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Unterstützung in Corona-Krise - SPD-Chefin Esken will weiteren Kinder-Bonus

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Heute treffen sich Spitzen von Union und SPD im Koalitionsausschuss zur Corona-Krise. Die SPD-Chefin prescht mit einer Forderungen vor.

SPD-Chefin Saskia Esken vor einer Pressekonferenz.
SPD-Chefin Saskia Esken fordert einen weiteren Kinderbonus für Familien mit geringen Einkommen.
Quelle: epa (Archiv)

Am Mittwochabend tagt der Koalitionsausschuss von Union und SPD in Berlin. SPD-Chefin Saskia Esken will dann einen weiteren Kinderbonus für Familien mit geringen Einkommen auf die Tagesordnung setzen.

Sie habe "die klare Erwartung", dass die Spitzen der großen Koalition über eine Neuauflage dieser Leistung in der Corona-Krise sprechen werden, sagte Esken der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Im vergangenen Jahr: 300 Euro Pro Kind

Der Kinderbonus von 300 Euro pro Kind war im vergangenen Jahr gezahlt worden, um Familien in der Krise zu unterstützen. Er wurde in zwei Raten von zuerst 200 und dann 100 Euro überwiesen.

Auch Familien sollen in der Corona-Krise finanziell unterstützt werden: Pro Kind gibt es vom Staat 300 Euro - in zwei Raten. Die Erste - über 200 Euro - wird nun ausgezahlt. Insgesamt kostet das den Staat 4,3 Milliarden.

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Man habe mit dieser Bonuszahlung für Familien im vergangenen Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht und wolle jetzt erneut diejenigen unterstützen, denen man in dieser Pandemie besonders viel abverlangen müsse - Kindern und Familien, betonte Esken.

Auch Corona-Zuschlag für Hartz-IV-Bezieher?

Geringverdiener hätten es in der Corona-Krise ganz besonders schwer. Daher sei der Kinderbonus "genau das, was wir brauchen".

Esken und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) fordern auch einen Corona-Zuschlag für Hartz-IV-Bezieher. Die SPD-Chefin hatte dies am Montag im "Tagesspiegel" mit der "offenkundigen Not von Erwachsenen und Kindern in Grundsicherung" begründet.

Heil: Größte Belastungen ausgleichen

Heil sagte nun der "Rheinischen Post", durch die lange andauernden Corona-Restriktionen fielen viele Hilfsangebote weg, "die hilfsbedürftigen Menschen sonst zur Verfügung stehen". Er verwies auf die Schließungen von Schulen, Jugendclubs, Sozialkaufhäusern oder Büchereien.

Er wolle den Corona-Zuschlag für Menschen in der Grundsicherung und für Geringverdiener, damit deren größte Belastungen ausgeglichen werden könnten.

Koalitionsausschuss zu Corona-Pandemie

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD kommen am Mittwoch um 18.00 Uhr im Berliner Bundeskanzleramt zusammen. An dem Treffen nimmt erstmals der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet teil, der im Januar zum CDU-Bundesvorsitzenden gewählt worden war.

Die Union will ihrerseits Erleichterungen für belastete Unternehmen erreichen. Ein Unternehmen mit coronabedingten Verlusten aus den Jahren 2020 und 2021 soll diese bei der Steuererklärung mit Gewinnen aus dem Jahr 2019 verrechnen können.

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