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Mutante im Saar-Mosel-Gebiet : Grenzgänger auf harte Probe gestellt

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Für die Einreise aus dem deutsch-französischen Grenzgebiet Moselle gelten ab heute verschärfte Corona-Regeln. Davon sind auch Tausende Pendler betroffen.

"Kann ich noch zur Arbeit fahren?" - "Wo kann ich mich testen lassen?" Solche Fragen bewegen derzeit viele Menschen im deutsch-französischen Grenzgebiet. Ab heute gelten zwischen Saar und Mosel harte Corona-Regeln auch für Berufspendler. Die Bundesregierung hat den französischen Verwaltungsbezirk Moselle zum "Virusvariantengebiet" erklärt, weil dort die hoch ansteckende Mutante aus Südafrika grassiert.

Französische Grenzgänger müssen für eine Fahrt nach Deutschland seit Dienstag erstmals einen negativen Corona-Test vorlegen. Zudem müssen sie vor jedem Grenzübertritt die digitale Einreiseanmeldung der Bundesregierung ausfüllen. Das gilt ausdrücklich auch für die rund 16.000 Berufspendler.

Die französische Grenzregion Moselle wurde am Wochenende von der Bundesregierung zum Virusvariantengebiet erklärt. Scharfe Kontrollen wie an der Grenze zu Tschechien sollen aber nicht durchgeführt werden.

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Corona-Tests in Frankreich kostenlos

Von deutschen Grenzbewohnern verlangt Frankreich ebenfalls einen negativen Corona-Test - allerdings nur für nicht beruflich bedingte Fahrten, also etwa zum Einkaufen oder Besuch bei Verwandten oder Freunden. Bisher waren Grenzübertritte von bis zu 24 Stunden in beide Richtungen ohne Auflage erlaubt, um die engen Beziehungen in der Region nicht zu stören.

"Für uns Grenzpendler wird das nun kompliziert", sagte Amandine Bickel. Die 31-jährige Französin hat einen Zeitschriften- und Tabakladen direkt hinter der Grenze, am Ortseingang von Saarbrücken. Sie hofft auf ein deutsch-französisches Testzelt, das direkt neben ihrem Geschäft errichtet wird und morgens ab 6.30 Uhr öffnen soll. "Ich hoffe, dass die Tests für uns wenigstens kostenlos sind", sagt Bickel. Denn während in Frankreich alle Corona-Tests von der Krankenkasse bezahlt werden, gilt dies in Deutschland in der Regel nur, wenn ein ärztliches Attest vorliegt.

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Tests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein

Sorgen macht sich auch die französische Pendlerin Dagmar Massonnet: "Drei Tests pro Woche, um zur Arbeit zu fahren - das ist kaum zu schaffen", sagt sie und verweist auf die deutsche Vorschrift, wonach die Tests höchstens 48 Stunden alt sein dürfen.

"Ich kann nun nicht mehr jeden Morgen mein Baguette in Frankreich kaufen", beschwert sich ein älterer Herr, der auf der deutschen Seite der Grenze lebt. "Die Leute kaufen jetzt auf Vorrat", kommentiert dies die Verkäuferin in einem Supermarkt auf saarländischer Seite, vor dem viele Autos mit französischen Kennzeichen parken.

Bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln kontrollierte die Polizei Autos am Ortseingang von Saarbrücken. Für Dienstag sei dagegen erst einmal "nichts vorgesehen", sagt der deutsche Polizist Dirk Schlouck. Anders als im Fall von Tschechien und Tirol in Österreich soll es keine Kontrollen direkt an der Grenze geben. Stattdessen sieht das Innenministerium eine "Schleierfahndung im Hinterraum" vor.

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