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Gesundheitsminister-Treffen - Boostern soll zur Regel werden

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Rekord-Infektionszahlen und eine verschärfte Corona-Risikobewertung des RKI: Vor diesem Hintergrund haben sich die Gesundheitsminister für Booster-Impfungen für alle ausgesprochen.

Die Gesundheitsminister*innen haben sich angesichts steigender Inzidenzen auf einen Corona-Plan geeinigt. Es soll Booster-Impfungen für alle geben, deren zweite Impfung mehr als sechs Monate her ist – und eine Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen.

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Die Corona-Lage in Deutschland wird kritischer, das Robert-Koch-Institut hat seine Risikobewertung verschärft und bewertet das Risiko für Ungeimpfte nun als "sehr hoch". Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern auf ihrer Konferenz in Lindau für verstärkte Auffrischungsimpfungen ausgesprochen. Ebenso beschlossen sie für besonders betroffene Regionen die Möglichkeit der 2G-Regelung und stärkeres Testen in Alten- und Pflegeheimen.

Der Vorsitzende der Konferenz, Bayerns Gesundheitsminister Holetschek betonte, dass die Beschlüsse in Einigkeit gefasst worden seien. Das sei wichtig, um der Dynamik des Geschehens zu begegnen.

Booster-Impfung für alle

Die Gesundheitsminister forderten Booster-Impfungen für alle. Ärzteschaft, Bund und Länder seien sich einig, "dass jeder und jedem, bei dem die Impfung mehr als sechs Monate oder länger zurückliegt, eine Auffrischungsimpfung angeboten werden soll", sagte Gesundheitsminister Spahn. "Wir brauchen mehr Tempo bei diesen Auffrischungsimpfungen", unterstrich er.

Boostern nach sechs Monaten sollte die Regel werden, nicht die Ausnahme.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Besonders gelte dies für Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen, Ärzte und Pfleger. Bisher ist das "Boostern" streng reglementiert und nach Alter gestaffelt gewesen.

Spahn betonte, man merke, "dass die vierte Welle mit voller Wucht zugeschlagen hat". Aber man habe "die Instrumente in der Hand", um gut über den Winter zu kommen. Sie müssten jedoch umgesetzt werden. Es gehe darum, "diese Welle zu brechen". Zusätzlich brauche es zu den Arztpraxen deshalb etwa auch öffentliche Stellen für Impfangebote, wie Impfzentren oder Impfbusse.

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Härtere Beschränkungen und mehr Kontrollen

Die Gesundheitsminister haben sich laut Spahn darauf geeinigt, dass "3G als Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen im Innenraum noch wichtiger geworden ist". Zudem bestehe "Konsens, dass wir mehr Kontrolle brauchen von 3G“, sagte Spahn.

Außerdem habe man sich entschieden, dass es auch die Möglichkeit für die Länder gebe, "2G einzuführen für Regionen mit einer sehr hohen Belastung". Spahn hatte zuvor erläutert, es gebe bereits erste Regionen in Deutschland, in denen Patienten wieder verlegt werden müssten, weil Intensivstationen voll seien.

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Wunsch nach Verlängerung der "epidemischen Notlage"

Am 25. November soll die "epidemische Notlage nationaler Tragweite" auslaufen. Die Gesundheitsminister sehen das kritisch. Holetschek betonte, "Aus meiner Sicht sind wir noch mitten in einer Notlage". Daher forderte er auch als Vorsitzender der Konferenz klare "Rechtsgrundlagen, um handeln zu können".

Mehr Tests in Alten- und Pflegeheimen

Die Gesundheitsminister haben in Lindau auch die Ausweitung der Testpflicht in Pflegeheimen beschlossen. Pflegeeinrichtungen sollen so besser geschützt werden. Spahn sprach von "verpflichtenden Tests in Alten- und Pflegeheimen", das gelte besonders für nicht geimpftes Personal. Aber auch Besucher sollten Testmöglichkeiten haben. Die Kosten trage der Bund.

Holetschek hatte zuvor signalisiert, es gebe erste Lehren aus der Pandemie auch für die Arbeit im Pflegebereich. Dazu zählten etwa, dass es dort steuerliche Anreize oder auch Zuschläge für jene geben müsse, die Covid-Patienten behandelten.

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