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Ärztepräsident Reinhardt : Kritik an Drittimpfung ohne Stiko-Empfehlung

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Ärztepräsident Reinhardt kritisiert den Beginn von Drittimpfungen in einigen Ländern ohne eine Empfehlung der Stiko. Bislang gebe es dazu keine aussagekräftigen Studien.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt während der Eröffnungsveranstaltung des 124. Deutschen Ärztetages.
Ärztepräsident Klaus Reinhardt bezeichnet das Vorgehen von Bund und Ländern als Fehler.
Quelle: dpa

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat kritisiert, dass viele Bundesländer auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen haben. Sie werden zunächst Senioren und Immungeschwächten angeboten.

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Wann und für wen ist der Booster nötig?

Zwar spreche theoretisch einiges dafür, sagte Reinhardt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Nach bisherigem Kenntnisstand und Auffassung namhafter Experten ist sie aber für die meisten Geimpften nicht sofort nötig." Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine sogenannte Boosterimpfung nötig sei.

"Da ist also von der Politik eine Erwartungshaltung bei den Patienten geschürt worden, die viele Ärztinnen und Ärzte ohne eine wissenschaftlich fundierte Impfempfehlung nicht bedienen wollen", sagte Reinhardt. Er nannte das Vorgehen einen Fehler von Bund und Ländern.

Drittimpfung von Risikogruppen begonnen

Mehrere Bundesländer haben damit begonnen, Pflegebedürftigen, über 80-Jährigen und Menschen mit Immunschwäche die dritte Impfung anzubieten, wenn die letzte mindestens sechs Monate zurückliegt.

Die Stiko plant eine Empfehlung zeitnah, wie ihr Chef Thomas Mertens am Mittwoch gesagt hatte. Die Aufarbeitung der vorliegenden Daten sei in vollem Gange. Auf ein genaues Datum könne er sich aber noch nicht festlegen.

Auf der Illustratioin ist eine Person zu sehen, die ein Schutzschild hält. Das Schutzschild ist zum Teil gerisssen, Coronaviren dringen durch das Schild.

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von Julia Klaus
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