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Digitaler Impfpass in Apotheken - Starke Nachfrage, aber auch Unklarheiten

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Einige Tage nach dem Start des Digitalen Impfpass vermelden Apotheken eine starke Nachfrage, aber beklagen technische Probleme. Zudem gibt es noch immer einige Unklarheiten.

Digitaler Corona-Impfnachweis. Illustration
Seit dem 14. Juni können vollständig Geimpfte sich in Apotheken ihren Digitalen Impfpass ausstellen lassen.
Quelle: Oliver Berg/dpa

Es ist ein gutes Geschäft für Apotheken in Deutschland, Stand jetzt gibt es für sie 18 Euro brutto für die Digitalisierung der Erst-Impfung und noch einmal 6 Euro Erstattung für das Digitalisieren der zweiten Impfung. Rund 13.000 Apotheken im ganzen Land sind seit Montag dabei und stellen bereits geimpften Menschen ihren Digitalen Nachweis aus.

Digitaler Impfpass: Server sind überlastet

Dies laufe aber noch nicht immer ganz rund, berichtet Kristina Gand, Inhaberin der Gartenfeld Apotheke in Mainz. Sie klagt über langsame Server, die teilweise ganz versagen. "Am Dienstag konnten wir tagsüber gar nichts eintippen, erst ab 21 Uhr konnten wir starten, die Daten einzugeben." Für Kund*innen bedeutet dies oftmals eine gewisse Wartezeit, bis sie ihren QR-Code erhalten.

Das Prozedere an sich ist einfach: Um den Code zu bekommen, müssen Geimpfte lediglich ihren Personlausweis und den Impfpass vorzeigen und eine Datenschutzerklärung ausfüllen. Apotheken überprüfen dies dann auf Vollständigkeit und checken Merkmale, wie Arztstempel und Unterschrift.

Viele Apotheker*innen empfinden den Prozess als relativ sicher. "Gerade Impfpässe wo schon zig andere Impfungen drinstehen und dann sind das noch Stammkunden, die wir kennen und auch deren Ärzte, das ist sicher", sagt Kristina Gand.

Noch kein Pass für Genesene

Wer den Mindestabstand an Tagen bis zum vollständigen Impfschutz noch nicht hinter sich hat, kann sich trotzdem schon seinen Code abholen. In der App erscheint dann aber ein Datumsvermerk, ab wann das Dokument gilt. Aktuell sind es nur Geimpfte, die die digitale Leistung abrufen und in die Corona-Warn-App eintragen können, für Genesene steht der Nachweis im Moment noch nicht zur Verfügung.

Dies sei nur eine der Unklarheiten vor denen Apotheken aktuell noch stehen, berichtet Gant. "Es ging alles wieder sehr schnell. Herr Spahn hat schon verkündet, dass die Apotheken digitalisieren, da waren die Apotheken noch gar nicht wirklich informiert, wie das ablaufen soll." Ende Juni soll laut Bundesgesundheitsministerium nun auch die Digitalisierung für Corona-Genesene möglich sein.

Heute starten Apotheken bundesweit mit dem Ausstellen des QR-Codes für den digitalen Impfnachweis. Noch ist die Zahl der teilnehmenden Apotheken allerdings aus organisatorischen Gründen sehr begrenzt.

Beitragslänge:
2 min
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Viele Fragezeichen hätten Apotheken auch im Bereich Abrechnung, zumal sich das äußerst lukrative Geschäft für Apotheken im Juli reduzieren soll. So sieht Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die Vergütung für die Nachweise zum 1. Juli zu senken. Ab dann soll es nur noch sechs Euro für alle Zertifikate geben.

Der Autorin bei Twitter folgen @Alica_Jung

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