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Coronavirus in Deutschland - Mehr als 100.000 Infizierte

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Deutschland hat bei der Zahl der Corona-Infizierten eine weitere Marke überschritten. Nach Berechnungen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität ist sie nun sechsstellig.

Corona-Teststelle vor dem "Klinikum Nord" in Dortmund
Corona-Teststelle vor dem "Klinikum Nord" in Dortmund: In Deutschland sind jetzt über 100.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Quelle: AP

Deutschland hat nach Angaben der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität jetzt mehr als 100.000 bekannte Coronavirus-Infektionsfälle. Die Universität meldete Sonntagabend um 22:52 Uhr, dass sich in Deutschland 100.009 Menschen infiziert haben. Die Zahl der Toten liege bei 1.575 und die der Genesenen bei 28.700. Inzwischen stiegen die Infiziertenzahlen weiter:



Polizei: Bürger hielten sich am Sonnen-Wochenende an Auflagen

Die Deutschen hatten am Wochenende den ersten wirklichen Härtetest im Zuhausebleiben zu bestehen. Die Polizeien zeigten sich indes größtenteils zufrieden, weil sich die Menschen am ersten richtigen Frühlingswochenende mit Sonne und Wärme an die Auflagen hielten, die die Ausbreitung des Coronavirus bremsen sollen. In Deutschland gelten zurzeit umfassende Kontaktsperren für die Bürger. Zudem sind unter anderem Restaurants, Theater, Kinos sowie Spielplätze und viele Geschäfte geschlossen.

Corona-Krisenkabinett tagt

Das sogenannte Corona-Krisenkabinett will am Montagvormittag voraussichtlich über Probleme bei der Beschaffung von Schutzmaterial und Hilfen für Unternehmen beraten. Engpässe gibt es in Deutschland vor allem bei Schutzkleidung und Atemmasken. Sie müssen zu großen Teilen auf dem Weltmarkt beschafft werden, auf dem enorme Konkurrenz herrscht.

Die Ministerpräsidenten Bayerns und Mecklenburg-Vorpommerns, Markus Söder (CSU) und Manuela Schwesig (SPD), haben sich für Produktionsstandorte in Deutschland ausgesprochen. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte erste Beschlüsse der Regierung für Montag an. Unternehmen bräuchten etwa Zusagen zur längerfristigen Abnahme von Produkten:

Die Zusagen, die wir jetzt machen müssen, sind einfach und klar und teuer, aber richtig
Vizekanzler Olaf Scholz bei "Anne Will"

DRK: Situation sehr angespannt

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) prangerte insbesondere eine ungenügende Versorgung mit Schutzmaterialien in Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten an. "Die Situation ist sehr, sehr angespannt. Wenn wir nicht aufpassen, werden die Krankenhäuser in den nächsten Wochen viele Patienten aus Pflegeheimen zur Behandlung gegen das Coronavirus aufnehmen müssen", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe . Die Versorgung mit Schutzmaterial bis hin zu Desinfektionsmitteln in den Pflegeheimen und bei den ambulanten Pflegediensten sei "völlig unzureichend".

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