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Neue Regeln in Frankreich - Gesundheitspersonal muss sich impfen lassen

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Frankreich reagiert auf die Verbreitung der Delta-Variante und verschärft seine Corona-Regeln. Bis Mitte September müssen sich Mitarbeiter im Gesundheitswesen impfen lassen.

Französischer Präsident Emmanuel Macron
Präsident Emmanuel Macron verkündete die neuen Corona-Regeln.
Quelle: Twitter/Emmanuel Macron

Frankreich führt eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte ein. Präsident Emmanuel Macron begründete dies am Montag in einer Fernsehansprache mit der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus.

Wenn wir jetzt nicht handeln, werden die Zahlen und die Einlieferungen in die Kliniken steigen.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich

Alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen müssen sich nach seinen Worten bis spätestens zum 15. September impfen lassen.

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Wegen der Delta-Variante gebe es einen Wettlauf mit der Zeit, so Macron. Irgendwann müsse auch die Frage nach einer Impfpflicht für alle gestellt werden.

Was sich außerdem in Frankreich ändert:

  • Zudem kündigte Macron an, dass es für Risikogruppen ab September Auffrischungs-Impfungen mit einer dritten Dosis geben soll.
  • Weiter sollen PCR-Tests ab dem Herbst nicht mehr kostenlos sein. Laut Einschätzung von ZDF-Korrespondent Thomas Walde erhöhe auch die Maßnahme den Druck, sich impfen zu lassen.

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  • Ebenfalls machte Macron deutlich, dass für eine Teilnahme am öffentlichen Leben in Frankreich vom 21. Juli an eine Impfung oder ein Corona-Test nachgewiesen werden muss. Zum Beispiel in Theatern, Kinos oder Konzerten.
  • Ab August soll Macron zufolge ein Nachweis auch in Fernzügen, Bars, Restaurants, Einkaufszentren und Krankenhäusern verpflichtend sein. Hierzu müsse aber zunächst ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden. Alle Regeln gelten sowohl für Reisende (oder Besucher) als auch für die Angestellten der Dienstleister.

Die Delta-Variante breitet sich aus – mit unterschiedlichen Reaktion, wie England und Frankreich zeigen. Während England Corona-Regeln lockert, will Frankreich Verschärfungen.

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  • Mit dem neuen Schuljahr soll es dann auch eine Impfkampagne speziell für Schülerinnen und Schüler geben.
  • Noch strengere Regelungen kündigte Macron für die französischen Überseegebiete La Réunion und Martinique an. Am Dienstag soll in den Gebieten der Gesundheitsnotstand ausgerufen und eine Ausgangssperre eingeführt werden.

Rund 53 Prozent sind erstgeimpft

Bisher sind etwa 53 Prozent der Menschen in Frankreich mindestens einmal gegen Corona geimpft. Die Anzahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche war in
Frankreich über Wochen zurückgegangen.

Seit Ende Juni steigt sie aber wieder. Zuletzt lag der Wert landesweit bei etwa 35, in mehreren Départements überstieg er die 50er-Marke. Die Delta-Variante des Coronavirus macht offiziellen Angaben zufolge knapp 60 Prozent aller Neuinfektionen aus.

Italien und Griechenland verpflichten Impfungen bereits für bestimmte Personen

Kurz zuvor hatte auch Griechenland eine Impfpflicht angekündigt. Nach Angaben von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis gilt sie ab Mitte August für Mitarbeiter in Altenheimen und ab dem 1. September für den Gesundheitsbereich. In Italien gibt es die Pflicht-Impfung für Ärzte und anderes medizinisches Personal bereits seit Mai.

In Deutschland existiert derzeit für keine Personengruppe eine Impfpflicht. Es wird jedoch darüber diskutiert, sie für das Personal in Kitas und Schulen einzuführen.

Ein Arzt hält eine Schale mit einer Spritze mit dem Biontech-Impfstoff

Blick ins Ausland - Wo es eine Impfpflicht gibt 

Im Kampf gegen Corona wird in vielen Ländern eine Impfpflicht diskutiert. Einige Staaten oder Regionen haben sie schon eingeführt. Ein Blick ins Ausland.

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