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Bald Einschätzung zu Omikron : Diese 19 Experten beraten jetzt die Regierung

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Er soll die Politik zur Pandemie-Bekämpfung beraten: Der Corona-Expertenrat hat erstmals getagt und will noch vor Weihnachten eine Stellungnahme zur Omikron-Variante liefern.

Christian Drosten (l) und Lothar Wieler
Christian Drosten (l.) und Lothar Wieler (Archivbild) - sie sind Mitglieder des Corona-Expertenrates.
Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Der Expertenrat der Bundesregierung will noch vor Weihnachten eine erste Stellungnahme zur Omikron-Variante vorlegen. Dies solle dann Grundlage wichtiger Entscheidungen sein, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag nach den Auftaktberatungen des Gremiums. Der Rat werde sich dafür am Freitag zusammensetzen, "sodass wir dann mit einer schnellen Information rechnen können".

Der Expertenrat treffe aber keine politischen Entscheidungen, stellte Lauterbach klar. "Die Politik machen wir", sagte der Minister. "Der Expertenrat berät." Lauterbach bekräftigte jedoch seine Haltung, dass er die wissenschaftliche Expertise sehr viel stärker in seine Arbeit integrieren wolle als bislang üblich.

Meinungsverschiedenheiten zwischen Drosten und Streeck

Dem Rat gehören unter anderem der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, der Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn, Hendrik Streeck, und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, an.

Das Gremium soll auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Empfehlungen für den Umgang mit der Corona-Pandemie abgeben. Mitglieder des neuen Expertenrats hatten sich in der Vergangenheit aber teils sehr unterschiedlich zu den Corona-Maßnahmen positioniert. Meinungsverschiedenheiten gab es vor allem zwischen Drosten und Streeck.

Anders als Drosten war Streeck unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht zu Corona-Beratungen hinzugezogen worden.

Die Gesundheitsminister*innen von Bund und Länder beraten über die aktuelle Corona-Lage. Ein Thema: Mögliche Lockerungen für geboosterte Menschen.

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Welche Experten das Corona-Gremium bilden:

Diese 19 Mitglieder gehören dem Rat an:

  • Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité
  • Hendrik Streeck, Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn
  • Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission
  • Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts
  • Melanie Brinkmann, Virologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
  • Alena Buyx, Chefin des Deutschen Ethikrates
  • Viola Priesemann, Physikerin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
  • Christian Karagiannidis, Intensivmediziner von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
  • Reinhard Berner, Direktor der Kinderklinik an der Uniklinik Dresden
  • Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt
  • Jörg Dötsch, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
  • Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie
  • Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs adaptive Rationalität am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
  • Lars Kaderali vom Institut für Bioinformatik der Universitätsmedizin Greifswald
  • Hayo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Berliner Charité
  • Michael Meyer-Herrmann, Leiter der Abteilung Systemimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
  • Johannes Niessen, Leiter des Gesundheitsamtes in Köln
  • Leif Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfforschung der Charité
  • Stefan Sternberg, Landrat von Ludwigslust-Parchim

Der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Stefan Kluge, teilte die Liste des Expertengremiums auf seinem Twitter-Profil und kommentierte: "eine sehr gute Auswahl".

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Kassenärzte hoffen auf Unterstützung

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, erwartet von dem neuen Expertenrat der Bundesregierung Unterstützung für die Impfkampagne in den Praxen. "Es ist gut, dass im neuen Expertengremium der medizinische Sachverstand deutlich stärker vertreten ist", sagte Gassen der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Ich erwarte, dass die Belange der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen nicht nur Gehör finden, sondern auch in den Empfehlungen berücksichtigt werden.
Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sagte, der Rat sei ausgewogen besetzt und umfasse Fachleute unterschiedlicher Bereichen. "Das ermöglicht einen ganzheitlichen Lagebericht und das Vorbereiten künftiger Entwicklungen."

Kritik von Patientenschützern

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bemängelte dagegen mit Blick auf die Sitzung des Gremiums eine fehlende starke Beteiligung der Altenpflege. Noch immer ignorierten Bund und Länder, dass erst Fehler in den Pflegeheimen zur Krise in den Krankenhäusern führten, sagte Vorstand Eugen Brysch der dpa.

Auf der Illustration sind vier Kreise zu sehen. In den einzelnen Kreisen sind jeweils Pesonen rot (steht für infiziert) und blau (steht für immun).

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24.05.2022
von Sibylle Bassler
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