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"Für & Wider" - Corona: Was wird für die Jugend getan?

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Im ZDF-Wahlduell "Für & Wider" diskutierte Grünen-Vizevorsitzende Schäfer mit CDU-Abgeordnetem Amthor. Thema war die Zukunft der jungen Generation in der Corona-Krise.

Im ZDF-Wahlduell Für & Wider werben Jamila Schäfer, stellvertretende Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, und Philipp Amthor, CDU, für die politischen Rezepte ihrer Parteien.

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Schulen ohne Luftfilter, Tests und Maskentragen und die ständige Angst vor einem weiteren Shutdown im Herbst. Kinder und Jugendliche fürchten um ihre Zukunft und fühlen sich gleichzeitig von der Politik nicht ausreichend beachtet. Sie fordern deshalb Politik und Gesellschaft zum Handeln auf.

Gleich zu Beginn des ZDF-Wahlduells "Für & Wider" erklärte Jamila Schäfer, stellvertretende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, dass die Repräsentation junger Menschen im Parlament gestärkt werden müsse. Ihr Kontrahent, CDU-Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor, stimmte ihr zu und betonte, dass das "Parlament immer ein Spiegelbild der Gesellschaft ist".

Viele Schulen für Herbst mit Corona nicht vorbereitet

Gerade in Bezug auf einen weiteren drohenden Unterrichtsverlust ab Herbst erklärte der 28-Jährige, dass Schulschließungen nur die "ultima ratio" sein dürften. Amthor gab aber auch zu, dass die Schulen an vielen Stellen nicht richtig vorbereitet seien: "Der Ball geht an die Länder und da nehme ich die SPD in Mecklenburg-Vorpommern nicht aus."

Schäfer entgegnete, dass durch die vorangegangenen Schulschließungen bei vielen jungen Leuten die Perspektiven verloren gegangen seien: "Ich verstehe nicht, warum Schulen nicht zu sicheren Orten mit PCR-Tests und Luftfilteranlage gemacht werden."

Schulstart nach den Sommerferien – doch auch nach eineinhalb Jahren Pandemie kämpft man mit alten Problemen.

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1 min
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Amthor: Kein Druck bei Kinder-Impfung auf Stiko

Kein Thema spaltet aktuell mehr als die Impfung von Kindern. Noch hat die Stiko keine grundsätzliche Empfehlung für diese Altersgruppe ausgesprochen. Medizin und Politik kommen laut CDU-Politiker Amthor zu unterschiedlichen Beurteilungen: "Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass politischer Druck auf die Stiko ausgeübt wird", betonte er.

Hier müsse auf die Expertise von Ärzten vertraut werden, zudem entscheiden Eltern über eine mögliche Impfung ihrer minderjährigen Sprösslinge.

Geld in mobile Impfzentren investieren

Jamila Schäfer entgegnete, dass es 30 Millionen Ungeimpfte in Deutschland gebe und die Delta-Variante im Kommen sei. Deshalb sei es "wahnsinnig wichtig, die Impfquote zu erhöhen". Sie forderte, das Geld, das in stationäre Impfzentren investiert wurde, für mobile Impfzentren zu nutzen, "damit der Impfstoff zu den Menschen kommt und nicht der Mensch zum Impfstoff".

Amthor machte deutlich, dass, auch wenn die kostenlosen Bürgertestungen entfallen, es keine Impfpflicht geben werde:

Wir stellen geimpfte und getestete Personen gleich.
Philipp Amthor, CDU-Bundestagsabgeordneter

Jedoch müsse die Allgemeinheit nicht die Tests derjenigen bezahlen, die sich aus Bequemlichkeit nicht impfen lassen, obwohl sie es könnten: "Dass die Tests bezahlt werden, war ein Ausnahmefall, jetzt geht es zurück in den Regelbetrieb."

Schäfer will weiter kostenlose Corona-Tests

Laut der stellvertretenden Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen werde da an der falschen Stelle gespart: "Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten müssen dafür sorgen, dass die Tests auch künftig bezahlt werden, denn wir steuern geradewegs auf die vierte Welle zu".

Auch Amthor sprach sich für eine Erhöhung der Impfbereitschaft aus. Er plädierte dafür, dass keine Regelungen an der Lebensrealität der Menschen vorbei gemacht werden: "Die Beschlüsse müssen praktikabel und lebensnah sein."

Klima-Urteil "peinlich für Bundesregierung"

In Bezug auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klimapaket, dass die Jugend ein Grundrecht auf menschenwürdige Zukunft habe, nahm Amthor seine Partei in Schutz. "Wir haben nach der Entscheidung sofort nachgebessert und es nicht zum Wahlkampfthema gemacht."

Für Jamila Schäfer ist das "peinlich für die Bundesregierung, dass sie erst reagiert, nachdem das Bundesverfassungsgericht erklärte, dass nachjustiert werden müsse".

Jugendliche mehr einbeziehen

Auch das Thema Wählen ab 16 kam zur Sprache. Der Jurist Amthor zeigte auf, warum eine Neuregelung gar nicht so einfach sei: "Die staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten müssen juristisch im Einklang sein: Es kann nicht sein, dass jemand, der mit 16 wählen darf, erst mit 18 Jahren geschäftsfähig ist und davor gemäß dem Taschengeld-Paragrafen sich kein Fahrrad alleine kaufen darf."

Schäfer konterte, dass gerade die aktuelle pandemische Situation zeige, dass man die 16- und 17-Jährigen nicht pauschal ausschließen dürfe, denn "wir leben in einer Zeit der Transformation".

Mund- und Nasentschutz liegt im Unterricht auf einer Schultasche

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22.09.2021
von B. Spiekermann / C. Vogelmann
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