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Weiterer Corona-Impfstoff - AstraZeneca beantragt EU-Zulassung

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Mit AstraZeneca hat nun der dritte Impfstoffhersteller die Zulassung seines Präparats in der EU beantragt. Eine Entscheidung könnte Ende Januar fallen.

Eine Dosis des COVID-19-Impfstoffs der Universität Oxford/AstraZeneca wird aus der Schachtel herausgenommen.
Eine Dosis des COVID-19-Impfstoffs der Universität Oxford/AstraZeneca.
Quelle: Reuters

Ein weiterer Corona-Impfstoff ist in der EU auf der Zielgeraden. Der Pharmakonzern AstraZeneca und die Oxford University beantragten für ihr Präparat eine Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), wie die Behörde am Dienstag in Amsterdam mitteilte.

Entscheidung Ende Januar erwatet

Eine Entscheidung könnte bereits am 29. Januar fallen, erklärte die EMA weiter. Denn die amtliche Prüfung des Impfstoffes habe schon vor dem offiziellen Zulassungsantrag begonnen. Es handelt sich um eine sogenannte bedingte Zulassung, für die weniger umfangreiche Daten als normalerweise vorliegen.

Die vorhandenen Daten müssen laut EMA aber zeigen, dass der Nutzen des Arzneimittels seine Risiken überwiegt. Außerdem müssen die Firmen nach der Zulassung weitere Daten liefern, die die Einschätzung bestätigen. Nach einer möglichen EMA-Empfehlung für den Impfstoff muss die EU-Kommission ihn noch zulassen. Dies könnte aller Voraussicht nach innerhalb weniger Stunden passieren.

Ende Dezember und Anfang Januar hatten EMA und Kommission bereits den Präparaten von Biontech und Pfizer sowie von Moderna grünes Licht erteilt. Beide sind neuartige sogenannte mRNA-Impfstoffe.

Herstellung des mRNA-Impfstoffes von Moderna

Moderna und Biontech -
Wie funktionieren mRNA-Impfstoffe?
 

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Natürliche Abwehrkräfte gegen Spike-Protein aktivieren

Der Impfstoff von AstraZeneca basiert auf einer anderen Technologie. Er macht sich laut EMA zunutze, dass das Corona-Virus auf seiner Oberfläche sogenannte Spike-Proteine verwendet, um in die Körperzellen einzudringen. Der Impfstoff bestehe aus einem anderen, unschädlichen Virus, das so verändert worden sei, dass es ein Gen zur Herstellung jenes Spike-Proteins enthalte.

Nach einer Impfung produziere der Körper des Geimpften dieses Protein, woraufhin das Immunsystem beginne, natürliche Abwehrkräfte herzustellen. Dadurch sei der Körper vorbereitet, wenn sich die Person später mit dem Coronavirus anstecken sollte.

Wie die Impfstoffe wirken

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1 min
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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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