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Moderna-Impfstoff - EU kauft weitere 300 Millionen Dosen

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EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat angekündigt, dass die EU weitere 300 Millionen Impfstoff-Dosen kauft. Das ist Teil ihres Corona-Konzepts, das sie vorgestellt hat.

Ampullen des Corona-Impfstoffs von Moderna.
Ursprünglich hatte die EU-Kommission 80 Millionen Dosen vom Moderna-Impfstoff bestellt.
Quelle: Michael Sohn/POOL AP/AP

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Aktionsplan im Kampf gegen die gefürchteten Corona-Varianten vorgelegt. Ziel ist, rasch angepasste Impfstoffe gegen die mutierten Viren in großen Mengen zur Verfügung zu haben. "Neue Varianten des Virus entwickeln sich schnell, aber wir müssen in unserer Reaktion noch schneller sein", erklärte von der Leyen in Brüssel.

Der Plan namens "Hera Incubator" setzt an drei Stellen an: Entdeckung der mutierten Viren, schnelle Entwicklung und Zulassung von Corona-Impfstoffen und Ausbau der Impfstoffproduktion in der EU.

300 Millionen mehr Impfstoff-Dosen

Zudem hat sich die EU 300 Millionen weitere Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna gesichert. Brüssel habe am Mittwoch einen entsprechenden zweiten Liefervertrag mit dem US-Konzern genehmigt, sagte von der Leyen.

Nach Angaben des Unternehmens sollen zunächst 150 Millionen dieser Dosen im dritten und vierten Quartal 2021 geliefert werden. Ursprünglich hatte die EU-Kommission 80 Millionen Dosen des Mittels bestellt und hielt eine Option auf weitere 80 Millionen. Im Rahmen dieser beiden Verträge habe sich Moderna nun verpflichtet, bis Ende 2021 insgesamt 310 Millionen Dosen an die EU zu liefern, erklärte das Unternehmen. Demnach hält Brüssel dann noch eine Option auf 150 Millionen weitere Dosen, die im nächsten Jahr geliefert werden könnten.

Die Vor- und Nachteile des Moderna-Impfstoffs kurz erklärt.

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150 Millionen für Forschung an Virus-Mutanten

Um die mutierten Corona-Viren gezielter aufzuspüren, schlägt die Kommission die Entwicklung spezialisierter Tests und die verstärkte Nutzung der sogenannte Genom-Sequenzierung vor. Dafür sollen 75 Millionen Euro EU-Gelder bereit stehen, zur Erforschung der Virusvarianten noch einmal 150 Millionen Euro.

Ein Netzwerk aus 16 EU-Staaten und fünf weiteren Ländern namens "Vaccelerate" soll klinische Tests beschleunigen, auch bei Kindern und Jugendlichen.

Einfachere Regeln für Zulassung

Der zweite Punkt ist die rasche Zulassung von Impfstoffen, die an die Virusmutationen angepasst wurden. Dazu sollen die Regeln vereinfacht werden. Zudem sollen Genehmigungsverfahren für neue oder umgewidmete Impfstofffabriken beschleunigt werden.

Die Kommission bringt darüber hinaus eine gemeinsame Notfallzulassung auf EU-Ebene ins Gespräch, bei der die EU-Staaten das Haftungsrisiko gemeinsam tragen würden. Bisher gibt es Notfallzulassungen in der EU nur auf Ebene der Mitgliedstaaten und auf eigenes Risiko. Die USA und Großbritannien hatten nach Notfallzulassungen ihre Impfkampagnen mehrere Wochen früher gestartet als die EU.

Deutschland hat wegen der Corona-Mutationen Grenzkontrollen wiedereingeführt - dafür gab es Kritik von der EU.

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Produktionskapazitäten ausweiten

Dritter Schwerpunkt des Aktionsplans ist der rasche Ausbau der Impfstoffproduktion in der EU. Künftige Lieferverträge sollen einen detaillierten Lieferfahrplan enthalten sowie den Nachweis an verlässlichen Produktionskapazitäten. Die Kommission will helfen, mögliche Lieferengpässe unter anderem bei Rohstoffen zu entdecken und zu beheben. Zur Debatte stellt die Kommission einen "freiwilligten Lizensierungsmechanismus" zum Technologietransfer.

Die Mitarbeiterin einer Klinik bereitet einen Impfstoff vor.

Corona-Mutationen - Im Wettlauf mit dem Virus 

Mit dem Ausbreiten der neuen Coronavirus-Mutationen stellt sich die Frage: Wie gut wirken die Impfstoffe gegen diese Varianten? ZDFheute mit einem Überblick.

von Marcel Burkhardt
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