: "Gleichwohl erarbeiten wir natürlich Pläne für mögliche und behutsame Lockerungsschritte, die wir auch auf der kommenden MPK gemeinsam mit dem Bund und den Ländern erörtern wollen." Diese Schritte stünden aber unter Vorbehalt der Infektionsentwicklung in den kommenden Wochen. "Für mich ist klar, dass Schulen und Kitas bei diesen Überlegungen Vorrang haben."

Sternekoch Max und sein Team kochen für die, die nicht zu Hause bleiben können.

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Experte Lehr: Magische Grenze liegt bei 20

Vor einer Lockerung der Corona-Maßnahmen ab einer Inzidenz von 50 warnt der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr. Dieser Wert werde seinen Berechnungen nach voraussichtlich bundesweit um den 18. Februar erreicht, sagte der Experte für Corona-Prognosen. Doch er sei noch "viel zu hoch", um Infektionsketten nachzuverfolgen. Hinzu komme noch die Unwägbarkeit über die Ausbreitung der hochansteckenden Mutanten.

Unsere magische Grenze liegt eher bei 20. Auch wenn das keiner hören will.
Thorsten Lehr, Experte für Corona-Prognosen

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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